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Liverpool Reds drehen verrücktes Spiel gegen Salamanca CF - 3:2 in letzter Minute

Liverpool - 59.000 Zuschauer im ehrwürdigen Stadion der Reds erlebten einen dieser Abende, an denen man sich fragt, warum man Fußball eigentlich liebt - und dann fällt in der 91. Minute ein Tor, das alles erklärt. Die Liverpool Reds besiegten Salamanca CF mit 3:2, nachdem sie zur Pause noch 1:2 hinten gelegen hatten. Ein Spiel, das von Chaos, Kampfgeist und einem Hauch Wahnsinn lebte.

Dabei hatte es für die Engländer denkbar schlecht begonnen. Schon nach 13 Minuten traf Nestor Pascual für Salamanca, eiskalt nach einem blitzsauberen Konter über die linke Seite. "Wir wollten aggressiv starten, die haben uns eiskalt erwischt", knurrte Liverpool-Trainer Heiner Schneider später. Sechs Minuten später legte Damian Coelho nach, ebenfalls nach einem schnellen Umschaltmoment. Salamanca spielte frech, offensiv und mit spanischer Nonchalance - und Liverpool sah kurzzeitig aus, als hätte jemand den Stecker gezogen.

Doch wer die Reds kennt, weiß: Sie sind nie wirklich tot. Der erste Lebensfunke kam in der 44. Minute, als James Badham, der unermüdliche Rechtsaußen, eine präzise Flanke von Carlo Lago volley ins Netz drosch. Das Stadion explodierte, und Schneider soll an der Seitenlinie "Endlich!" gemurmelt haben, während sein Assistent den vierten Kaffee verschüttete.

Mit 1:2 ging es in die Kabinen. Schneider tauschte zur Pause gleich zweimal: Adam Henderson kam für Sergio Arrondo ins Sturmzentrum, Oliver Beecroft ersetzte den wackligen Corey Robert in der Abwehr. "Ich habe ihnen gesagt: Wenn ihr schon verliert, dann wenigstens mit Würde", grinste der Coach später, "und dann haben sie beschlossen, lieber zu gewinnen."

In der zweiten Halbzeit drehte Liverpool auf - 19 Torschüsse insgesamt sprechen eine deutliche Sprache. Salamanca hielt mit acht Schüssen dagegen, aber der Druck der Reds wurde zunehmend erdrückend. Badham war überall, Henderson rackerte, und Stig Hemmingsen prüfte den Torwart gleich mehrfach aus allen Lagen. Salamanca-Coach Jürgen Mattes versuchte, die Ordnung zu halten, aber seine Gesten an der Seitenlinie erinnerten mehr an einen Dirigenten ohne Orchester.

In der 65. Minute sah Liverpools Duarte Capucho Gelb - wohl mehr aus Frust als wegen echter Härte. "Ich wollte nur zeigen, dass ich noch da bin", sagte er mit einem Schulterzucken. Kurz darauf wechselte Schneider erneut, brachte Lewis Valentine für Capucho, und der neue Mann brachte frischen Schwung.

Die Erlösung kam in der 79. Minute: Wieder war es James Badham, der nach einer unübersichtlichen Szene im Strafraum den Ball irgendwie über die Linie bugsierte. 2:2, und das Stadion kochte. Salamanca antwortete mit einer Gelben Karte für Eduardo Aznar (83.) - ein Symbol dafür, dass die Spanier langsam die Nerven verloren.

Dann die Nachspielzeit. 91. Minute. Freistoß Lago, Millington legt zurück, Lago zieht aus 20 Metern ab - drin! 3:2! Die Fans rissen die Arme hoch, Schneider rannte die Linie entlang, als hätte er gerade die Champions League gewonnen. "Ich habe den Ball einfach mal draufgehalten", sagte Lago später mit einem schiefen Lächeln. "Wenn man so alt ist wie ich, denkt man nicht mehr nach - man schießt einfach."

Salamanca versuchte danach noch einmal alles. Connor Grenier prüfte Keeper Joseph Bernheim mit einem Distanzschuss (94.), Nestor Pascual scheiterte in der 96. Minute knapp. Doch es blieb beim 3:2 - ein Sieg, der nach Arbeit, Willen und einer Prise Glück schmeckte.

Am Ende blickte Schneider zufrieden auf die Statistik: 51 Prozent Ballbesitz, 54 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 19 Torschüsse. Salamanca hatte sich tapfer gewehrt, aber gegen die späte Wucht der Reds war kein Kraut gewachsen.

"Wenn du in Liverpool 2:0 führst, weißt du, dass die Geschichte noch nicht vorbei ist", meinte Mattes nach dem Spiel lakonisch. "Leider wurde sie diesmal von Lago geschrieben."

Und so starteten die Reds mit einem Sieg in die Gruppenphase der Champions League - dramatisch, emotional, typisch Liverpool. Wer an diesem Abend das Stadion verließ, wusste: Fußball kann grausam sein, aber manchmal ist er einfach nur schön.

Schlusswort? Vielleicht dieses: Salamanca spielte groß, Liverpool spielte länger. Und Carlo Lago bewies, dass 33 Jahre kein Alter sind - zumindest nicht, wenn man in der 91. Minute das Stadion explodieren lässt.

29.03.643987 09:12
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Wenn ich den Fans den Stinkefinger zeige, weiß ich, dass ich im nächsten Spiel ausgepfiffen werde. Das macht mich richtig geil auf das Spiel.
Mario Basler
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