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Primera Division | 2. Spieltag | 18.09.26 | Funebreros Buceo - CD Cerrense 1:4 Der 2. Spieltag der Primera Division begann mit hohem Tempo. Cerrense kam offensiv aus der Kabine, schoss in der Anfangsphase mehrfach auf das Tor. Friedrich Voss, Pierre Valentine und Jose Enrique Vazquez prüften die Abwehr der Gastgeber früh, auch Innenverteidiger Prokhor Petrenko beteiligte sich an der Belagerung. Funebreros Buceo ließ sich davon zunächst nicht beeindrucken. Die Hausherren hatten mit 55,9 Prozent sogar mehr Ballbesitz und kombinierten sich immer wieder nach vorne. Die erste große Antwort kam in der 17. Minute durch Lazaros Apostolakis. Antonio Viana legte nach, Duarte Gallardo und Dimas Frechaut suchten ebenfalls den Abschluss. Es war kein Fußball für Liebhaber gepflegter Langeweile. Eher einer für Menschen, die beim Aufschrauben einer Getränkeflasche schon nervös werden, weil jederzeit etwas passieren könnte. In der 43. Minute passierte es dann tatsächlich: Duarte Gallardo traf zur Führung. Vicente Morte war an der Entstehung beteiligt, und die Funebreros gingen mit einem 1:0 in die Pause. Gallardo, der zuvor bereits mehrfach auf das Tor geschossen hatte, soll später mit einem Grinsen gesagt haben: "Ich dachte kurz, wir hätten jetzt einen Plan." Ein Satz, der sich im Nachhinein als bemerkenswert optimistisch erweisen sollte. Cerrense-Trainer Leahcim Gnipeur reagierte offenbar weniger philosophisch. "Wir haben genug Chancen gehabt. Jetzt müssen wir sie nur noch hineinbringen", lautete seine ebenso einfache wie unangenehm treffende Botschaft. Zur zweiten Halbzeit erhöhte seine Mannschaft den Einsatz und schaltete vom freundlichen Warnhinweis auf akute Gefahrenlage. Das Unheil für Buceo nahm innerhalb von zwei Minuten seinen Lauf. In der 58. Minute erzielte Pierre Valentine den Ausgleich, vorbereitet von Adrian Tonel. Kaum hatten sich die Gastgeber sortiert, schlug Salvador Meira zu: 1:2 in der 59. Minute, Vorarbeit von Ruben Benitez. Der rechte Angreifer war nun offenbar auf den Geschmack gekommen und legte in der 67. Minute nach. Diesmal kam die Vorlage von Hans Jakobsen. Aus einem knappen Rückstand war innerhalb weniger Augenblicke ein ziemlich ausgewachsener Abend geworden. Funebreros Buceo versuchte, sich gegen den Absturz zu stemmen. Gallardo suchte weiter den Abschluss, Bruno Mendes prüfte Cerrenses Torwart, und die 32.045 Zuschauer gaben sich alle Mühe, die Partie akustisch zurückzudrehen. Doch Cerrense blieb überlegen. Mit 18 Torschüssen gegenüber neun der Gastgeber war die Richtung ohnehin klarer als mancher Pass im Mittelfeld. In der 72. Minute kam Hugo Pacos für Friedrich Voss, vier Minuten später Manuel Tonel für Adrian Tonel. Die Wechsel brachten frische Beine, aber keine neue Dramaturgie. Jose Enrique Vazquez setzte in der 76. Minute den Schlusspunkt, erneut nach Vorlage von Benitez. Funebreros’ Vicente Morte sah kurz vor Schluss noch die Gelbe Karte - ein kleiner Farbtupfer in einer zweiten Hälfte, die für die Hausherren ansonsten überwiegend in düsteren Tönen gemalt wurde. Cerrense gewann trotz weniger Ballbesitz, aber mit größerer Wucht und deutlich mehr Abschlüssen. Buceo hatte das Spiel lange in der Hand - Cerrense nahm es ihm nach der Pause einfach weg. Der Fußball, dieses höfliche Spiel mit den unhöflichen Wendungen. 18.09.2026 22:06 |
Sprücheklopfer
Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!
Rudi Völler