Tuttosport
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Albinoleffe tanzt Mantova aus - 2:0 der klaren Sorte

61211 Zuschauer in Bergamo erlebten am Freitagabend einen Fußballabend, wie ihn die Heimfans lieben: viel Einsatz, viele Chancen - und endlich auch Tore. UC Albinoleffe besiegte Mantova Calcio im Rahmen des 9. Spieltags der 1. Liga Italien mit 2:0 (2:0) und kletterte damit zumindest vorübergehend in die obere Tabellenhälfte. Mantova dagegen wirkte über weite Strecken wie ein Team, das die Anstoßzeit verwechselt hatte.

Von Beginn an war klar, wer hier das Kommando übernehmen wollte. Albinoleffe-Trainer Danek Petri hatte seine Elf offensiv eingestellt - "Warum auch nicht? Wir spielen zuhause, und Tore zählen mehr als Ballbesitzstatistiken", grinste er nach der Partie. Tatsächlich überließ sein Team Mantova mit 47 zu 53 Prozent den Ball, aber in den entscheidenden Momenten bestimmten die Blau-Weißen das Geschehen.

Schon in der sechsten Minute prüfte Rene Doucet Mantovas Torwart Fabrizio Caloveto - ein strammer Schuss, den der Keeper gerade noch an den Pfosten lenkte. Kurz danach folgten Versuche von Arnau Semprun und Sefa Tekke, doch das Netz wollte noch nicht zittern. Mantova kam in dieser Phase kaum aus der eigenen Hälfte heraus, und wenn doch, dann meist durch Karsten Böttcher, der in der 16. Minute mit einem Distanzschuss immerhin für ein Raunen im Stadion sorgte.

Die Entscheidung fiel dann kurz vor der Pause - und zwar doppelt. In der 42. Minute fasste sich Marco Pauleta ein Herz, zog aus 20 Metern ab und traf, wie er später lachend sagte, "genau da, wo ich eigentlich gar nicht hinziehen wollte". Der Ball schlug unhaltbar im rechten Winkel ein - 1:0. Nur drei Minuten später legte Joaquin Bischoff nach, diesmal nach feiner Vorarbeit von Doucet. Mantovas Hintermannschaft sah dabei eher nach Statistenrolle aus.

"Wir haben in der ersten Halbzeit geschlafen, und in der zweiten sind wir nicht mehr aufgewacht", sagte Mantovas Kapitän Sascha Schuster trocken. Und tatsächlich: Nach dem Seitenwechsel bemühte sich das Team aus der Lombardei zwar um Struktur, doch gegen Albinoleffes aggressives Pressing fanden sie keine Mittel.

Petri brachte zur zweiten Halbzeit den jungen Emanuel Munk für Tobias Schumann, später auch den 20-jährigen Massimo Righi, der prompt zwei gefährliche Abschlüsse hatte (57. und 68. Minute). "Ich dachte, ich darf vielleicht zehn Minuten laufen und dann wieder runter. Stattdessen hat der Trainer mich gleich zwei Mal flanken lassen - verrückt!", scherzte der Nachwuchsspieler nach Abpfiff.

Mantova dagegen blieb harmlos. Drei Torschüsse in 90 Minuten - mehr Statistik als Gefahr. Als Salvatore Basile in der 87. Minute aus der Distanz abdrückte, griff Albinoleffe-Keeper Stefano Castello zum ersten Mal richtig zu - und tat es mit einer Lässigkeit, die das Publikum mit Applaus bedachte.

Die Gastgeber hätten das Ergebnis leicht höher schrauben können. Tekke scheiterte gleich dreimal am glänzend reagierenden Caloveto (11., 13., 50.), und auch Doucet hatte in der 73. Minute Pech, als sein Schuss nur Zentimeter am Pfosten vorbeistrich. Doch das Publikum nahm es mit Humor: "Hauptsache, der Ball bleibt bei uns", rief ein Fan lachend, während Trainer Petri an der Seitenlinie demonstrativ die Uhr betrachtete.

Nach dem Schlusspfiff wirkte der Siegtrainer zufrieden, aber nicht euphorisch: "Wir haben gut gespielt, aber eben nur eine Halbzeit. Wenn wir so anfangen, wie wir aufgehört haben, wird’s nächste Woche schwieriger." Mantovas Coach - der sich nach der Partie nicht äußern wollte - soll laut Vereinskreisen "tief in Gedanken versunken" gewesen sein.

Mit 13 zu 3 Torschüssen und einer Zweikampfquote von knapp 57 Prozent war Albinoleffe statistisch wie spielerisch klar überlegen. Der Sieg war verdient - und vielleicht sogar zu niedrig. Die Fans skandierten nach dem Abpfiff den Namen von Torschütze Pauleta, dessen Treffer das Spiel öffnete.

Ein älterer Anhänger auf der Tribüne fasste es mit einem Grinsen zusammen: "Endlich wieder ein Freitag, an dem man nicht schon nach 20 Minuten heimgehen will."

Und so blieb es beim 2:0, das in den Zahlen nüchtern aussieht, in der Realität aber ein kleiner Fußballabend voller Herz, Humor und Pressingfreude war. Wenn Albinoleffe so weitermacht, wird Bergamo demnächst öfter zum Ort gepflegter Heimsiege - und Mantova sollte vielleicht beim nächsten Mal den Wecker etwas früher stellen.

21.04.643987 22:50
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