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Tasmania Berlin tanzt Warnemünde schwindelig - 3:0 und ein Abend zum Genießen

Berlin, 23. März 2026 - 43.860 Zuschauer im Berliner Stadion sahen an diesem kühlen Frühlingsabend ein Spiel, das nur in der ersten Halbzeit knapp wirkte - und das am Ende doch eine klare Sache wurde. Tasmania Berlin besiegte den SV Warnemünde mit 3:0 (0:0) und hätte, ehrlich gesagt, auch gut doppelt so hoch gewinnen können.

Schon nach drei Minuten prüfte Louis Gebhardt mit einem satten Linksschuss den jungen Finn Bertram im Gästetor, der sein Bundesliga-Debüt bestritt. Der 21-Jährige parierte glänzend, und die Warnemünder Bank atmete kollektiv auf. "Da dachte ich: Wenn der so weitermacht, wird’s ein langer Abend für uns", grinste Tasmania-Coach Michael Meister später.

Tasmania diktierte von Beginn an das Geschehen, 59 Prozent Ballbesitz, 19 Torschüsse - die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Warnemünde? Ohne jeden Abschluss aufs Tor. "Wir wollten offensiv spielen", erklärte Gäste-Trainer Horst Horstmann mit einem gequälten Lächeln, "aber irgendwann haben wir gemerkt, dass das mit dem Ball auch was zu tun hat."

In der ersten Halbzeit verzweifelten die Berliner noch an der eigenen Ungenauigkeit. Cesc Quaresma drosch den Ball mehrfach knapp vorbei, Goran Ilicevic scheiterte gleich zweimal aus bester Position. In der 27. Minute flog ein Schuss von ihm so knapp über die Latte, dass der Linienrichter schon reflexartig auf Tor zeigte - allerdings nur, um sich dann verlegen die Fahne zu krallen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht - nur das Ergebnis. In der 52. Minute fiel endlich das längst überfällige 1:0: Ilicevic legte quer, Michael Konrad zog trocken ab - keine Chance für Bertram. Der 32-Jährige breitete die Arme aus wie ein Straßenkünstler nach gelungener Jonglage. "Das ist so ein Moment, wo du weißt: Heute geht was", sagte Konrad später, immer noch mit leichtem Grinsen.

Sechs Minuten später war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen. Nach einer Ecke von Santiago Corona stieg Cesc Quaresma am höchsten und köpfte zum 2:0 ein. "Ich hab nur kurz gezwinkert, und der Ball war drin", witzelte der Portugiese nach dem Spiel. Tatsächlich war es das Symbolbild des Abends: Berlin obenauf, Warnemünde unter Druck.

Horstmann versuchte es mit frischem Personal - zunächst kam der erfahrene Linksverteidiger Marcos Goncalves für den überforderten 17-jährigen Phillip Krug, später durfte der ebenfalls 17-jährige Hans Funk noch etwas Erstligaluft schnuppern. Doch auch das brachte keine Wende. Warnemünde schien jeden Zweikampf mit leichter Verspätung zu führen, eine Tacklingquote von 39 Prozent spricht Bände.

Tasmania dagegen blieb spielfreudig. Louis Gebhardt und Pal Huszti wirbelten über die Flügel, Xavi Celis mischte hinten mit rustikaler Entschlossenheit mit - allerdings kassierte er dafür auch Gelb in der 70. Minute. "Ich hab den Ball gespielt", behauptete Celis später, "nur war der Ball halt schon weg."

In der Nachspielzeit setzte Pal Huszti den Schlusspunkt. Nach feinem Zuspiel von Gebhardt schlenzte der 32-Jährige den Ball ins lange Eck - 3:0 in der 94. Minute. Die Fans auf den Rängen sangen längst, und Trainer Meister klatschte jeden seiner Spieler ab, als wolle er sicherstellen, dass wirklich alle verstanden hatten, wie gut das war.

"Wir hätten vielleicht noch mehr Tore machen können", meinte Meister hinterher. "Aber drei sind auch schön. Und ehrlich: Ich mag saubere Ergebnisse." Sein Gegenüber Horstmann fasste das Spiel trocken zusammen: "Wenn du keinen Torschuss hast, ist das mit dem Gewinnen schwierig."

So war es ein Abend, an dem Tasmania Berlin erwachsen, abgeklärt und spielfreudig wirkte - während der SV Warnemünde noch ein bisschen wie die Schülertruppe, die gerade das Klassenzimmer gewechselt hat.

Und als die Flutlichter langsam erloschen, sagte ein älterer Herr auf der Tribüne zu seinem Nachbarn: "Weißt du, früher hat Tasmania in der Bundesliga verloren wie am Fließband. Heute gewinnen sie. Ich glaub, ich werd alt." Vielleicht stimmt das. Oder vielleicht ist Tasmania Berlin einfach wieder da, wo sie hingehören - mitten im Rampenlicht.

31.01.643994 15:32
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