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Pauleta-Show in Haarlem: SC bezwingt die Flevo Boys mit 3:1

Ein lauer Januarabend, 20.30 Uhr, Flutlicht über dem Stadion von Haarlem - 32.000 Zuschauer, die sich fragten, ob ihr Team an diesem 12. Spieltag der 1. Liga Niederlande endlich wieder die Spielfreude der letzten Wochen zeigen würde. Die Antwort kam früh, präzise und mit portugiesischem Akzent: Javier Pauleta.

Der flinke Rechtsaußen des SC Haarlem war an diesem Abend nicht zu stoppen. Schon in der 17. Minute zappelte der Ball im Netz, nachdem Filipe Morte - mit mehr Gefühl im Fuß als in manchem Liebesbrief - den Ball in den Lauf von Pauleta steckte. Der 26-Jährige blieb eiskalt und schlenzte das Leder über den herauseilenden Keeper Hanson Groot. Die Fans jubelten, der Stadionsprecher überschlug sich fast, und Trainer Simon Schneeberger grinste breit: "Wir haben uns vorgenommen, früh Druck zu machen - aber ehrlich gesagt, das ging sogar mir ein bisschen zu schnell."

Elf Minuten später wiederholte sich das Schauspiel. Diesmal kam der Pass von Youngster Pim Groat, 19 Jahre jung, der sich nach dem Spiel noch ungläubig die Haare raufte: "Ich wollte eigentlich flanken, aber Javier hat halt einen Riecher für alles, was rollt." Pauleta nahm den Ball mit der Brust, ließ einen Verteidiger ins Leere rutschen und verwandelte trocken zum 2:0. Haarlem war nun die klar spielbestimmende Mannschaft - und das, obwohl der Ballbesitz mit 50,1 Prozent beinahe ausgeglichen blieb.

Die Flevo Boys wirkten zu diesem Zeitpunkt wie Gäste auf einer Party, bei der sie niemand wirklich eingeladen hatte. Einziger Lichtblick: Ellis Payne, der schnelle linke Flügelmann, versuchte mit ein paar beherzten Vorstößen, Leben in die Sache zu bringen. Doch spätestens an Haarlems Innenverteidiger Jacob Schröder war meist Schluss - bis dieser in der 48. Minute verletzt vom Platz musste. Ein Schreckmoment für die Gastgeber, der allerdings durch den eingewechselten Humberto Santos souverän aufgefangen wurde.

Kurz nach der Pause legte Haarlem nach. In der 56. Minute zog Niels Vandervliet von links nach innen, spielte einen Doppelpass mit Rikki Roorback - und hämmerte den Ball aus 18 Metern in den Winkel. Ein Traumtor, das selbst die gegnerischen Fans kurz zum Applaus verleitete. 3:0, Spiel entschieden. Schneeberger kommentierte trocken: "Wenn der Niels so trifft, darf er das nächste Mal auch den Freistoß aus 40 Metern nehmen."

Die Flevo Boys gaben sich aber nicht kampflos geschlagen. Nach einer Gelben Karte für Julien Bethune (64.) - "Ich wollte nur zeigen, dass wir noch da sind", erklärte er später mit einem schiefen Lächeln - kam das Team in der Schlussphase zu einigen Chancen. Insgesamt neun Torschüsse verzeichnete die Statistik, und in der 85. Minute belohnte sich Payne endlich. Nach schöner Vorarbeit von Edoardo Montauro zog er von links ab und verkürzte auf 3:1. Der Ehrentreffer kam zu spät, aber wenigstens blieb den Boys die Null erspart.

"Das Tor fühlt sich gut an, aber ehrlich, wir waren heute einfach zu brav", meinte Payne später in der Mixed Zone. Sein Trainer, dessen Name in den Unterlagen kurioserweise nicht auftauchte, ergänzte nur knapp: "Man kann nicht gewinnen, wenn man den Gegner so viel Raum lässt - und Pauleta sowieso nicht."

Haarlem spielte die letzten Minuten souverän herunter. Selbst als Santos in der Nachspielzeit noch zweimal aufs Tor drosch (91. und 92. Minute), blieb die Stimmung locker. Die Zuschauer sangen, die Ersatzspieler klatschten, und irgendwo auf der Tribüne hörte man einen älteren Fan murmeln: "Das war wieder Fußball, wie er sein soll - mit Herz, Schweiß und einem Torjubel, der die Nachbarn weckt."

Am Ende stand ein verdienter 3:1-Erfolg, 15 Torschüsse für Haarlem, 50 Prozent Ballbesitz und eine Mannschaft, die mit sichtbarer Freude spielte. Pauleta durfte den Spielball mit nach Hause nehmen - und kündigte schmunzelnd an: "Den bekommt meine Katze. Die liebt Bälle fast so sehr wie ich."

Schneeberger indes blickte schon nach vorn: "Wir genießen das kurz, aber nächste Woche wartet ein anderes Kaliber. Und dann müssen wir zeigen, dass wir auch auswärts tanzen können."

Ein Abend, an dem Haarlem nicht nur drei Punkte, sondern auch die Herzen der Fans gewann. Und die Flevo Boys? Die sollten vielleicht beim nächsten Mal früher aufwachen - spätestens dann, wenn Pauleta wieder zum Anlauf ansetzt.

26.05.643987 11:42
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