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West Hammers verzweifeln an den Spurs - Ein Tor reicht für London

Es war einer dieser Abende im Hammer Park, an denen die Fans der West Hammers sich fragten, ob der Fußballgott vielleicht gerade Urlaub auf den Kanaren macht. 20.000 Zuschauer sahen ihre Mannschaft am 10. Spieltag der 2. Liga England stürmen, schießen und rackern - und doch stand am Ende ein ernüchterndes 0:1 gegen die London Spurs auf der Anzeigetafel.

Dabei begann alles so vielversprechend. Schon in der ersten Minute prüfte Dylan Maxime den Spurs-Keeper Callum Callahan mit einem satten Distanzschuss. Kaum hatte der Schiedsrichter den Ball freigegeben, flogen die Bälle auf das Londoner Tor wie Mücken im Sommerlicht. Maik Michael und James Bridges kombinierten nach Belieben, die Zuschauer standen mehrfach kurz vor der kollektiven Ekstase - nur der Ball, der wollte einfach nicht über die Linie.

"Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft wir draufgehalten haben", grinste Michael nach dem Spiel bitter. "Vielleicht sollten wir mal das Tor breiter malen." 21 Torschüsse, 50 Prozent Ballbesitz, eine ordentliche Zweikampfquote - die Zahlen waren aufseiten der Hammers. Nur das Ergebnis nicht.

Die Spurs dagegen wirkten lange wie ein Gast, der höflich nickt, aber keine Lust auf das Gespräch hat. Vier Torschüsse insgesamt, einer davon allerdings mit der Präzision eines Chirurgen. In der 47. Minute, direkt nach Wiederanpfiff, nutzte Oliver Gayheart - ausgerechnet der Bruder von Wests Innenverteidiger John Gayheart - die erste echte Chance der Gäste. Nach feinem Zuspiel von Adam McGowan zog er trocken ab, und der Ball schlug unhaltbar im rechten Eck ein. 0:1. Bruder gegen Bruder, und diesmal war es der Londoner, der jubelnd abdrehte.

"Ich hab ihn danach nur kurz gesehen", murmelte John Gayheart in der Mixed Zone. "Ich glaube, er hat sich nicht getraut, mir die Hand zu geben." Humor? Galgenhumor.

Nach dem Rückstand warfen die Hammers alles nach vorn. Trainer Marcus Hunder gestikulierte wild an der Seitenlinie, schickte seine Außenverteidiger auf waghalsige Expeditionen in die gegnerische Hälfte. "Wir haben das Spiel komplett kontrolliert", erklärte er später - und fügte mit einem sarkastischen Lächeln hinzu: "Nur das Tor hat sich geweigert, mitzuspielen."

In der 58. Minute zischte ein Schuss von Aaron Gage nur Zentimeter am Pfosten vorbei, in der 72. setzte Evgenios Chatzi den Ball an die Latte, und in der 90. Minute hatte Gage noch einmal den Ausgleich auf dem Fuß - Callahan aber verwandelte sich erneut in eine Mauer in Handschuhen.

Die Spurs verteidigten mit allem, was sie hatten. Albert Figo sah in der 61. Minute Gelb, nachdem er James Bridges unsanft aus dem Weg geräumt hatte. "Das war kein Foul, das war ein Tanzversuch", meinte Bridges später trocken. Kurz vor Schluss holte sich auch Gage eine Verwarnung ab, als der Frust sichtbar die Oberhand gewann.

Taktisch blieb alles beim Alten: Beide Teams agierten laut Daten mit einer ausgewogenen, balancierten Ausrichtung - auf dem Platz sah das bei den Hammers allerdings eher nach Dauerfeuer als nach Balance aus. Die Spurs dagegen spielten den Minimalismus in Reinform: kein Pressing, kaum Risiko, aber eiskalte Effektivität.

Nach dem Abpfiff applaudierten die Heimfans trotzdem. Vielleicht aus Mitleid, vielleicht aus Stolz. Maik Michael war der Letzte, der vom Platz ging. "Wenn du 21 Mal schießt und nichts triffst, brauchst du keine Statistik mehr - du brauchst einen Psychologen", sagte er und verschwand in den Katakomben.

Für die Spurs war es ein Arbeitssieg, für die Hammers ein Rätselabend. Während London mit drei Punkten im Gepäck zufrieden heimfuhr, blieben im Hammer Park nur die Flutlichtmasten und das Echo der vergebenen Chancen.

Oder, wie Trainer Hunder es zusammenfasste: "Wir haben gespielt wie ein Orchester - nur leider ohne Trompete, die den Takt vorgibt."

Ein bitterer, aber typischer Fußballabend. Manchmal reicht eben ein einziger Schuss.

05.03.643994 16:28
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