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Godinez lässt Burnley jubeln - ein Teenager entscheidet das Eröffnungsspiel

Mit einem Tor, das so leichtfüßig wie frech war, hat der 19-jährige Jacinto Godinez den Burnley Clarets am Montagabend zum Auftaktsieg in der 1. Liga England geschossen. 1:0 gegen die Stoke Potters, 29.223 Zuschauer im Stadion - und eine ganze Stadt, die plötzlich wieder an ihre jungen Wilden glaubt.

Die Partie begann mit dem Elan eines ersten Schultags nach den Ferien: viel Bewegung, wenig Produktives. Burnley war bemüht, das Spiel zu machen, während Stoke sich in gewohnter Manier auf solide Defensive und gelegentliche Vorstöße verlegte. Schon nach fünf Minuten prüfte Godinez den gegnerischen Keeper Tyler Musgrave mit einem kernigen Linksschuss, der jedoch mehr Gefahr für die Werbebande als für das Tornetz darstellte.

Stoke antwortete prompt: Jacob Yilmaz, der flinke Flügelmann der Potters, tauchte in der 13. Minute vor Vincent Landseer auf, doch Burnleys Torwart blieb stoisch wie ein englischer Landhausbutler. "Ich hab ihn einfach angeschaut - und er wurde nervös", grinste Landseer nach dem Spiel.

Die erste Halbzeit verlief dann, nun ja, taktisch ausgewogen. Beide Teams setzten auf "Balanced"-Fußball, was so viel bedeutet wie: keiner wollte zu viel riskieren. Die Clarets hatten mehr vom Ball (53 Prozent), aber wenig Durchschlagskraft. "Wir haben das Spiel kontrolliert, aber den Ball behandelt, als wäre er aus Porzellan", meinte Burnley-Coach Jan Reckert später trocken.

Nach dem Seitenwechsel wurde es lebhafter. Burnleys Mittelfeldmotor Muti Terim zog die Fäden, Demir Saglam und Jaime Montalban wirbelten auf den Flügeln. In der 54. Minute donnerte Godinez den Ball noch in die Arme Musgraves - vier Minuten später machte er es besser.

Die 58. Minute: Leonardo Serra, Innenverteidiger mit italienischem Sinn für Dramatik, eroberte im Mittelfeld den Ball, sah die Lücke und schlug einen butterweichen Pass in die Tiefe. Godinez startete, nahm den Ball mit der Brust an, ließ Louis Lankford ins Leere grätschen und schob eiskalt ein - 1:0 Burnley! Das Stadion explodierte, und der Teenager rannte jubelnd zu den Fans, die ihn feierten, als hätte er gerade die Champions League gewonnen. "Ich hab einfach nicht nachgedacht", sagte Godinez später mit einem Lächeln. "Vielleicht ist das mein Erfolgsrezept."

Stoke versuchte zu antworten, doch blieb in der Offensive zu harmlos. Yilmaz und McGowan hatten zwar noch Chancen (49. und 55. Minute), aber Landseer ließ sich nicht mehr bezwingen. Burnleys Abwehr, angeführt von Serra, verteidigte mit britischer Konsequenz - manchmal auch etwas zu rustikal, wie die Gelbe Karte gegen Serra in der 64. Minute zeigte.

Je länger das Spiel dauerte, desto mehr verlegte sich Burnley aufs Kontern. Godinez blieb der Unruheherd, Harry Madigan tänzelte über rechts, und Terim schoss in der 85. Minute noch einmal knapp vorbei. Stoke-Coach - dessen Name in der Statistik kurioserweise fehlt, vielleicht wollte er nach dem Spiel lieber anonym bleiben - reagierte mit ausdruckslosem Kopfschütteln.

"Wir hatten unsere Momente", murmelte Potters-Stürmer Yilmaz nach Abpfiff. "Aber wenn du vorne nicht triffst, sieht’s halt doof aus." Treffender lässt sich das Spiel nicht zusammenfassen.

Statistisch war Burnley leicht überlegen: 15 Torschüsse zu 7, mehr Ballbesitz, mehr Zweikämpfe gewonnen (53 Prozent). Kein Feuerwerk, aber ein verdienter Arbeitssieg. Trainer Reckert fasste es mit typisch britischem Understatement zusammen: "Wir wollten zeigen, dass wir Fußball spielen können - manchmal ist das ja schon genug."

Für Stoke bleibt die Erkenntnis, dass solide Organisation allein keine Punkte bringt. Und für Burnley? Ein Teenager namens Godinez hat die Bühne betreten - und wenn er so weiterspielt, wird er sie so schnell nicht wieder verlassen.

Am Ende sangen die Fans im weinroten Trikot von einer Rückkehr alter Glorie, während der Abendhimmel über dem Stadion langsam in Nebel tauchte. Burnley lächelte, Stoke fluchte leise - und irgendwo im Presseraum schrieb ein Kollege: "Erste Spieltage sind wie Blind Dates - selten schön, aber manchmal mit Happy End."

Für Burnley war es genau das.

11.11.643993 15:12
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He, Brrrand, du - du bist doch bolitisch, bist du doch, du Grüner, machst auf sozial und hetzt hier den Schirri gegen uns auf.
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