Football Today
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London Blues stolpern gegen Midlands Villa - ein Remis mit Fragezeichen

Ein Punkt, der sich anfühlt wie zwei verlorene: Die London Blues kamen am 11. Spieltag der 1. Liga England zu Hause nicht über ein 1:1 gegen Midlands Villa hinaus. Vor 52.396 Zuschauern an der Stamford Bridge (die Fans nennen sie liebevoll "die alte Lady aus Backstein") begann der Abend verheißungsvoll, endete aber mit gemischten Gefühlen - und einigen fragenden Gesichtern auf beiden Seiten.

"Wir hatten’s eigentlich im Griff", schnaubte Blues-Coach Fabio Rapi nach dem Abpfiff in die Mikrofone. "Aber wer die Dinger nicht reinmacht, kriegt halt irgendwann die Quittung." Der Satz hätte auch als Untertitel zum Spiel getaugt. Denn seine Mannschaft feuerte ganze neun Torschüsse ab, kontrollierte das Geschehen über weite Strecken, während Midlands Villa nur fünfmal gefährlich wurde - dafür aber einmal eiskalt zuschlug.

Dabei hatte alles so gut angefangen: In der 28. Minute rauschte Bradley Hensley über den linken Flügel heran, nahm einen Abpraller elegant mit der Brust und drosch das Leder aus 16 Metern in die lange Ecke - 1:0 für die Blues. "Ich hab einfach mal draufgehalten", grinste Hensley später. "Fabio hat gesagt, wir sollen’s auch mal mit Schießen versuchen. Hat ja geklappt."

Bis zur Pause blieb London tonangebend. Owen Ward und Samuel Forsythe sorgten für Dauerdruck, ihre Schüsse in der 35. und 44. Minute verfehlten das Ziel nur knapp. Midlands Villa dagegen suchte noch nach einer Idee, wie man über die Mittellinie kommt. Trainer Markus Posarnig stand mit verschränkten Armen an der Seitenlinie und murmelte etwas, das klang wie "Das ist kein Schach, Jungs - ihr dürft euch bewegen."

Doch wer Midlands Villa kennt, weiß: Die brauchen manchmal 45 Minuten, um sich zu erinnern, dass sie ja auch Fußball spielen können. Und so kam es, wie es kommen musste: In der 53. Minute kombinierten sich Tamas Fekete und der junge Marcus Prudhomme über die rechte Seite durch. Letzterer fasste sich aus spitzem Winkel ein Herz, traf präzise ins kurze Eck - 1:1. "Ich hab gar nicht gesehen, dass der Ball drin ist", gab Prudhomme hinterher zu. "Ich dachte, der Torwart hätte ihn noch."

Von da an kippte das Spiel. Villa bekam Oberwasser, hielt den Ball länger, während die Blues plötzlich fahrig wurden. Der Ballbesitz - insgesamt 52 Prozent für die Gäste - spiegelte das wider. Dennoch drängten die Hausherren in der Schlussphase auf den Sieg. Rapi wechselte offensiv: Der junge Leo Fairchild kam für den müde gelaufenen Mason Staunton, Connor Lansbury ersetzte den soliden, aber unauffälligen Eric Beauvilliers.

Fairchild sorgte sofort für Wirbel, verpasste in der 61. Minute die erneute Führung nur um Zentimeter. "Ich schwöre, der Ball hat geflirtet mit der Linie", scherzte der 20-Jährige später. Stattdessen kassierte Owen Ward in der 84. Minute noch Gelb, nachdem er sich über einen Einwurf so lautstark beschwert hatte, dass der Schiedsrichter offenbar Angst bekam, seine Pfeife könne schmelzen.

Villa verteidigte das Remis mit Cleverness - oder, wie Rapi es ausdrückte: "Mit elf Mann im eigenen Strafraum und Stoßgebeten an den Fußballgott." Posarnig dagegen sah’s pragmatischer: "Wir haben uns reingekämpft, das ist ein Punkt, den wir mitnehmen. Und wenn Fabio sagt, wir hätten gebetet - nun ja, manchmal hilft’s."

Statistisch gesehen war das Unentschieden nicht unverdient. London hatte mehr Schüsse, war giftiger in den Zweikämpfen (Tacklingquote 52,8 Prozent), doch Midlands Villa spielte abgeklärter, ruhiger, mit der Reife einer Mannschaft, die weiß, dass Geduld manchmal die gefährlichste Waffe ist.

Kurz vor Schluss versuchte es der eingewechselte Lewis Bridges nach einer Ecke von Forsythe noch per Kopf, doch Villas Keeper Oscar Aldecoa klebte am Ball wie ein Magnet. "Ich hab nur gedacht: Bitte nicht jetzt", sagte der Torhüter nach dem Spiel, "mein Herz wollte schon Feierabend machen."

So blieb es beim 1:1 - ein Ergebnis, das beide Trainer unzufrieden zurückließ, aber wohl keinem weh tut. Die Fans der Blues verabschiedeten ihr Team mit höflichem Applaus, die von Midlands Villa sangen ausgelassen auf den Rängen.

Vielleicht war es kein Spiel für die Geschichtsbücher, aber eines für die kleinen Geschichten dazwischen: vom jungen Prudhomme, der zum Helden wurde, vom frustrierten Ward, der den Schiri zur Weißglut brachte, und von Fabio Rapi, der beim Abpfiff nur den Kopf schüttelte und murmelte: "Fußball ist manchmal wie ein schlechter Witz - nur lacht am Ende keiner."

Und so ging ein Londoner Abend zu Ende, an dem beide Teams zwar kämpften, aber keiner gewann - außer vielleicht der neutrale Zuschauer, der sich über 90 Minuten ehrliches Chaos freuen durfte.

16.06.643987 19:04
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