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Primera Division | 33. Spieltag | 13.09.26 | Funebreros Buceo - CD Cerrense 2:3 Die Gastgeber legten los, als hätten sie den Anpfiff persönlich als Provokation verstanden. In der 4. Minute traf Lazaros Apostolakis nach Vorarbeit von Christiano Eusebio zum 1:0. Kaum hatten die Zuschauer ihre Sitzplätze wiedergefunden, legte Eusebio selbst nach: In der 7. Minute erhöhte der 33-Jährige, diesmal nach Zuspiel von Apostolakis, auf 2:0. Die beiden tauschten also nicht nur Pässe, sondern auch höflich die Torjägerrolle. Ein bemerkenswert gut organisierter Doppelpass mit anschließendem kollektiven Freudentaumel. "Wir wollten früh ein Zeichen setzen", sagte Apostolakis später. "Vielleicht war das Zeichen ein bisschen zu groß. Danach mussten wir nämlich feststellen, dass Cerrense auch lesen kann." Eine Erkenntnis, die im Fußball gelegentlich erst nach dem zweiten Gegentor des Gegners einsetzt. CD Cerrense blieb trotz des Rückstands offensiv ausgerichtet und suchte mit ruhigem Passspiel den Weg zurück in die Partie. In der 19. Minute verkürzte Ruben Benitez nach Vorlage von Friedrich Voss auf 1:2. Benitez hatte bereits zuvor gefährlich abgeschlossen und sollte an diesem Abend noch mehrfach im Mittelpunkt stehen. Funebreros versuchte, die Führung mit einer ausgewogenen Ausrichtung und kontrolliertem Spiel zu verwalten. Das gelang zunächst - ungefähr so überzeugend wie das Vorhaben, bei einem offenen Kuchenbuffet nur ein kleines Stück zu nehmen. Noch vor der Pause blieb Cerrense gefährlich. Arvid Davidsen und Benitez prüften die Defensive, während Voss kurz vor dem Seitenwechsel ebenfalls zum Abschluss kam. Die Statistik bestätigte den ausgeglichenen Eindruck: Funebreros hatte 49,76 Prozent Ballbesitz, Cerrense 50,24 Prozent. Kein Team konnte behaupten, den Ball besessen zu haben - er war vielmehr gemeinsames Eigentum mit komplizierter Besuchsregelung. Kurz nach Wiederbeginn schlug Benitez erneut zu. In der 46. Minute erzielte der zentrale Mittelfeldspieler nach Vorlage von Domingo Andrade das 2:2. Cerrense erhöhte nun den Einsatz, blieb offensiv und schaltete bei Rückstand auf bedingtes Pressing um. Funebreros dagegen hielt an seiner ausgewogenen Spielweise fest. "Wir wollten nicht kopflos werden", erklärte der Gästetrainer Leahcim Gnipeur. "Dann haben wir beschlossen, lieber sehr zielstrebig zu werden." Das klang nach einem Plan - und sah auf dem Platz auch so aus. Die Gäste hatten insgesamt acht Torschüsse, Funebreros kam auf fünf. Beim Tackling lag Cerrense mit 51,88 Prozent ebenfalls knapp vorn. Der entscheidende Moment folgte in der 76. Minute: Friedrich Voss traf nach Zuspiel von Adrian Tonel zum 3:2. Die Partie war gedreht, die Heimfans waren still, und irgendwo im Stadion suchte vermutlich jemand noch die Bedienungsanleitung für eine komfortable Führung. Funebreros warf noch einmal alles nach vorn, doch der späte Abschluss von Antonio Viana in der 83. Minute brachte keinen Ausgleich. So blieb es beim 2:3. "Nach dem 2:0 dachten wir, das Spiel sei auf unserer Seite", sagte Eusebio. "Offenbar hatte es andere Pläne." Cerrense gewann eine dramatische Partie dank Benitez’ Doppelpack und Voss’ entscheidendem Treffer. Funebreros bleibt die bittere Erkenntnis: Zwei frühe Tore sind ein guter Anfang. Aber leider noch kein Endergebnis. 13.09.2026 22:15 |
Sprücheklopfer
Ein Denkmal will ich nicht sein, darauf scheißen ja nur die Tauben.
Toni Polster auf die Frage, ob er in Köln schon ein Denkmal sei