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Riley Donahue dreht das Spiel - Teesside Reds siegen spät gegen die Cats

Es war eine dieser Nächte im Riverside, an denen die Luft schon vor dem Anpfiff elektrisierte. 35.103 Zuschauer hatten sich am 12. Spieltag der 1. Liga England eingefunden, um zu sehen, ob die Teesside Reds ihren kleinen Negativlauf beenden könnten. Und sie bekamen Drama, Schweiß und einen 32-jährigen Routinier, der sich noch einmal unsterblich machte: Riley Donahue.

Dabei sah es lange nicht nach einem Heimsieg aus. Die Sunderland Cats, charmant wie ein Kater mit Krallen, erwischten den besseren Start. Schon in der 10. Minute holte sich Yves Larocque die erste Gelbe Karte des Abends - ein rustikaler Gruß an die Gastgeber, der sinnbildlich für die frühe Aggressivität der Gäste stand. Nur 18 Minuten später dann der Dämpfer für Teesside: Joel Callahan zog nach feiner Vorarbeit von Rhys Prinsloo ab und traf trocken zum 0:1. "Ich hab einfach abgezogen. Wenn du zu lange denkst, ist der Ball schon wieder weg", grinste Callahan später.

Teesside wirkte geschockt, kam aber über Kampf und Ballbesitz zurück in die Partie. 52 Prozent Ballbesitz und zehn Torschüsse über die gesamte Spielzeit sprechen eine klare Sprache - die Reds wollten. Doch in der ersten Halbzeit wollte der Ball einfach nicht rein. Joel Adams prüfte Keeper Riley Fairchild gleich zweimal (7. und 50. Minute), Alexander Winston verzog knapp, und Connor Bostwick scheiterte am Pfosten. Auf den Rängen wurde gemurrt, Bierbecher flogen, und ein älterer Herr in Reihe 14 rief lautstark: "Spielt doch mal über die Flügel, ihr Schlafmützen!" - als hätte Trainer McAllister ihn gehört.

Denn nach der Pause kam Teesside sichtbar mutiger aus der Kabine. Theo Linney, der zentrale Mittelfeldmotor, übernahm das Kommando, zog die Fäden und bereitete in der 60. Minute mit einem herrlichen Pass Donahues Ausgleich vor. Der Stürmer nahm den Ball mit der Brust, ließ seinen Gegenspieler alt aussehen und schob eiskalt zum 1:1 ein. "Theo hat den genau da reingespielt, wo’s weh tut", lobte Donahue später. "Ich musste ihn nur noch reinschieben - na ja, fast."

Sunderland blieb gefährlich. Liam Caroll hatte gleich drei gute Gelegenheiten (70., 76. und 90. Minute), scheiterte aber entweder an Reds-Keeper Oliver Cort oder am eigenen Nervenkostüm. Trainer der Cats, Alan Devereux, schüttelte nach dem Spiel den Kopf: "Wenn du deine Chancen nicht machst, wirst du in dieser Liga bestraft. Und Donahue ist leider ein sehr strenger Richter."

Und der sprach in der 91. Minute sein Urteil. Nach einem schnellen Gegenstoß flankte der eingewechselte Connor Bostwick von links - Donahue stand goldrichtig und köpfte den Ball zum 2:1-Sieg ein. Das Stadion explodierte. Auf der Bank der Reds lagen sich alle in den Armen, während Donahue mit ausgestreckten Armen Richtung Fankurve lief, als wolle er sagen: "Na, habt ihr mich vermisst?"

Trainer McAllister, sonst ein Mann weniger Worte, gönnte sich nach Abpfiff ein Schmunzeln: "Ich hatte das Gefühl, Riley ist heute einfach nicht müde zu kriegen. Vielleicht sollte ich ihm öfter sagen, dass er alt aussieht - das scheint ihn zu motivieren."

Statistisch war’s ein knappes Spiel: 10:7 Torschüsse, 52 zu 47 Prozent Ballbesitz, ein leichtes Plus in den Zweikämpfen für die Reds. Aber Zahlen können nicht beschreiben, was Donahues letzter Treffer bedeutete: eine Erlösung für Teesside, ein Stich ins Herz für Sunderland.

Ein kleiner Junge mit Donahue-Trikot stammelte auf der Tribüne: "Papa, der ist doch schon alt, oder?" - woraufhin der Vater nur grinste: "Alt genug, um’s noch draufzuhaben."

Und so endete dieser frostige Februarabend mit einer Geschichte, wie sie der Fußball liebt: Der alte Hase trifft doppelt, der Underdog kippt das Spiel, und die Fans singen noch Minuten nach dem Abpfiff.

Vielleicht war’s kein taktisches Meisterwerk - beide Teams spielten durchgehend mit "ausgewogener" Ausrichtung, keiner wollte zu viel riskieren. Doch am Ende entschied ein Moment purer Entschlossenheit. "Manchmal", meinte Donahue, "musst du einfach glauben, dass der Ball zu dir kommt. Und wenn er’s tut, darfst du nicht nachdenken."

Ein Satz, der wohl in Teesside noch lange hängenbleibt. Denn an diesem Abend kam der Ball - und mit ihm der Sieg.

Schlusswort: Wenn Erfahrung wirklich Gold wert ist, hat Riley Donahue heute seinen Marktwert verdoppelt.

04.10.643990 08:03
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Rainer Calmund
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