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Midlands Villa siegt dank junger Wilden - Geordies straucheln daheim

Ein kalter Januarabend, 33.374 Zuschauer im St. James’ Park, und die Newcastle Geordies wollten nach drei sieglosen Spielen endlich wieder jubeln. Doch am Ende stand ein ernüchterndes 1:2 gegen Midlands Villa - ein Ergebnis, das nach viel Aufwand, aber wenig Ertrag schmeckte. "Wir haben das Spiel kontrolliert - nur leider nicht das Ergebnis", knurrte Geordies-Trainer Konstantin Ratai nach Abpfiff, während er die Hände tief in die Manteltaschen vergrub.

Dabei begann alles mit frischem Mut und offensiver Marschroute. Ratai ließ seine Jungs früh anlaufen, wollte mit Kurzpassspiel und viel Bewegung das Mittelfeld erobern. Und tatsächlich: Bereits in der 11. Minute prüfte Asterios Sifakis den Villa-Keeper Lasse Bartsch mit einem satten Schuss aus 16 Metern. Doch der Ball rauschte knapp über die Latte - ein Vorgeschmack auf den Abend, an dem die Geordies zwar zwölf Abschlüsse, aber nur einen Treffer zustande brachten.

Midlands Villa dagegen blieb ruhig. Trainer Markus Posarnig, der mit seiner "balancierten Philosophie" gern als der Taktiker von der Mittelspur bezeichnet wird, ließ seine Mannschaft geduldig agieren. "Wir wussten, dass Newcastle früh presst, aber nicht lange durchhält", grinste er später, "also haben wir gewartet - und dann zugeschlagen."

Der erste Treffer fiel kurz nach Wiederanpfiff, in der 48. Minute: Der 24-jährige Fabian Maier, gerade erst nach einer frühen Auswechslung wieder eingewechselt, nutzte eine präzise Flanke von Adriano Roi und drosch den Ball trocken ins linke Eck. Ein klassisches Beispiel dafür, dass Fußball bisweilen die besten Drehbücher schreibt. Die Geordies, gerade noch mit der Halbzeitansprache beschäftigt, schauten sich gegenseitig an, als wollten sie fragen: "War das jetzt echt?"

Newcastle reagierte - und wie. In der 61. Minute begann die Druckphase des Heimteams. Charles Chattan, der auffälligste Geordie an diesem Abend, prüfte Bartsch gleich zweimal (61. und 62.), bevor er in der 72. Minute endlich traf: Nach einer butterweichen Flanke von Sifakis stand Chattan goldrichtig und köpfte zum 1:2-Anschluss ein. Der Jubelbrand im Stadion war kurz, aber heiß. "Ich hab nur den Kopf hingehalten, der Rest war Glück und Windrichtung", witzelte Chattan später mit einem Augenzwinkern.

Leider hatte der Wind bald wieder gedreht. Nur zwei Minuten zuvor, in der 70. Minute, hatte Paul La Barre für Midlands Villa bereits das zweite Tor erzielt - ein wuchtiger Schuss aus dem rechten Halbfeld, der Geordies-Keeper Jake Williamson keine Chance ließ. "Ich hab einfach draufgehauen", sagte La Barre lachend, "ich wollte eigentlich flanken, aber das verrate ich dem Trainer lieber nicht."

Die Schlussphase wurde hektisch: Sifakis kassierte in der 83. Minute Gelb für ein übermotiviertes Einsteigen, und kurz darauf wechselte Ratai noch einmal offensiv - Nuno Assis kam für Rhys Simpson. Doch aus den Angriffen wurde nur noch Stückwerk. Statt Ausgleich gab’s in der 90. Minute den Platzverweis: Isaac Craven, der zuvor schon ausgewechselt worden war, hatte sich auf der Bank zu lautstark über eine Schiedsrichterentscheidung beschwert und sah Rot. "Ich hab nur laut geatmet", verteidigte er sich halbherzig, während Ratai entnervt den Kopf schüttelte.

Statistisch war das Spiel fast ausgeglichen - 12:13 Torschüsse, 50:50 in den Zweikämpfen -, doch der Unterschied lag in der Effizienz. Midlands Villa nutzte zwei ihrer Chancen, während Newcastle an sich selbst und an Bartsch scheiterte. Posarnig fasste es nüchtern zusammen: "Wir haben 57 Prozent Ballbesitz - das ist kein Zufall. Wir wollten den Ball, und wir hatten ihn."

Neben den Toren blieb auch ein unschönes Kapitel: In der 18. Minute verletzte sich der 17-jährige Arkadi Gordijuk von Villa kurz nach seiner Einwechslung am Sprunggelenk. Teamarzt und Trainer eilten aufs Feld, während Maier - der später Torschütze - sich hektisch warm machte. "Ich war noch gar nicht richtig auf Betriebstemperatur", meinte Maier, "aber vielleicht war’s genau das Richtige."

Als der Schlusspfiff ertönte, sah man auf Geordies-Seite hängende Köpfe und auf Villa-Seite Jubeltrauben. Ein Auswärtssieg, der zwar nicht glanzvoll, dafür aber clever war. "Wir haben heute nicht schön gespielt, aber effizient", sagte Posarnig mit einem Lächeln, das alles erklärte.

Ratai hingegen suchte Trost in Ironie: "Wenn Schönheit Punkte gäbe, hätten wir drei geholt. Leider zählt nur der Ball, der reingeht."

Ein Abend also, an dem die Zahlen das Geschehen widerspiegelten, aber die Emotionen es überstrahlten: 1:2, drei Tore, eine Rote Karte, ein verletzter Teenager - und ein Hauch von Drama, wie ihn nur englische Winterabende liefern können.

Und irgendwo in Newcastle summte ein Fan leise: "Same old story, lads." Doch selbst der wusste: So schlecht war’s gar nicht. Nur das Ergebnis - das war wieder typisch Geordies.

01.05.643987 21:45
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