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Eschborner Fußball-Feuerwerk: 8:0 gegen Wangen - ein Abend voller Staunen

Es war einer dieser Abende, an denen man sich fragt, ob man wirklich im Stadion sitzt oder ob das Flutlicht vielleicht in eine Parallelwelt scheint. Der 1. FC Eschborn feierte am 21. Spieltag der 1. Liga Deutschland ein 8:0-Schützenfest gegen den FC 1903 Wangen - und das vor stolzen 53.508 Zuschauern, die vermutlich noch immer nicht glauben können, was sie da gesehen haben.

Bereits nach vier Minuten ging es los, als Innenverteidiger (!) Ricardo Matamoros den Ball nach einer Ecke von Niklas Steffen humorlos unter die Latte hämmerte. "Ich hab eigentlich nur den Kopf eingezogen - und plötzlich war er drin", grinste der Abwehrmann später verschmitzt. Trainer Yas Sin kommentierte trocken: "Wenn dein Innenverteidiger so trifft, weißt du, dass heute irgendwas Besonderes passiert."

Und tatsächlich: Es passierte einiges. In der 10. Minute legte Jacob Holz nach, diesmal erneut auf Vorlage von Steffen, der an diesem Abend gefühlt an jedem gefährlichen Angriff beteiligt war. Wangen wirkte konsterniert, die Defensive stand so tief, dass sie schon fast im VIP-Bereich saß.

Doch Eschborn hatte gerade erst angefangen. Holz traf nochmal in der 18. Minute - nach feinem Zuspiel von Petar Milosevic - und Leandro Herrero erhöhte acht Minuten später auf 4:0. Wilhelm Holz, der ältere der beiden Holz-Brüder, rundete das halbe Dutzend bis zur Pause mit einem trockenen Schuss ab. Zur Halbzeit stand es 5:0, und man hätte die Kugel eigentlich schon einpacken können.

"Ich hab in der Kabine gesagt: Lasst uns einfach nicht aufhören, Spaß zu haben", verriet Herrero später. Und Spaß hatten sie. Auch wenn Eschborn taktisch gar nicht groß umstellte - "balanciert" blieb das Motto laut Statistik -, war Wangen schlicht überfordert.

Die Gäste versuchten es wacker: Pekka Kuqi rannte, Freddie Ramsay schoss, Pablo Futre dribbelte - aber gegen 28 Eschborner Torschüsse (nur 10 auf Wangener Seite) war kein Kraut gewachsen. Als Wangens Trainer Ready Play in der 39. Minute den verletzten Hugo Santos vom Platz nehmen musste, murmelte er genervt in Richtung Bank: "Vielleicht hilft uns ja ein Wunder, oder ein Schneesturm." Leider blieb das Wetter trocken.

Die zweite Hälfte war dann fast schon eine Kür. Eschborn schaltete keinen Gang zurück. Jacob Holz schnürte in der 85. Minute seinen Hattrick - vorbereitet diesmal von Herrero - und eine Minute später durfte auch Bernt Geier ran, nachdem ihn Holz mustergültig bedient hatte. Den Schlusspunkt setzte erneut Wilhelm Holz in der 89. Minute, der das 8:0 besorgte und dabei von Niklas Steffen in Szene gesetzt wurde.

"Ich wollte eigentlich gar nicht mehr schießen", sagte Holz nach dem Spiel lachend. "Aber dann hat Niklas so schön gepasst, da konnte ich ja nicht unhöflich sein."

Wangen hingegen wirkte nach dem Abpfiff wie aus der Zeit gefallen. "Wir wollten defensiv stehen", erklärte Coach Ready Play mit einem bitteren Lächeln. "Wir standen auch - nur leider meistens im eigenen Strafraum."

Selbst Eschborns Torwart Logan Cochran, der kaum eingreifen musste, wurde am Ende noch gefeiert. "Ich hatte heute den besten Job im Stadion", witzelte er. "Gute Sicht, keine Arbeit, und ein paar Tore gratis dazu."

Die Statistik unterstreicht das Bild: 51,7 Prozent Ballbesitz für Eschborn - also kein übermächtiges Dominanzspiel, aber eine gnadenlose Effizienz. Jeder Angriff schien zu brennen, jede Flanke zu glühen. Nur eine Gelbe Karte trübte kurz die Euphorie: Niklas Steffen sah sie in der 94. Minute, vermutlich weil der Schiedsrichter sonst gar nichts zu tun hatte.

Zum Schluss wechselte Trainer Yas Sin in der 90. Minute noch drei junge Spieler ein - Fritsch, Meiser und McShane - wohl mehr als symbolisches Geschenk: "Das sollten sie erleben. So ein Abend prägt fürs Leben."

Was bleibt? Ein 8:0, das in Eschborn sicher noch lange erzählt wird. Ein Spiel, das Wangen lieber sofort vergisst. Und ein Gefühl, dass Fußball manchmal einfach unfair ehrlich ist: Wer trifft, hat recht.

Oder, wie Wilhelm Holz es beim Verlassen des Rasens sagte: "Manchmal läuft’s halt. Heute war so ein Tag."

Und das ganze Stadion nickte zustimmend.

19.09.643987 07:12
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Die hab ich noch nicht probiert, aber im Allgemeinen mag ich Geflügel.
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