// Startseite
| Voetbal International |
| +++ Sportzeitung für Niederlande +++ |
|
|
|
Eerste Divisie | 32. Spieltag | 12.09.26 | SBV Rotterdam - SC Emmen 4:0 Rotterdam begann offensiv, ohne dabei kopflos zu wirken. Die Gastgeber kombinierten mit kurzen Pässen, suchten geduldig die Lücken und schossen trotzdem schon nach wenigen Sekunden auf das Tor. Nach zwei Minuten hatte Max Lujan die erste Möglichkeit, kurz darauf prüfte auch Dirk Hansen den Emmener Schlussmann. Die Botschaft war früh klar: SBV wollte nicht lange diskutieren. In der 21. Minute wurde aus dem Vorhaben Realität. Dirk Hansen setzte sich auf der linken Seite durch und bediente Louis Tremblay. Der 30-Jährige blieb im rechten Angriff cool und traf zum 1:0. "Ich habe eigentlich nur darauf gewartet, dass der Ball endlich dahin kommt, wo ich ihn haben wollte", sagte Tremblay später mit jener Bescheidenheit, die Fußballer gern zeigen, nachdem sie gerade 23.952 Menschen zum Jubeln gebracht haben. Emmen hatte mehr vom Ball - 55,8 Prozent standen am Ende zu Buche. Doch Ballbesitz ist bekanntlich kein Pfandbon, den man an der Anzeigetafel gegen Tore eintauschen kann. Die Gäste kamen vor der Pause kaum gefährlich in die Nähe des Tores von Jitzchak Cohen. Rotterdam lag trotz nur 44,2 Prozent Ballbesitz vorn und wirkte dabei deutlich zielstrebiger. "Wir wollten kompakt bleiben und im richtigen Moment zuschlagen", erklärte Trainer Bock angeblich mit unbewegter Miene. "Dass der richtige Moment dann ungefähr viermal kam, nehmen wir natürlich mit." Der Satz passte zum Spiel: Rotterdam blieb offensiv eingestellt, setzte aber nicht auf blindes Anrennen. Emmen hingegen spielte ausgewogen, presste praktisch gar nicht und ließ den Gastgebern damit erstaunlich viel Komfort. Nach dem Seitenwechsel wurde es für Emmen ungemütlich. In der 58. Minute erhöhte Alberto Pacos auf 2:0, nachdem Milan Nemeth die Vorarbeit geleistet hatte. Zwei Minuten später war Pacos erneut zur Stelle - diesmal nach Zuspiel von Hansen. 3:0. Der Mittelstürmer hatte innerhalb von 120 Sekunden mehr Wirkung entfaltet als Emmen in weiten Teilen der Partie. Die Gäste versuchten, sich aufzubäumen. Vincent Buffet und Koenraad Tenbrook gaben kurz nach Wiederbeginn Schüsse ab, später probierten es Elmo Van Vechten und Leonid Petrow. Insgesamt brachte Emmen allerdings nur vier Torschüsse zustande. Rotterdam kam auf 14 - eine Statistik, die den Spielverlauf ziemlich unhöflich, aber zutreffend zusammenfasst. Bock wechselte nach einer Stunde doppelt und brachte unter anderem den erst 17-jährigen Jouke Houghtailing. Der Teenager sah zwar in der 79. Minute Gelb, sorgte aber weiter für Unruhe und hatte kurz vor Schluss selbst noch eine Möglichkeit. Auf der anderen Seite musste Yanik Franke nach einer Verletzung in der 82. Minute vom Feld. Godewyn Dag übernahm. In der 89. Minute setzte Max Lujan den Schlusspunkt. Noach Buckhout, ebenfalls erst 17 Jahre alt, bereitete den Treffer vor. 4:0 - und im Stadion durfte endgültig jeder so tun, als habe er diesen Abend exakt vorhergesagt. Rotterdam gewann nicht nur deutlich, sondern auch mit bemerkenswerter Effizienz. Vier Tore aus 14 Torschüssen, dazu 55,1 Prozent gewonnene Zweikämpfe: Das war kein zufälliger Kantersieg, sondern ein sauber ausgeführter Plan. Emmen hatte den Ball. Rotterdam hatte die Antworten. Und am Ende vor allem die Tore. 12.09.2026 21:50 |
Sprücheklopfer
Ich habe fertig.
Giovanni Trappatoni