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Prva Liga | 4. Spieltag | 14.08.26 | FK Novi Pazar - Batan Zrenjanin 1:1 Dabei begann die Partie um 20.30 Uhr durchaus vielversprechend. Batan Zrenjanin, von Trainer Azu Black offensiv eingestellt, suchte früh den Weg nach vorn. Jean-Pierre Gaudin prüfte bereits in der ersten Minute die Aufmerksamkeit der Novi-Pazar-Abwehr. Die war offenbar noch nicht vollständig aus dem Feierabendmodus zurück, fing sich aber schnell. Novi Pazar antwortete mit Jesper Ohlsson, der in der siebten Minute erstmals auf das Tor zielte. Der flinke linke Angreifer blieb auch danach ein ständiger Unruheherd. In der 18. Minute versuchte es Slobodan Jevtic aus dem zentralen Mittelfeld, zwölf Minuten später war erneut Ohlsson an der Reihe. Es war kein Feuerwerk, eher ein gepflegtes gegenseitiges Anzünden von Wunderkerzen. Batan blieb gefährlich. Owen Greaves kam in der 32. und 41. Minute zu Abschlüssen, Gaudin hatte zwischenzeitlich ebenfalls eine Gelegenheit. Dennoch ging es torlos in die Pause. "Wir wollten geduldig bleiben", soll Novi Pazars Mittelfeldspieler Jevtic später gesagt haben. "Geduldig waren wir. Vielleicht ein bisschen zu geduldig." Ein Satz, der vermutlich in jeder Kabine dieses Landes schon einmal gefallen ist - meistens kurz vor dem Hinweis, jetzt müsse man aber wirklich anfangen. Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie Fahrt auf. In der 52. Minute schlug Gaudin zu. Der Angreifer von Batan Zrenjanin traf zur Führung, vorbereitet von Darko Obradovic. Es war der Lohn für den mutigen Auftritt der Gäste, die ihre offensive Grundausrichtung konsequent beibehielten. Gaudin hatte zuvor bereits mehrfach den Abschluss gesucht und zeigte nun, dass Beharrlichkeit im Fußball gelegentlich tatsächlich belohnt wird. Novi Pazar ließ sich davon nicht lange beeindrucken. Die Gastgeber hatten mit 57,9 Prozent deutlich mehr Ballbesitz und kamen insgesamt auf elf Torschüsse - zwei mehr als Batan. In der 59. Minute fiel der Ausgleich: Luís Manuel traf für Novi Pazar. Plötzlich war das Stadion wieder laut, als hätte jemand 40.000 Menschen gleichzeitig daran erinnert, dass ein Fußballspiel auch Tore enthalten darf. "Nach dem 0:1 haben wir nicht den Kopf verloren", lautete das angebliche Fazit von Manuel. "Wir haben weitergespielt und die Antwort gegeben." Die Antwort war kurz, präzise und für Torwart Seha Ates unangenehm. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Ohlsson suchte in der 66., 71. und 77. Minute erneut den Abschluss, Ivica Jarakovic versuchte es ebenfalls. Jevtic hätte in der 88. Minute beinahe für die späte Erlösung gesorgt. Auf der anderen Seite blieb Greaves gefährlich und prüfte Novi Pazars Torwart Predrag Duljaj in der 91. Minute. Gaudin setzte in der 95. Minute den Schlusspunkt unter eine intensive Schlussphase. "Ein Punkt auswärts ist nicht schlecht", sagte Trainer Azu Black angeblich. "Aber wir hätten gern zwei gehabt." Eine mathematisch gewagte, emotional jedoch vollkommen verständliche Analyse. Die Statistik bestätigt ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Novi Pazar: 11:9 Torschüsse, 57,9:42,1 Prozent Ballbesitz. Batan spielte offensiver, Novi Pazar kontrollierter - keiner setzte auf aktives Pressing. Vielleicht war das der taktische Kompromiss des Abends: bloß nicht zu viel riskieren, damit am Ende beide etwas zu beklagen haben. So blieb es beim 1:1 (0:0). Agemar Maniche sah in der Nachspielzeit noch die Gelbe Karte. Ein kleiner Farbtupfer in einem Spiel, das vor allem eines bewies: Auch ein Unentschieden kann ordentlich Lärm machen. 14.08.2026 23:23 |
Sprücheklopfer
Ein Wort gab das andere - wir hatten uns nichts zu sagen.
Lothar Matthäus