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Oberwalliser Offensivfeuerwerk: 5:2 gegen Feyenorth Rotterdam

Es war ein Abend, an dem der FC Oberwallis die Europaliga mit einem Paukenschlag eröffnete. 27.000 Zuschauer drängten sich am 7. Januar 2026 in das kleine, aber laute Stadion hoch über dem Tal - und sie bekamen mehr geboten, als mancher Neujahrskater verkraften konnte. Fünf Tore gegen Feyenorth Rotterdam, ein spektakuläres Comeback nach frühem Rückstand und ein Trainer, der am Ende nur noch verschmitzt grinste: "Ich hatte meinen Jungs gesagt, sie sollen Spaß haben. Offenbar haben sie mich zu wörtlich genommen", lachte Snore Laken nach dem 5:2 (2:2)-Erfolg.

Dabei begann alles wie ein wildes Gebirgsgewitter. Schon in der vierten Minute rauschte Daniel Etxebarria nach einem Pass von Pedro Beto durch die linke Gasse und donnerte den Ball unter die Latte - 1:0, und das Stadion bebte. "Ich dachte, der Ball sei schon draußen", gestand Etxebarria später und grinste, als er die Szene auf dem Videowürfel wiedersah.

Doch Feyenorth antwortete postwendend. Nur fünf Minuten später traf Marwin Renner nach feinem Zuspiel von Iason Theodoridis - 1:1. Und weil die Oberwalliser Defensive kurz darauf kollektiv eine Kaffeepause einzulegen schien, durfte auch noch Innenverteidiger Gabri Castano frei einköpfen (22.). 1:2, und plötzlich war es still. "Da waren wir kurz im Winterschlaf", murmelte Kapitän Laurent Castel, der später noch eine entscheidende Rolle spielen sollte.

Kurz vor der Pause dann der erste Wendepunkt: Patrick Benveniste, bis dahin eher unauffällig, verwandelte eine Flanke von Isaac Dennehy (45.) zum Ausgleich. Es war der perfekte psychologische Moment - und offenbar der Funke, der das Oberwalliser Feuer entfachte.

Nach der Pause kam nur noch eine Mannschaft aus der Kabine. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz (53,6 Prozent), aber der FC Oberwallis hatte plötzlich Lust auf Spektakel. Laurent Castel eröffnete den Sturmlauf mit einem trockenen Schuss aus 18 Metern (55.), die Führung, die das Stadion explodieren ließ. Zehn Minuten später setzte Rechtsverteidiger Adriano Xavier noch einen drauf, als er nach einem abprallenden Ball einfach mal draufhielt - 4:2 (66.). "Ich wollte eigentlich flanken", behauptete er mit einem schelmischen Lächeln.

Und weil das Publikum noch nicht genug hatte, machte Pedro Beto eine Minute später endgültig den Deckel drauf. Nach Vorarbeit von - richtig geraten - Adriano Xavier schlenzte er den Ball ins lange Eck. 5:2, die Entscheidung. Feyenorths Trainer schüttelte nur noch den Kopf, seine Spieler kassierten kurz darauf zwei Gelbe Karten (Exposito 69., Shuck 70.) - Frust statt Fußball.

Die Oberwalliser ließen nichts mehr anbrennen. Mit 13 Torschüssen zu 8, einer Zweikampfquote von 53 Prozent und einem Torhunger, der selbst den Platzwart nervös machte, spielten sie die Partie souverän zu Ende. Selbst der Torwartwechsel in der 70. Minute - der 20-jährige Niccolo Venier kam für Grigorios Christopoulos - änderte nichts am Spielfluss. Laken gab später zu: "Ich wollte dem Jungen einfach ein Gefühl dafür geben, wie 27.000 Menschen jubeln. Das vergisst man nicht."

In den letzten Minuten durfte dann noch die Zukunft des Vereins ran: Mit den 18-jährigen Mariusz Nawalka und Jonas Brauer brachte Laken frisches Blut, während Feyenorth längst den Rückflug plante. Aus der Coachingzone hörte man Laken rufen: "Jungs, keine Experimente mehr!" Woraufhin Castel antwortete: "Zu spät, Chef!" und prompt noch einen Fernschuss knapp über das Tor setzte.

Das Fazit: Der FC Oberwallis hat zum Auftakt der Europaliga geliefert - mit Leidenschaft, Witz und einer Offensive, die selbst Optimisten überrascht hat. Feyenorth dagegen wirkte nach der Pause wie ein Team, das noch auf den Gepäckwagen wartete.

Oder wie es der überragende Pedro Beto nach Abpfiff formulierte: "Wenn wir so weiterspielen, brauchen wir bald größere Tore."

Ein Satz, der nachklingt - und den Rest der Europaliga gewarnt haben dürfte.

29.03.643987 09:02
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Ja, aber das war kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.
Holger Fach auf die Frage, ob er schon einmal vor dem DFB-Sportgericht stand
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