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Feuerwerk in Nijkerk: Sparta schlägt PVC Eindhoven 5:3 in wildem Torfestival

Es war ein Abend, der eher nach Eishockey als nach Fußball klang - 5:3 hieß es am Ende für Sparta Nijkerk gegen PVC Eindhoven. 57.154 Zuschauer im ausverkauften Stadion bekamen beim 13. Spieltag der 1. Liga Niederlande alles geboten: acht Tore, eine Gelbe Karte, unzählige Chancen und Trainer, die zwischen Genie und Wahnsinn schwankten.

Schon nach 60 Sekunden bebte das Stadion, als Bastiaan Schuyler den Ball von der linken Seite trocken ins Netz drosch - Vorlage von Egidius van Vleck, der so flink über den Flügel kam, dass mancher Zuschauer noch beim Einlaufen war. "Ich wollte eigentlich noch meine Schuhe binden", grinste Schuyler später, "aber der Ball lag einfach zu schön da."

Elf Minuten später setzte Innenverteidiger Owen Miller noch einen drauf. Nach einem Eckball stieg er höher als alle anderen und köpfte das 2:0. "Das war kein Zufall", behauptete Trainer Markus Kuzmich mit einem Augenzwinkern. "Wir haben das gestern im Abschlusstraining genau so geplant - zumindest erzähle ich das meinen Spielern."

Doch Eindhoven schlug zurück, und wie! In der 18. Minute traf Niclas Siebert nach Vorarbeit von Kari Lampi, dann drehte Giuseppe Romagnoli das Spiel mit zwei Treffern (22. und 32. Minute) - plötzlich stand es 2:3, und die Heimfans rieben sich verwundert die Augen. "Wir dachten, wir wären schon auf dem Heimweg", bekannte ein Fan auf der Tribüne, "aber dann ging’s erst richtig los."

Sparta reagierte wie eine beleidigte Diva: Erst glich Zeeman Voores in der 42. Minute nach Pass von Miller aus, dann jagte Carlos Conceicao den Ball zwei Minuten später aus spitzem Winkel zum 4:3 in die Maschen. Van Vleck jubelte mit ausgestreckten Armen, als wolle er den ganzen Platz umarmen. "Ich hab Carlos nur gesagt: Versuch’s einfach!", erzählte Voores später, "und er hat’s versucht. Lautstark."

Nach dieser furiosen ersten Halbzeit atmete das Stadion einmal tief durch - und Eindhoven wechselte gleich dreifach, um das Ruder herumzureißen. Trainer Markus Frey brachte frische Kräfte, doch die Hoffnung währte kurz. In der 62. Minute machte Diego Oliveira mit dem 5:3 den Deckel drauf - erneut nach feiner Vorarbeit von Van Vleck, der an diesem Abend so etwas wie der heimliche Regisseur war.

"Ich glaube, Egidius hat heute mehr Kilometer gemacht als mancher Radprofi bei der Tour de France", lachte Kuzmich. "Wenn er so weitermacht, müssen wir ihm bald einen eigenen Sauerstoffzeltplatz aufstellen."

Die letzten 30 Minuten wurden zur Kür. Eindhoven kämpfte, biss, aber fand kein Durchkommen. Romagnoli war nach seinem Doppelpack ausgewechselt, und Ersatzmann Teo Males blieb blass. Immerhin durfte Harold Putnam in der 72. Minute noch Gelb sehen - ein kleiner Trostpreis für Einsatzfreude.

Statistisch gesehen war Sparta leicht überlegen: 19 Torschüsse zu 10, 52 Prozent Ballbesitz, mehr gewonnene Zweikämpfe. Eindhoven suchte sein Glück in langen Bällen und Kontern, doch ohne Fortune. "Wir wollten eigentlich aggressiv anlaufen", erklärte Frey nach dem Spiel, "aber nach dem vierten Gegentor haben meine Jungs wohl beschlossen, dass Defensive überbewertet ist."

In der 63. Minute gönnte Kuzmich seinem Torwart Sander Vanderzee eine Pause und brachte Ersatzkeeper Benjamin Giles - eine seltene Szene bei laufendem Spielstand. "Sander hatte sich den Handschuhriemen verdreht", erklärte der Coach schmunzelnd. "Und Benjamin wollte schon immer mal im Rampenlicht stehen."

Am Ende feierten die Fans ihre Mannschaft mit Standing Ovations. Bastiaan Schuyler, Torschütze und Dauerläufer, winkte in die Menge. "So ein Spiel macht einfach Spaß. Auch wenn mein Fitnesstrainer morgen wieder meckert."

Eindhoven verließ den Platz mit hängenden Köpfen, aber nicht ohne Humor. "Fünf Gegentore sind zu viel", meinte Kapitän Romagnoli, "aber wenigstens haben wir drei geschossen. Das ist ja schon fast ein Punkt in der Moral-Tabelle."

Ein denkwürdiger Abend, der wieder einmal bewies: Fußball in Nijkerk ist nichts für schwache Nerven. Und wenn Sparta so weitermacht, wird Trainer Kuzmich bald nicht nur für seine Taktik, sondern auch für seine Entertainerqualitäten gefeiert.

Oder, wie ein Fan beim Hinausgehen sagte: "Ich komme nächste Woche wieder. Allein schon wegen der Show."

07.06.643987 00:47
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