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Eschborner Feuerwerk zum Saisonfinale - Buchholz und Co. tanzen Hennef aus

Es war einer dieser Fußballabende, an denen das Stadion bebt, die Fans singen, und selbst der Platzwart vergisst, dass er eigentlich Feierabend hat. 49.875 Zuschauer sahen am Freitagabend in Eschborn ein Spiel, das wohl noch einige Stammtischrunden beschäftigen wird: Der 1. FC Eschborn fertigte den SC Hennef mit 4:1 (2:1) ab - und das mit einer Leichtigkeit, die an Zauberei grenzte.

Schon früh zeichnete sich ab, dass die Gastgeber Lust auf Spektakel hatten. In der 10. Minute ließ Jacob Holz den Ball nach einem Pass von Werner Ledig so elegant über den Spann rutschen, dass Hennefs Keeper Angelo Venditti wohl noch immer nach dem Ball sucht. 1:0 - und die Eschborner Kurve tobte. "Ich hab’ nur draufgehalten, ehrlich!", grinste Holz nach Abpfiff, während Mitspieler Ledig augenzwinkernd anfügte: "Und ich hab’ nur gehofft, dass er diesmal trifft."

Das 2:0 folgte in der 32. Minute, als Tomasz Buchholz nach feinem Zuspiel von Thalis Ardizoglou eiskalt blieb. Es war bereits sein 14. Saisontor, und er feierte es, als wolle er ganz Eschborn umarmen. "Ich wollte einfach Spaß haben - und wenn der Ball mitmacht, umso besser", sagte der zweifache Torschütze später mit einem Lächeln, das irgendwo zwischen Stolz und Ungläubigkeit pendelte.

Die Gäste aus Hennef zeigten immerhin Moral. Nur vier Minuten später verkürzte Innenverteidiger Pau Alcantara per Kopf nach einem Eckball von Karol Gilewicz. Ein Abwehrspieler als Torschütze - das passte ins Bild dieses Abends. Trainer Giovanni Diaco kommentierte trocken: "Wenn der Verteidiger trifft, weiß man, dass wir vorne Probleme haben."

Kurz vor der Pause wurde es hitzig: Lucas Cascarino sah Gelb, weil er sich offenbar zu leidenschaftlich über einen Pfiff beschwerte. "Ich wollte nur diskutieren", verteidigte sich der Eschborner Innenverteidiger nach dem Spiel, "aber der Schiedsrichter wollte wohl keinen Smalltalk."

Nach dem Seitenwechsel blieb Eschborn das klar bessere Team. 16 Torschüsse gegenüber 6 von Hennef sprechen eine deutliche Sprache, auch wenn der Ballbesitz mit 49 zu 51 Prozent fast ausgeglichen war. In der 54. Minute war es dann Ardizoglou selbst, der sich für seine Vorarbeit aus der ersten Hälfte belohnte - nach Vorarbeit von Xavier Ximenis zimmerte er den Ball aus 20 Metern ins rechte Eck. 3:1, und Trainer Yas Sin riss die Arme hoch, als hätte er gerade den Jackpot geknackt.

Nur vier Minuten später setzte Buchholz dem Ganzen die Krone auf: Nach einem Sprint über die linke Seite flankte Bernt Geier mustergültig, Buchholz nahm volley - und das Tornetz vibrierte. "Ich dachte, der Ball fliegt in den Busparkplatz", scherzte Geier später, "aber Tomasz hat einfach keine Gnade."

Hennef versuchte noch einmal alles, wechselte in der 69. Minute Lazaros Venizelos aus - der sichtlich frustriert auf die Bank stapfte - und brachte Lajos Koplarovics. Doch die Offensivbemühungen der Gäste blieben Stückwerk. Ein paar harmlose Distanzschüsse, etwas Verzweiflung, und ein resigniertes Kopfschütteln von Diaco an der Seitenlinie - mehr war nicht drin.

Eschborn dagegen spielte die letzten Minuten mit sichtbarer Freude. In der 85. Minute kassierte Rechtsverteidiger Meik John noch Gelb, weil er angeblich zu energisch in einen Zweikampf ging. "Ich wollte nur zeigen, dass ich noch da bin", sagte er lachend. In der Nachspielzeit gönnte Coach Sin drei Youngstern - Linus Fritsch, Phillipp Meiser und Marvin Wegner - noch ein paar Minuten Erstligaluft. "Man muss ja wissen, wer künftig Bier holen darf", witzelte der Trainer nach dem Schlusspfiff.

Als der Schiedsrichter die Partie beendete, jubelten die Eschborner Fans, als hätten sie die Meisterschaft gewonnen. Und irgendwie fühlte es sich auch so an. "Das war unser Fußball", sagte Coach Yas Sin mit breitem Grinsen. "Offensiv, mutig, manchmal verrückt - aber immer Eschborn."

Ein kleines Detail am Rande: Trotz des klaren Ergebnisses hatte Hennef etwas mehr Ballbesitz. Doch wer Statistiken liebt, hat vom Fußball bekanntlich wenig verstanden. Denn am Ende zählte nur das, was auf der Anzeigetafel stand: 4:1.

Und während die Flutlichtmasten langsam erloschen und die letzten Fans noch Buchholz’ Namen sangen, murmelte ein älterer Herr auf der Tribüne: "So spielt man, wenn man nichts mehr zu verlieren hat - und Lust auf Fußball hat." Besser kann man diesen Abend wohl nicht zusammenfassen.

07.10.643993 20:05
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