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Landseer trifft früh - Buckhout kontert spät: ONS Sneek trotzt Eindhoven 1:1 ab

Ein Abend, der mit leichtem Schneeregen begann und mit Applaus endete - das 1:1 zwischen ONS Sneek und PVC Eindhoven am 18. Spieltag der 1. Liga Niederlande war kein Fußballfest für Ästheten, aber ein Musterbeispiel für zähe Moral und vergebliche Dominanz. 16.000 Zuschauer im kleinen Sneeker Stadion erlebten eine Partie, in der Eindhoven alles tat, um zu gewinnen, aber am Ende nur ein Remis mitnahm - und das lag weniger an Pech als an einem überragenden Torwart und einem cleveren Gastgeber.

Schon in den ersten Minuten rollte der rot-blaue Angriffszug der Gäste mit der Wucht einer niederländischen Herbstflut über das Feld. Nelio Sandoval prüfte Sneeks Keeper Zeeman Metternich bereits in der 2. Minute, Hansen Putnam legte mit zwei weiteren Schüssen nach, und der Ballbesitz pendelte sich trotz Sprints und Pressing auf nahezu ausgeglichene 50,7 Prozent ein - allerdings täuschte das über die Kräfteverhältnisse hinweg: Eindhoven feuerte unglaubliche 24 Torschüsse ab, Sneek ganze sieben.

Das 0:1 war dann die logische Konsequenz. In der 15. Minute setzte sich der flinke Robin Deroeck links durch, legte quer, und Jelle Landseer vollendete trocken ins lange Eck. Keine Abwehrchance, kein Happy End für die Sneeker Defensive - noch nicht. "Wir waren in der Phase ein bisschen zu brav, fast höflich", gestand ONS-Trainer (der Name blieb ungenannt) später mit einem schiefen Lächeln. "Die Jungs wollten wohl erst fragen, ob sie auch mal an den Ball dürfen."

Eindhoven blieb nach dem Führungstreffer auf Angriff getrimmt. Trainer Markus Frey, der an der Seitenlinie mit der Präzision eines Dirigenten gestikulierte, ließ seine Elf offensiv, aggressiv, auf Konter lauernd spielen. Die langen Pässe von Paunovic und Sanew suchten immer wieder Landseer, der an diesem Abend so etwas wie der Alleinunterhalter der Gäste war. Nur: das zweite Tor wollte nicht fallen.

Sneek dagegen fand langsam ins Spiel. Bastiaan Conklin sorgte mit einem Distanzschuss in der 20. Minute für den ersten Applaus, Joao Vaz kassierte kurz nach Wiederanpfiff eine Gelbe Karte - "eine taktische", wie er später schmunzelnd erklärte, "sonst hätten wir Landseer wieder laufen lassen." Die zweite Halbzeit wurde zum Abnutzungskampf: Eindhoven schoss, Sneek blockte, Eindhoven flankte, Sneek klärte.

Und dann kam die 80. Minute. Lars Shuck, bis dahin eher unauffällig, spielte einen butterweichen Pass in die Tiefe, und Noach Buckhout - der Mann mit dem Namen eines Seefahrers und der Ruhe eines Billardspielers - schob den Ball eiskalt am Keeper vorbei. 1:1. Der Jubel im Stadion war ohrenbetäubend, als hätte Sneek gerade die Meisterschaft gewonnen.

"Ich habe einfach gehofft, dass der Ball nicht über den Zaun geht", grinste Buckhout nach dem Spiel. "Und dann war er drin. Manchmal reicht beten."

Eindhoven rannte noch einmal an. Putnam, Landseer, Deroeck - alle probierten es, aber Metternich im Sneeker Tor hatte offenbar beschlossen, den Abend unbesiegbar zu bleiben. In der 89. Minute rettete er spektakulär gegen Putnam, bevor Jorge Doreste auf der Gegenseite fast den Lucky Punch setzte.

Trainer Frey wirkte nach Abpfiff erstaunlich gefasst: "Wenn du 24 Mal schießt und nur einmal triffst, ist das kein Pech. Das ist schlechte Chancenverwertung - und ein starker Gegner, der alles reinwirft."

Statistisch gesehen hätte Eindhoven das Spiel dreimal gewinnen müssen: mehr Schüsse, bessere Zweikampfquote (54,6 Prozent) und mehr Druck über die Flügel. Aber der Fußball liebt bekanntlich keine Statistiken. Sneek verteidigte mit Herz, Mut und einer Prise Chaos - und bekam am Ende, was es verdiente: einen Punkt gegen den Favoriten.

Im Kabinengang hörte man noch, wie Buckhout lachend seinem Trainer zurief: "Chef, wenn Sie mich nächste Woche wieder aufstellen, verspreche ich, diesmal früher zu treffen."

Ein Abend also, an dem Eindhoven Fußball zeigte und Sneek Charakter. Und vielleicht war das genau die richtige Mischung, um 16.000 frierende Zuschauer mit einem warmen Gefühl nach Hause zu schicken - auch wenn die meisten wohl dachten: Dieses 1:1 fühlte sich irgendwie wie ein Sieg an.

25.08.643987 08:35
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