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Promotion League A | 30. Spieltag | 10.09.26 | FC Ascona - FC Chur 0:2 Von Beginn an versuchte Ascona, mit kurzen Pässen und aktivem Pressing Ordnung in die Angelegenheit zu bringen. Trainer Ezequiel Gargano hatte seine Mannschaft ausgewogen eingestellt, aber mit vollem Einsatz auf den Rasen geschickt. Der Plan war erkennbar. Nur hatte der FC Chur offenbar keinen Termin, ihn zu respektieren. Nach zehn Minuten gab Pascal Pare den ersten Torschuss der Gastgeber ab, doch wirklich unruhig wurde es im Churer Strafraum nicht. Auf der anderen Seite prüfte Nicolas Rochefort bereits in der 13. Minute die Aufmerksamkeit der Ascona-Abwehr. Drei Minuten später schlug Alexandre Reuter zu: Nach Vorarbeit von Horst Maus erzielte der rechte Angreifer das 1:0 für die Gäste. Reuter hatte zuvor selbst schon den Torhüter beschäftigt und deutete früh an, dass dieser Abend für ihn mehr als nur ein sportlicher Spaziergang werden könnte. "Der erste Treffer war wichtig, danach konnten wir etwas ruhiger spielen", hätte Reuter nach dem Abpfiff sagen können - und vermutlich hätte niemand widersprochen. Der Satz klingt nach Fußball, ist aber in diesem Fall auch erstaunlich präzise. Ascona blieb bemüht. Valentin Brun kam in der 37. Minute zum Abschluss, Alexandre Auclair kurz vor der Pause ebenfalls. Mehr als vier Torschüsse sollten den Hausherren jedoch über die gesamte Partie nicht gelingen. Chur brachte es auf 16. Die Statistik ist damit ungefähr so ausgewogen wie ein Regenschirm bei einem Orkan. Kurz vor der Pause sah Luis Matthieu die gelbe Karte. Chur blieb dagegen geduldig, spielte ohne großes Pressing und setzte auf kontrollierte Angriffe. Der Gast hatte 52,64 Prozent Ballbesitz, Ascona 47,36 Prozent. Kein Klassenunterschied auf dem Papier - auf dem Weg zum Tor allerdings schon. Nach dem Seitenwechsel änderte sich am grundsätzlichen Bild wenig. Ascona lief an, Chur blieb kompakt und fand immer wieder Lücken. Joel Lockwood, Horst Maus, Nicolas Rochefort und Slawomir Buncol sorgten dafür, dass Marco Ackermann im Ascona-Tor nicht über Langeweile klagen konnte. Besonders Lockwood tauchte mehrfach gefährlich auf, während Reuter offenbar beschlossen hatte, jede halbwegs brauchbare Situation persönlich zu überprüfen. Die Gastgeber warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. Auf der Tribüne soll ein Zuschauer gerufen haben: "Jetzt muss doch einer rein!" Der Ball hörte den Ruf, zeigte sich aber unbeeindruckt. In der 90. Minute machte Reuter schließlich den Deckel drauf. Nach Vorarbeit von Slawomir Buncol erzielte er sein zweites Tor des Abends und beendete damit auch die letzten Ascona-Hoffnungen. Kurz darauf kam Chur sogar noch zu weiteren Abschlüssen, während die Gastgeber vergeblich nach einer Antwort suchten. "Wir haben gekämpft, aber Chur war vor dem Tor effizienter", hätte Gargano die Niederlage wohl zusammengefasst. Das wäre ebenfalls eine nüchterne, aber treffende Analyse gewesen. Der FC Ascona zeigte Einsatz und Mut, der FC Chur jedoch die bessere Mischung aus Geduld, Präzision und Alexandre Reuter. So blieb am Ende ein 0:2, das vielleicht etwas streng klingt, angesichts von vier zu 16 Torschüssen aber keineswegs ungerecht. Reuter nahm den Spielball mit nach Hause. Ascona nahm immerhin die Erinnerung mit, dass Ballbesitz allein leider keine Tore schießt. Dafür müsste man gelegentlich auch aufs Tor schießen. 10.09.2026 21:52 |
Sprücheklopfer
Ich habe immer gesagt, dass ich kein Dauerläufer bin, sonst könnte ich ja gleich beim Marathon starten.
Mario Basler