Voetbal International
+++ Sportzeitung für Niederlande +++

PVC Eindhoven siegt spät gegen Roosendaal - Geduldsspiel mit Happy End

Manchmal braucht es Geduld, ein bisschen Glück und einen jungen Mann mit Nerven aus Stahl. PVC Eindhoven gewann am Samstagabend sein Heimspiel gegen den SC Roosendaal mit 2:0 (0:0) - ein Ergebnis, das erst in der Schlussphase Gestalt annahm, aber den Spielverlauf am Ende doch ganz gut widerspiegelt.

Vor 39.999 Zuschauern im ausverkauften Philips-Stadion sah man zunächst einen zähen Fußballabend. Beide Teams begannen mit "balanced" - also taktisch ausgeglichen -, und so sah das Spiel auch aus: viel Ballgeschiebe, wenig Risiko. "Wir wollten nicht gleich das Scheunentor aufmachen", erklärte Eindhoven-Trainerin Marion Hommer lachend nach der Partie.

Roosendaal legte los wie die Feuerwehr, zumindest für fünf Minuten. Schon in der ersten Minute zwang Timm Otto den jungen PVC-Keeper Dusan Jovic zu einer Glanzparade. Kurz darauf versuchte sich sogar Innenverteidiger Finn Bendixen mit einem beherzten Fernschuss - was meist kein gutes Zeichen für die eigene Offensive ist.

Eindhoven brauchte eine Viertelstunde, um ins Spiel zu finden. Pim Sutphen prüfte den Gästetorwart Eustatius Cure in der 8. Minute, Larry Schaffer folgte wenig später mit einem Distanzschuss. Aber so richtig gefährlich wurde es selten. "Ich hatte das Gefühl, der Ball wollte heute einfach nicht rein", meinte Schaffer später mit einem Augenzwinkern - offenbar ahnte er da noch nicht, dass er in der Nachspielzeit selbst den Deckel draufmachen würde.

Die erste Halbzeit endete torlos, aber nicht ereignislos. Roosendaal zeigte sich laufstark und bissig, allerdings auch etwas übermotiviert. Spätestens nach der Pause kippte die Partie dann komplett, als Innenverteidiger Iker Costinha in der 56. Minute nach einem überharten Einsteigen die Rote Karte sah. "Ich habe den Ball gespielt!", schimpfte Costinha noch, während er vom Platz trottete - der Ball allerdings lag da schon ganz woanders.

Mit einem Mann mehr übernahm Eindhoven endgültig die Kontrolle. Der Ballbesitz stieg auf über 54 Prozent, und plötzlich wirbelten Hacker, Wendell und Schaffer an den Flügeln, als hätten sie monatelang nur auf diesen Moment gewartet. In der 74. Minute war es dann so weit: Jakob Franke, der Spielgestalter im Zentrum, chippte den Ball elegant in den Lauf von Garritt Hacker - und der 21-Jährige schob eiskalt zum 1:0 ein. Der Jubel war groß, Trainerin Hommer riss beide Arme hoch, als hätte sie gerade die Lottozahlen richtig getippt. "Garritt hat das in dieser Saison schon oft versucht - schön, dass es diesmal auch jemand gesehen hat", grinste sie später.

Roosendaal versuchte danach noch einmal alles, doch mit zehn Mann fehlte die Kraft. Ein letzter Schuss von Sander Roemer in der 75. Minute segelte weit über das Tor. "Nach der Roten Karte war’s schwierig, noch Druck zu machen", gab Gästetrainer Thomas Ga nüchtern zu. "Wir hatten unsere Chancen - aber ohne Tore wird’s halt schwer."

In der 90. Minute schließlich machte Larry Schaffer alles klar. Nach Vorarbeit von Thijmen Wendell traf der Linksaußen flach ins Eck - 2:0, der Rest war Jubelorgie. "Ich wollte eigentlich nur die Uhr runterspielen", sagte Schaffer später lachend. "Aber dann dachte ich mir: Wenn schon, denn schon."

Eindhoven zeigte sich am Ende effizient und abgeklärt. Zehn Torschüsse standen neun von Roosendaal gegenüber, die Zweikampfquote war fast ausgeglichen - 50,3 zu 49,7 Prozent. Der Unterschied lag in der Konsequenz. Während die Gäste ihre frühen Chancen liegen ließen und sich mit einer roten Karte selbst schwächten, wartete Eindhoven geduldig auf den richtigen Moment.

Trainerin Hommer brachte es auf den Punkt: "Das war kein Feuerwerk, aber ein verdienter Sieg. Manchmal ist Fußball eben wie ein guter Käse - er reift mit der Zeit."

Und so reifte an diesem kühlen Januarabend ein Heimsieg heran, der PVC Eindhoven weiter nach oben schiebt. Für Roosendaal bleibt immerhin die Erkenntnis, dass man 55 Minuten lang durchaus mithalten konnte - bis die Geduld des Gegners belohnt wurde.

Ein Reporter-Kollege fasste es auf der Pressetribüne trocken zusammen: "Kein Spiel für die Geschichtsbücher - aber eins für die Statistik." Ganz so falsch lag er damit nicht.

23.07.643987 08:23
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
In der Schule gab's für mich Höhen und Tiefen. Die Höhen waren der Fußball.
Thomas Häßler
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager