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Midlands Villa ringt die Reds nieder - Girifalco wird zum Helden des Abends

Ein nasskalter Montagabend in den Midlands, Flutlicht, 40.960 Zuschauer, und zwei Mannschaften, die nicht an Gemütlichkeit interessiert waren: Midlands Villa gegen die Liverpool Reds. Am Ende jubelte das Heimteam über ein 2:1, das weniger nach Statistik, sondern mehr nach Willen, Wucht und einem Hauch Wahnsinn roch.

Die Reds begannen wie ein britischer Wintersturm - kalt, laut und unangenehm. Schon nach sieben Minuten prüfte James Badham den Villa-Keeper Lasse Bartsch mit einem satten Schuss. Drei Minuten später war es Domingo Zubiaurre, der das Tornetz zittern ließ - allerdings von außen. Trainer Heiner Schneider hatte seine Mannschaft mit einer klar offensiven Marschroute losgeschickt: "Wir wollten früh draufgehen, den Gegner zwingen, Fehler zu machen." Zu Beginn sah das auch ganz danach aus.

Doch Midlands Villa, von Markus Posarnig gewohnt nüchtern eingestellt, hielt dagegen. In der 26. Minute wagte Fabian Maier den ersten ernsthaften Versuch aufs Gäste-Tor, und plötzlich kippte die Partie in jene Art Chaos, das Fußballfans lieben. Villa spielte plötzlich mutiger, die Pässe wurden frecher, das Publikum lauter. Und in der 37. Minute explodierte das Stadion: Außenverteidiger Vincent Montanes rauschte nach vorne, bekam eine butterweiche Flanke von Luís Deco und drosch das Leder zum 1:0 in die Maschen. "Ich dachte zuerst, ich wäre zu weit vorne", grinste Montanes später, "aber dann war’s zu spät, um drüber nachzudenken."

Drei Minuten später allerdings der Dämpfer: Liverpool antwortete prompt. Wieder Badham, diesmal eiskalt nach Vorlage von Sergio Arrondo - 1:1. "Wir waren kurz unkonzentriert", murmelte Posarnig nach dem Spiel. "Vielleicht dachten die Jungs, sie wären schon beim Tee in der Kabine."

Zur Pause war alles offen - und die Statistiker im Presseraum zogen die ersten Linien auf ihren Tablets: 51 Prozent Ballbesitz für Villa, 49 für Liverpool, 13 zu 11 Torschüsse. Ein Spiel auf Augenhöhe.

In Halbzeit zwei wurde es hitziger - und gelber: Marco Hermenegildo sah in der 54. Minute für ein rustikales Einsteigen gegen Devereux die erste Karte, zehn Minuten später folgte Carlo Lago mit einem ähnlich übermotivierten Tritt. Schneider winkte an der Seitenlinie ab: "Die Jungs haben halt Herz - manchmal zu viel davon."

Während Liverpool weiter auf Offensive setzte, lauerte Villa auf die Lücken. Und die kamen. In der 74. Minute war es Leonardo Girifalco, der sich aus 18 Metern ein Herz fasste. Fabian Maier hatte den Ball zuvor clever behauptet, legte ab - und Girifalco drosch ihn mit der Entschlossenheit eines Mannes, der schon dreimal zu oft an die Latte geschossen hatte, ins rechte Eck. 2:1. Der Jubel war ohrenbetäubend.

"Ich hab den Ball perfekt getroffen, ehrlich", sagte Girifalco später, "aber ich hatte auch Glück - normalerweise fliegt der aufs Parkdeck." Ein ehrliches Statement, das sogar Trainer Posarnig ein Schmunzeln abrang.

Die Reds warfen in den Schlussminuten alles nach vorne, Arrondo und Zubiaurre feuerten noch zweimal gefährlich auf das Tor von Bartsch, doch der Schlussmann blieb standhaft. In der Nachspielzeit lag ein Hauch Verzweiflung über den Gästen, während die Heimfans schon "We are Villa" brüllten - nicht synchron, aber laut genug, um die letzten Sekunden zu überstehen.

Nach dem Abpfiff sah man zwei Trainer mit völlig unterschiedlichen Gemütslagen. Markus Posarnig, sonst kühl wie ein Nordseewind, strahlte: "Das war ein Sieg des Kollektivs. Jeder hat gearbeitet, keiner hat sich geschont." Heiner Schneider dagegen suchte die richtigen Worte: "Wir haben gut gespielt, aber Fußball ist kein Schönheitswettbewerb. Heute war Villa einfach abgezockter."

Statistisch betrachtet war das Spiel ein Spiegelbild der Tabelle: dicht, umkämpft, mit leichten Vorteilen für das Heimteam. 51 Prozent Ballbesitz, 13 Schüsse aufs Tor, eine solide Zweikampfquote von 51,6 Prozent. Kein Spektakel, aber ehrlicher Fußball - so, wie ihn die Fans hier lieben.

Und so verließ man das Stadion mit kalten Füßen, aber warmem Herzen. Midlands Villa hatte bewiesen, dass man auch ohne Zauberer im Mittelfeld zaubern kann - manchmal reicht ein Montanes, ein Girifalco und ein bisschen Leidenschaft.

Oder, wie es ein Fan auf der Tribüne nach dem Abpfiff treffend sagte: "Die Reds hatten mehr Ball, wir mehr Herz - und das gewinnt meistens."

16.03.643987 08:45
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