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Eerste Divisie | 2. Spieltag | 18.09.26 | SBV Rotterdam - Feyenorth Rotterdam 3:2 Schon in der 8. Minute gab Alberto Pacos den Ton an. Der Mittelstürmer prüfte Feyenorths Torwart Isidoro Solana und sollte an diesem Abend noch häufiger in Erscheinung treten als mancher Zuschauer beim Blick auf die Stadionuhr. SBV war von Beginn an offensiver ausgerichtet, schoss aus allen möglichen Lagen und brachte es am Ende auf 20 Torschüsse. Feyenorth hielt dagegen - zumindest beim Ballbesitz. 55,2 Prozent gehörten den Gästen, doch Ballbesitz ist bekanntlich die höfliche Formulierung für: Man hatte den Ball, wusste aber nicht immer, wohin damit. Nach weiteren Chancen durch Vitor Costinha, Max Lujan und sogar Innenverteidiger Catalin Bostina schlug SBV in der 37. Minute zu. Milan Nemeth bereitete vor, Pacos vollendete zum 1:0. Auf der Tribüne soll ein Fan seinem Nebenmann zugerufen haben: "Jetzt bloß nicht anfangen, vernünftig zu spielen!" Ein weiser Zwischenruf, wie sich zeigen sollte. Feyenorth blieb ruhig und wurde kurz vor der Pause belohnt. In der 44. Minute traf Alexandre Blum nach Vorlage von Bastiaan Van Tassel zum 1:1. Der Ausgleich fiel zu einem Zeitpunkt, als SBV eigentlich die Kontrolle hatte - also genau dann, wenn Fußball beschließt, die Tabellenkalkulation zu beleidigen. Trainer Leonq Bock hatte seine Mannschaft offensiv und mit starker Zweikampfführung eingestellt. Feyenorth-Coach Marco Schneider setzte dagegen auf eine ausgewogene Ordnung, vorsichtiges Passspiel und zunächst keinerlei Pressing. Das funktionierte phasenweise, doch nach Wiederbeginn wurde der Druck der Gastgeber zu groß. In der 56. Minute erzielte Ulf Kjär nach Zuspiel des erst 18 Jahre alten Jouke Ampte das 2:1. Kjär hatte zuvor bereits mehrfach den Abschluss gesucht und wirkte nun erleichtert, dass der Ball endlich nicht mehr nur Bekanntschaft mit dem Torwart machte. "Wir wollten mutig bleiben", soll Bock später gesagt haben. "Manchmal war der Mut allerdings schneller als unsere Ordnung." Eine treffende Zusammenfassung für ein Spiel, in dem SBV immer wieder nach vorn stürmte, während Feyenorth den freien Raum suchte. Die Gäste kamen zurück. In der 70. Minute glich Robert Washington nach Vorlage von Riley Lansbury zum 2:2 aus. Feyenorth hatte damit aus nur sechs Torschüssen zwei Treffer gemacht - eine bemerkenswerte Effizienz und vermutlich der Grund, warum sich die Statistikabteilung der Gastgeber zwischenzeitlich lieber hinter einem Vorhang versteckte. Doch SBV antwortete erneut. In der 81. Minute traf ausgerechnet Linksverteidiger Eugenius Oudekirk zum 3:2, vorbereitet von Pacos. "Ich bin hinten eigentlich ganz zufrieden", soll Oudekirk mit einem Grinsen bemerkt haben. "Aber vorne ist es offenbar auch ganz nett." Die letzten Minuten gehörten dem Zittern: Feyenorth drängte, SBV verteidigte mit großer Energie und gewann insgesamt 54,8 Prozent der Zweikämpfe. In der 90. Minute flog Feyenorths Innenverteidiger Arjen Buckhout mit Rot vom Platz. Ein bitterer Schlusspunkt für die Gäste, die bis zuletzt an den Ausgleich glaubten. SBV brachte den Vorsprung über die Nachspielzeit und feierte einen Sieg, der vor allem eines war: laut, offensiv und vollkommen ungeeignet für Menschen mit schwachen Nerven. Fazit: Feyenorth hatte mehr Ball, SBV hatte mehr Ideen. Und am Ende drei Tore - die kleinste, aber entscheidende Form der Mathematik. 18.09.2026 21:07 |
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