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Nemzeti Bajnoksag | 14. Spieltag | 24.08.26 | Kozarmisleny - Vacas Budapest 2:1 Anstoß war am Montagabend um 20.30 Uhr. Beide Teams begannen zunächst ohne taktische Revolution. Die Daten verzeichneten eine ausgewogene Ausrichtung, normales Engagement, Standard-Aggressivität und - besonders bemerkenswert - kein Pressing. Es war also weniger "Jagd auf den Gegner" als "Wir schauen erst einmal, was der andere so vorhat". Trotzdem entwickelte sich ein munteres Spiel. Bereits in der sechsten Minute prüfte Kozarmislenys Pedro Martins das Tor der Gäste. Vacas Budapest antwortete durch Javier Mingo, der in der achten Minute erstmals für Unruhe sorgte und später noch mehrfach Anlauf nehmen sollte. Mingo kam insgesamt auf drei Torschüsse und war damit der auffälligste Angreifer der Budapester. Pal Zsengeller brachte es ebenfalls auf drei Abschlüsse. Das Tor blieb ihnen jedoch zunächst so verschlossen wie ein Büro am Freitagnachmittag. In der 29. Minute musste Vacas Budapest verletzungsbedingt wechseln. Vicente Ferron konnte nicht weitermachen, Jeno Toth kam ins Spiel. Eine unfreiwillige Personalrochade, die dem ohnehin nicht übermäßig aggressiven Match kurzzeitig etwas Härte verlieh. Viel Ballbesitz bedeutete das allerdings nicht: Kozarmisleny kam auf 51,24 Prozent, Vacas Budapest auf 48,76. Ein Unterschied, so klein, dass selbst die Statistik vermutlich zweimal nachgerechnet hat. Kurz vor der Pause belohnte sich das Heimteam. In der 41. Minute traf Harald Uggla zum 1:0, vorbereitet von Noe Carvalho. Uggla hatte zuvor bereits einen Torschuss abgegeben und zeigte nun, dass zentrale Mittelfeldspieler durchaus mehr können, als nur Bälle von links nach rechts zu schieben. "Der Ball lag günstig, und ich habe die Gelegenheit nicht höflich vorbeigelassen", hätte Uggla in einer nachgestellten Kabinenszene sagen können. Ein echtes Zitat liegt zu diesem Spiel nicht vor - die Dramaturgie wäre aber zweifellos damit einverstanden gewesen. Nach dem Seitenwechsel blieb das Duell offen. Insgesamt gaben beide Mannschaften jeweils zehn Torschüsse ab. Kozarmisleny nutzte seine Möglichkeiten jedoch effizienter. In der 66. Minute erhöhte Csaba Auer auf 2:0, nachdem der erst 18-jährige Vilmos Weiskopf die Vorlage geliefert hatte. Jugend forscht, Jugend assistiert, Jugend trifft - und die Gäste mussten feststellen, dass Erfahrung allein noch kein Gegentor verhindert. Vacas Budapest gab sich nicht geschlagen. In der 71. Minute verkürzte Isidoro Morte auf 1:2. Der rechte Verteidiger vollendete nach Zuspiel von Elemer Braun und brachte die Gastgeber damit noch einmal ernsthaft ins Grübeln. "Jetzt bitte keine Heldengeschichten mehr", hätte Trainer Thomaz seinen Spielern zugerufen haben können. Belegt ist dieser Satz nicht; die Körpersprache der letzten Minuten sprach allerdings eine ziemlich deutliche Sprache. Kozarmisleny verteidigte den Vorsprung mit Geschick und etwas jener Portion Nervenstärke, die im Fußball gern erst dann auftaucht, wenn sie dringend gebraucht wird. Vacas Budapest blieb gefährlich, doch der Ausgleich fiel nicht mehr. Am Ende stand ein 2:1 (1:0), verdient aufgrund der besseren Chancenverwertung und knapp genug, um die Zuschauer bis zum Schlusspfiff auf den Sitzen zu halten. Für Kozarmisleny war es ein Abend mit drei Punkten, zwei Toren und einer Erkenntnis: Ausgeglichenheit ist schön - solange man am Ende ein Tor mehr hat. 25.08.2026 05:23 |
Sprücheklopfer
Mal verliert man und mal gewinnen die anderen.
Otto Rehhagel