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Nemzeti Bajnoksag | 14. Spieltag | 24.08.26 | SC Fehervar - BSV Elore 3:2 Die Partie begann mit offenem Visier, wobei Elore das Visier offenbar etwas weiter geöffnet hatte. Bereits in der ersten Minute prüfte Zoltan Feldmann SC-Torwart Karl Wagner. Fehervar antwortete mit Chancen von Tibor Schaffer, Rodri Hernandez und Zoltan Toldi. Der Gastgeber spielte offensiv, kombinierte ausgewogen und suchte nach guten Abschlüssen. Elore dagegen schoss, wenn sich auch nur ungefähr die Gelegenheit dazu ergab. Taktik kann manchmal kompliziert sein. Manchmal heißt sie einfach: "Mal sehen, was passiert." Nach den ersten 20 Minuten hatte Fehervar zwar mehr Druck entwickelt, doch Elore besaß mit Gyula Bicskei den gefährlicheren Mann. Der 23-jährige Angreifer hatte bereits zweimal auf das Tor geschossen, ehe er in der 30. Minute zuschlug. Nach Vorarbeit von Nandor Lantos brachte Bicskei die Gäste mit 1:0 in Führung. Wagner war geschlagen, die Heimkurve kurzzeitig erstaunlich still - fast so, als hätte jemand den Ton abgedreht. "Wir waren nicht nervös. Wir haben nur getestet, wie lange die Zuschauer schweigen können", soll Fehervar-Trainer Mina Aryabhata später mit einem Schmunzeln gesagt haben. Eine gewagte Interpretation der ersten Halbzeit, aber immerhin eine kreative. Fehervar kam nach der Pause mit deutlich mehr Entschlossenheit aus der Kabine. Elore blieb seinem Ansatz treu, aus allen Lagen zu schießen, und wurde dafür zunächst belohnt: In der 48. Minute erhöhte Bicskei nach einem Zuspiel von Andres Iniesta auf 2:0. Sein zweiter Treffer machte ihn zum Mann des Abends - zumindest für ungefähr sieben Minuten. Denn nur eine Minute später schlug Fehervar zurück. Zoltan Toldi verkürzte auf 1:2, vorbereitet von Szabolcs Sztani. Plötzlich war die Partie wieder offen, und die Heimfans fanden ihre Stimme wieder. Ein Anhänger rief seinem Nebenmann zu: "Jetzt bitte nicht wieder die erste Halbzeit spielen!" Der Nebenmann nickte ernst. Fußballweisheiten entstehen bekanntlich besonders zuverlässig in der 49. Minute. In der 55. Minute fiel der Ausgleich. Karoly Feldmann traf nach Vorarbeit von Rodri Hernandez zum 2:2. Nur sechzig Sekunden später drehte sich das Spiel vollständig: Rodri selbst erzielte nach Zuspiel von Tibor Schaffer das 3:2. Aus dem 0:2 war binnen acht Minuten eine Führung geworden. Elore hatte den roten Teppich ausgerollt, Fehervar war darüber hinwegmarschiert. Die Gäste gaben sich nicht geschlagen. Jorge Nani und Nandor Lantos suchten den Abschluss, Bicskei versuchte mehrfach, seinen dritten Treffer zu erzielen. Doch Fehervar verteidigte den Vorsprung. In der 69. Minute musste Torschütze Feldmann verletzt vom Feld und wurde durch Istvan Bozsik ersetzt. Dazu sahen Noe Garcia und Florian Nyers für Elore sowie Krisztian Tölcseres für Fehervar die Gelbe Karte. Statistisch war es ein enges Spiel: Elore hatte mit 51,65 Prozent etwas mehr Ballbesitz, Fehervar aber die besseren Zahlen beim Abschluss. 15 Torschüsse des Heimteams standen neun der Gäste gegenüber. "Wir hatten den Ball häufiger, aber Fehervar hatte offenbar die Gebrauchsanweisung dazu", sagte Elore-Coach Kurumi Makishima angeblich trocken. So blieb es beim 3:2. Fehervar bewies Comeback-Qualitäten, Elore immerhin reichlich Unterhaltungswert. Für neutrale Zuschauer war es ein Fest. Für die Trainer vermutlich eher eine längere Nacht mit sehr kurzen Sätzen. 24.08.2026 21:13 |
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Otto Rehhagel