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FC Wangen zerlegt Marzahn 6:0 - ein Heimspiel wie aus dem Lehrbuch

Ein Heimspiel kann vieles sein: ein nervenaufreibendes Geduldsspiel, ein Taktikduell, ein zäher Arbeitssieg. Oder - wie an diesem frostigen Januarabend in Wangen - ein rauschendes Fußballfest mit sechs Toren, die das Stadion erbeben ließen. Der FC 1903 Wangen besiegte den überforderten FC Marzahn mit 6:0 (3:0) und ließ dabei keinen Zweifel, wer an diesem 20. Spieltag der 1. Liga Deutschland Herr im Haus war.

39.942 Zuschauer froren zwar anfangs leicht, doch schon nach zehn Minuten war ihnen warm ums Herz: Samuel Almond zog zentral ab, der Ball zischte unhaltbar ins rechte Eck - 1:0. "Ich hab einfach draufgehalten", grinste Almond später, "Trainer Ready Play hat gesagt: Wenn du’s siehst, dann mach’s!" Gesagt, getan.

Und Wangen machte weiter, als wäre das Tor nur der Startschuss zu einem Offensivfeuerwerk. In der 27. Minute schlug Linksverteidiger Domingo Barreda zu - ja, ein Linksverteidiger! Nach einer butterweichen Hereingabe von Andre Schwab drosch Barreda das Leder aus spitzem Winkel unter die Latte. "Ich wollte eigentlich flanken", gestand er lachend nach dem Spiel. "Aber hey, ein Tor ist ein Tor!"

Drei Minuten später erhöhte Joseba Futre auf 3:0. Der bullige Mittelstürmer verwandelte nach Vorarbeit von Almond eiskalt - und zeigte sein bekanntes Siegerlächeln. "Das war schon in der Halbzeit entschieden", murmelte ein Marzahner Ersatzspieler auf der Bank, während Trainer Frank Henning die Hände tief in die Jackentaschen steckte und versuchte, nicht zu frieren - weder körperlich noch emotional.

Zur Pause wechselte Wangen gleich dreimal: der 19-jährige Keeper Cameron Greenwald durfte ran, Bogdan Mischakow kam für den erfahrenen Kaluzny, und Emil Karaslawow ersetzte Schwab. Bei Marzahn wurde ebenfalls umgestellt, aber ohne Wirkung. "Wir wollten frischen Wind bringen", erklärte Henning später, "aber der Wind kam nur von den Rängen."

Nach 59 Minuten klingelte es erneut - Barreda traf wieder, diesmal nach Vorlage von Futre. 4:0. Das Publikum tobte, die Marzahner Abwehr schaute betreten zu Boden. Futre legte zehn Minuten später selbst nach: ein schnörkelloser Abschluss nach Pass von Aitor Deco. 5:0. Und als wäre das noch nicht genug, krönte der eingewechselte Karaslawow seine Leistung in der 76. Minute mit dem 6:0 - natürlich wieder eingeleitet von Deco, der an diesem Abend drei Assists sammelte und wohl selbst kaum glauben konnte, wie leicht Fußball aussehen kann.

Trainer Ready Play blieb trotz des Kantersiegs gelassen: "Das war heute sauber, diszipliniert - und ja, ein bisschen Spaß darf man auch haben. Aber nächste Woche geht’s weiter, kein Grund zum Abheben." Seine Spieler sahen das etwas anders. "Sechs Dinger - das passiert uns nicht jeden Tag", rief Futre in die Kameras, während Almond im Hintergrund scherzte: "Vielleicht sollten wir öfter defensiv anfangen, das scheint uns zu beflügeln!"

Die Zahlen sprachen eine klare Sprache: 55 Prozent Ballbesitz, 17 Torschüsse, eine Zweikampfquote von über 54 Prozent. Marzahn kam zwar auf sechs eigene Abschlüsse, doch die meisten fanden eher Richtung Tribüne als Richtung Tor. Einziger Lichtblick für die Gäste: Ihr Torhüter Vicente Domingos verhinderte mit mehreren Glanzparaden Schlimmeres - und das will bei einem 0:6 schon etwas heißen.

In der 83. Minute sah Wangens Rechtsverteidiger Gawriil Aldonin noch Gelb - ein kleiner Schönheitsfehler in einem ansonsten makellosen Abend. "Ich wollte nur zeigen, dass ich auch da bin", grinste Aldonin später, als er auf den Karton angesprochen wurde.

Marzahn hingegen wirkte ratlos. Ihre Taktik - Kontern ohne Pressing, mit "schonendem Einsatz" - las sich auf dem Papier wie eine Einladung. Und Wangen nahm sie dankend an. "Wenn man sich hinten reinstellt und hofft, dass nichts passiert, ist das gegen Wangen ungefähr so sinnvoll wie ein Regenschirm im Sturm", meinte ein sarkastischer Fan aus dem Gästeblock.

Als Schiedsrichterin Anja Rupprecht pünktlich abpfiff, tanzten die Wangener Spieler ausgelassen vor der Kurve. Die Fans sangen, die Flutlichter glitzerten, und irgendwo auf der Trainerbank seufzte Frank Henning: "Sechs Gegentore, null Argumente. Da hilft nur Training. Viel Training."

Wangen klettert mit diesem Sieg in der Tabelle weiter nach oben und schickt ein unmissverständliches Signal an die Konkurrenz: Wer hierherkommt, sollte besser mehr mitbringen als gute Vorsätze.

Ein Abend, an dem Fußball wieder ganz einfach aussah - zumindest für jene in Rot und Weiß. Für Marzahn war’s dagegen einer dieser Tage, an denen man lieber vergessen würde, dass man überhaupt angestoßen hat.

07.09.643987 14:40
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Man darf jetzt nicht alles so schlecht reden, wie es war.
Fredi Bobic
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