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SC Bex erlebt furiosen Ascona-Start und verliert mit 1:3

Promotion League A | 21. Spieltag | 01.09.26 | SC Bex - FC Ascona 1:3

Der FC Ascona hat am 21. Spieltag der Promotion League A beim SC Bex einen Blitzstart hingelegt und sich mit 3:1 durchgesetzt. Vor 5000 Zuschauern war die Partie bereits nach einer guten halben Stunde entschieden - zumindest auf der Anzeigetafel. Der Ballbesitz sprach zwar später für Bex, die gefährlicheren Argumente hatte jedoch fast durchgehend der Gast aus Ascona.

Um 20.30 Uhr war der Abend noch jung, doch der FC Ascona offenbar schon hellwach. Bereits in der zweiten Minute prüfte Marcel Michael den Torhüter des SC Bex. Pascal Schäfer legte fünf Minuten später nach, Jerome Preuss zielte in der neunten Minute ebenfalls in Richtung Tor. Bex hatte zu diesem Zeitpunkt zwar noch keinen Grund zur Panik, aber durchaus Anlass, die Fenster zu verriegeln.

In der zehnten Minute sah Philip Frankowski die Gelbe Karte. Drei Minuten später wurde es für die Gastgeber noch ungemütlicher: Mike Kluge traf zum 1:0 für Ascona. Der linke Angreifer vollendete eine Aktion, die von Phillipp Bertram vorbereitet worden war. Kaum war der Jubel verklungen, schlug Ascona erneut zu. In der 14. Minute erhöhte Loris Degano auf 2:0, nachdem Jerome Arndt die Vorarbeit geliefert hatte.

"Wir wollten von Anfang an präsent sein", sagte Asconas Trainer Ezequiel Gargano sinngemäß nach dem Spiel. "Dass wir dabei gleich zweimal so präsent waren, war natürlich nicht eingeplant - aber wir haben uns auch nicht beschwert." Der Humor des Trainers war verständlich. Seine Mannschaft spielte offensiv, kombinierte zunächst sicher und setzte Bex mit kurzen Pässen und aktivem Pressing unter Druck. Fußball kann manchmal erstaunlich einfach aussehen, wenn eine Mannschaft all das tut, was die andere gerade nicht schafft.

In der 24. Minute folgte der nächste Rückschlag für Bex. Pascal Schäfer, der zuvor bereits mehrfach auf das Tor geschossen hatte, belohnte seinen unermüdlichen Vorwärtsdrang mit dem 3:0. Der 36-jährige Mittelstürmer wirkte dabei wie jemand, der beschlossen hatte, die komplette Statistikabteilung persönlich zu beschäftigen.

Doch der SC Bex antwortete prompt. Nur zwei Minuten später verkürzte Christoph Thomas auf 1:3. Philip Frankowski hatte die Szene vorbereitet, Thomas schloss als rechter Mittelfeldspieler erfolgreich ab. Plötzlich war wieder Leben im Stadion. Ein Zuschauer hinter der Bande soll gerufen haben: "Jetzt bitte nicht noch einmal drei Tore in zwei Minuten!" Ein verständlicher Wunsch, wenn auch taktisch eher bescheiden formuliert.

Bex übernahm anschließend zunehmend den Ball. Am Ende standen 58,2 Prozent Ballbesitz für die Hausherren zu Buche. Das Problem: Besitz ist nicht automatisch Besitzanspruch. Während Bex den Ball zirkulieren ließ, blieb Ascona zielstrebiger. Die Gäste kamen insgesamt auf 21 Torschüsse, Bex lediglich auf sieben. Auch in den Zweikämpfen hatte Ascona mit einer Quote von rund 56 Prozent die Nase vorn.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Bex, den Druck zu erhöhen. Stephane Rodriguez schoss in der 49. Minute, Petar Dudic prüfte Ascona wenig später, und Marcus Bettencourt sorgte in der 77. Minute noch einmal für einen gefährlichen Moment. Doch Ascona verteidigte aufmerksam und ließ den Gastgeber nie wirklich an den Ausgleich glauben. "Wir hatten den Ball, aber Ascona hatte die besseren Antworten", lautete die sinngemäße Einschätzung aus dem Bex-Lager.

Gargano wechselte in der zweiten Halbzeit dreimal und brachte unter anderem Philip Kunz, Yves Göbel und Dimitar Slawkow. Seine Mannschaft schaltete angesichts der Führung vom aktiven Pressing auf kontrollierteres Verhalten um. Das war weniger spektakulär, aber ausgesprochen vernünftig - und Vernunft ist im Fußball bekanntlich oft der unauffälligste Weg zum Erfolg.

So blieb es beim 1:3 (1:3). Bex hatte mehr Ball, Ascona mehr Wucht. Für die Gastgeber bleibt die Erkenntnis, dass man ein Spiel auch gewinnen möchte, wenn man den Ball schon so höflich herumreicht. Ascona dagegen nahm drei Punkte mit - und vermutlich auch die beruhigende Gewissheit, dass frühes Aufstehen sich manchmal lohnt.

01.09.2026 21:07
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