El Peruano
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Atletico Somos dreht das Spiel - Ronaldo und Pinto lassen das Stadion beben

Wenn 20.000 Zuschauer im Estadio de la Costa gleichzeitig aufspringen, weiß man: Entweder ist gerade ein UFO gelandet - oder Atletico Somos hat wieder ein Tor geschossen. Am Sonntagabend war es zum Glück Letzteres. Die Gastgeber gewannen nach frühem Rückstand mit 3:2 gegen CF Jose Aurich und sorgten damit am 2. Spieltag der peruanischen Liga für ein kleines Fußballfest, das von Dramatik, Gelben Karten und einem Platzverweis garniert wurde.

Dabei hatte zunächst alles nach einem ruhigen Abend ausgesehen. Schon in der 15. Minute aber überraschte CF Jose Aurich mit einem blitzsauberen Angriff über Ruben Mendo, der den Ball elegant auf Dirk Sturm durchsteckte. Der Mittelstürmer nahm Maß und traf eiskalt ins linke Eck - 0:1 aus Sicht der Gastgeber. "Ich dachte, der Ball sei schon draußen, aber dann lag er im Netz", gab Somos-Torwart Antonio Peyroteo zerknirscht zu.

Atletico Somos antwortete mit Wut, Wille und einer gehörigen Portion Chaos. Ricardo Suarez drosch in der 12. Minute noch daneben, Sergi Ronaldo scheiterte mehrfach knapp, aber in der 42. Minute war es dann soweit: Ezequiel Fernandes pflügte über die linke Seite, passte scharf in die Mitte, und Fernando Pinto drückte den Ball über die Linie - 1:1. Das Stadion atmete auf. Oder besser gesagt: Es explodierte.

Doch kaum hatten sich die Fans wieder gesetzt, schlug Jose Aurich zurück. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte griff Leandro Djalo über links an, flankte präzise, und Leon Greiner köpfte zum 1:2 ein. "Ich hab’s ihm gesagt: Nicht so frei lassen!", brüllte Somos-Trainer an der Seitenlinie, dessen Worte im Applaus untergingen. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen - und manch einer befürchtete, dass Atletico den Mut verlieren würde.

Aber Somos wäre nicht Somos, wenn sie nicht gerade dann auferstehen würden, wenn alle schon aufgeben wollen. Ab der 60. Minute drückten sie, als gäbe es kein Morgen. Vincent Ortega zog im Mittelfeld die Fäden, eroberte Bälle, verteilte sie klug - und belohnte sich in der 62. Minute mit einem perfekten Pass auf Sergi Ronaldo. Der Altmeister ließ sich nicht zweimal bitten, schlenzte überlegt ins lange Eck - 2:2. "Ich dachte kurz, ich sei 25", grinste Ronaldo nach dem Spiel.

Das Momentum war nun eindeutig auf Seiten der Gastgeber. Aurichs Defensive wackelte, der Ballbesitz war fast ausgeglichen (51 zu 49 Prozent), doch Atletico hatte mit 22 Torschüssen mehr als doppelt so viele Abschlüsse wie der Gegner. Und in der 81. Minute fiel die Entscheidung: Ivan Delgado flankte von rechts, Ronaldo stand goldrichtig und köpfte zum 3:2 ein. Ein Tor, wie man es in Somos noch seinen Enkelkindern erzählen wird.

Danach wurde es hitzig. Der bereits verwarnte Innenverteidiger Albert Yanez sah in der 84. Minute Gelb-Rot, nachdem er Leon Greiner etwas zu leidenschaftlich am Trikot gezupft hatte. "Ich wollte nur helfen, dass er nicht stolpert", verteidigte sich Yanez mit einem Schulterzucken, das mehr Komik als Reue ausdrückte. Atletico rettete die Führung dennoch über die Zeit - mit Herz, Schweiß und gelegentlich auch purem Zufall.

Aurich versuchte in der Schlussphase alles, aber die Pässe kamen nun zu ungenau, und die Beine zu schwer. "Wir haben gut angefangen, aber Somos war gieriger", räumte CF-Coach nach dem Spiel ein.

In den Katakomben herrschte nach Abpfiff ausgelassene Stimmung. Sergi Ronaldo, Mann des Abends mit zwei Toren, wurde von seinen Mitspielern mit Wasser überschüttet. "Nicht Bier?", fragte er lachend, "Dann ist es wohl noch nicht Meisterschaftszeit." Trainer von Atletico (der seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen wollte, weil "meine Frau denkt, ich sei im Büro") fasste es so zusammen: "Wir sind keine Künstler, aber heute haben wir ein Gemälde gemalt."

Ein Spiel, das alles bot, was Fußball so schön macht: frühe Rückschläge, späte Triumphe, ein Hauch von Drama und ein Publikum, das jede Minute mitlebte. Atletico Somos hat mit diesem 3:2-Sieg gezeigt, dass Leidenschaft manchmal die bessere Taktik ist - selbst wenn man am Ende mit einem Mann weniger dasteht.

Und als die Fans nach Abpfiff noch immer sangen und die Flutlichter glühten, blieb nur eine Frage offen: Wenn das erst der 2. Spieltag war - wie soll das Ganze erst enden?

10.06.643990 19:40
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Was der Rudi Bommer heute mit seinen 800 Jahren geleistet hat, war schon phänomenal.
Dragoslav Stepanovic
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