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Promotion League A | 29. Spieltag | 09.09.26 | Seefeld Zürich - FC Ascona 3:1 Schon um 20.30 Uhr legte Seefeld los. Die Gastgeber standen zunächst ausgewogen, verzichteten auf großes Pressing und bauten ihr Spiel geduldig auf. Das klang in der Theorie nach einer ruhigen Angelegenheit. In der Praxis bedeutete es: Angriff auf Angriff, Schuss auf Schuss. Nach 17 Minuten war es Phillip Leclair, der eine Vorlage von Lucas Fink zum 1:0 verwertete. Fink hatte zuvor bereits selbst auf das Tor geschossen - offenbar wollte er den Treffer lieber vorbereiten, statt ihn selbst zu nehmen. "Lucas hat gesagt, ich soll einfach den Fuß hinhalten", erzählte Leclair nach dem Abpfiff. "Ich dachte, das sei ein Scherz. Zum Glück war es einer von den guten." Ascona, von Trainer Ezequiel Gargano offensiv eingestellt, versuchte mit kurzen Pässen und aktivem Pressing dagegenzuhalten. Doch gegen Seefelds kontrollierte Ballzirkulation wirkte das bisweilen wie der Versuch, einen Wasserfall mit einem Teesieb aufzuhalten. Die Zürcher hatten 60,3 Prozent Ballbesitz und kamen insgesamt auf 20 Torschüsse. Ascona brachte es auf vier. Kurz vor der Pause schlug Seefeld erneut zu. In der 44. Minute erhöhte Janis Steiner nach Vorarbeit von Bernard Fritzsche auf 2:0. Es war der passende Schlusspunkt einer ersten Halbzeit, in der die Gastgeber das Spiel fest im Griff hatten. Ascona hatte zwar die offensive Marschroute beibehalten, fand aber kaum Wege in Richtung Tor. "Wir wollten mutig bleiben", soll Gargano in der Kabine gesagt haben. "Mutig heißt allerdings nicht, dass man den Gegner zum Schießen einlädt." Nach dem Seitenwechsel zeigte Ascona zunächst mehr Leben. Mike Kluge und Loris Degano prüften die Seefelder Defensive, doch der Anschluss blieb aus. Stattdessen traf Seefeld in der 57. Minute zum dritten Mal: Bernard Fritzsche vollendete nach Zuspiel von Steiner. Das Zusammenspiel der beiden funktionierte so reibungslos, dass man beinahe den Eindruck bekam, sie hätten die Szene bereits beim Aufwärmen geprobt. Fritzsche, der anschließend mehrfach selbst den Abschluss suchte, blieb bescheiden: "Janis hat den Ball perfekt serviert. Ich musste nur noch dafür sorgen, dass er nicht beleidigt wieder zurückrollt." Ascona gab sich dennoch nicht auf. In der 69. Minute verkürzte Marcel Michael nach Vorlage von Sascha Picard auf 1:3. Plötzlich war für einige Minuten wieder Spannung im Stadion. Die Gäste rückten auf, Seefeld ließ sich etwas zurückfallen - und Trainer Gargano schob seine Mannschaft weiter nach vorn. Doch die Zürcher fanden schnell zurück in ihren Rhythmus. Weitere Chancen durch Lucas Fink, Louis Deschanel, Christian Bergen und Bernard Fritzsche machten klar: Der Anschlusstreffer war eher ein höflicher Zwischenruf als eine echte Wende. Die Schlussphase wurde für Ascona zusätzlich unangenehm. Phillipp Bertram sah in der 90. Minute nach seiner zweiten Verwarnung Gelb-Rot. Zuvor waren bereits Sascha Picard, Bertram, Jerome Arndt und Swen Picard verwarnt worden. Seefeld blieb dagegen diszipliniert und brachte den Sieg ohne größere Aufregung über die Zeit. Am Ende standen 3:1 Tore, 20:4 Torschüsse und ein Abend, an dem Seefeld Zürich deutlich mehr als nur drei Punkte sammelte. Ascona hatte offensiv begonnen, kämpferisch geendet - und dazwischen vor allem zugesehen, wie der Gegner Fußball spielte. geschniegelt war das nicht immer, aber höchst wirkungsvoll. 10.09.2026 21:52 |
Sprücheklopfer
Zum Glück ist die Mannschaft nach dem Spiel besser ins Spiel gekommen.
Andreas Brehme