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Eschborn zaubert, Dresden taumelt - 0:6-Debakel im Pokal-Viertelfinale

Dresden, 4. März 2026 - Manchmal ist Fußball wie ein schlechter Witz - nur dass in diesem Fall keiner in der Kabine lachte. Vor 36.900 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion erlebte Dinamo Dresden einen jener Abende, die tief in der Vereinschronik als "bitte nicht wiederholen" markiert werden. Der 1. FC Eschborn fegte die Sachsen mit 6:0 (2:0) vom Platz und zog dabei mit einer Leichtigkeit ins Halbfinale des Pokals ein, als ginge es um ein Trainingsspiel am Sonntagnachmittag.

"Ich habe meinen Spielern gesagt: Wenn ihr schon verliert, dann wenigstens mit Würde. Leider haben sie mich beim Wort genommen - und sich höflich zurückgehalten", seufzte Dresdens Trainer Maikma Nauskas nach dem Spiel.

Dabei hatte der Abend gar nicht so trostlos begonnen. Dinamo stand mutig in einer offensiven Ausrichtung, suchte früh den Weg nach vorn - allerdings so, wie man im Dunkeln das Licht sucht: verzweifelt und ohne Erfolg. Drei Torschüsse im gesamten Spiel, davon keiner wirklich gefährlich. Der Ballbesitz von 46 Prozent täuschte lediglich über die Tatsache hinweg, dass Eschborn mit jedem Angriff gefährlicher wirkte als Dresden mit dem ganzen Spielplan.

Das 0:1 fiel in der 29. Minute: Jacob Holz, Eschborns quirliger Rechtsaußen, traf nach schönem Zuspiel von Joel Duff. "Ich wollte eigentlich flanken", grinste Holz später, "aber dann hab ich’s mir anders überlegt - war ja keiner da zum Köpfen." Nur vier Minuten später legte Corey Longfellow nach, als Dresdens Abwehr kollektiv den Pausentee vorbereitete.

Kurz darauf bekam Marcel Conrad die Gelbe Karte - vermutlich aus Frust, dass er der Einzige in Gelb sein wollte, der wenigstens auffiel.

Nach der Pause wechselte Eschborn gleich dreimal - der junge Sven Will kam für Duff, und das sollte sich auszahlen. In der 52. Minute erhöhte Rechtsverteidiger Marek Kisel auf 3:0, ein Treffer, der in seiner Entstehung so einfach war, dass selbst der Linienrichter kurz ungläubig schaute. "Wir haben das im Training geübt", meinte Eschborns Trainer Yas Sin augenzwinkernd. "Also, das mit dem Gegner, der nicht stört."

Ab der 70. Minute nahm das Unheil endgültig Fahrt auf. Sven Will, der kaum zehn Minuten auf dem Platz stand, traf selbst zum 4:0 nach Vorarbeit von Thalis Ardizoglou. Nur acht Minuten später durfte auch Tomasz Buchholz jubeln, nachdem Will erneut glänzend vorgelegt hatte. Dresden wirkte zu diesem Zeitpunkt wie ein Boxer, der längst angezählt war, aber noch höflich wartet, bis der Ringrichter das Handtuch reicht.

Den Schlusspunkt setzte - wer sonst - Jacob Holz in der 88. Minute mit seinem zweiten Tor. Er nahm den Ball, drehte sich, schloss ab - und Alf Abelson im Dresdner Tor streckte sich vergeblich. 0:6. Das Publikum quittierte den Treffer mit einem kollektiven Raunen, das irgendwo zwischen Entsetzen und Galgenhumor pendelte.

"Das war heute einfach peinlich", gestand Dinamo-Stürmer Christopher Hammer nach dem Spiel. "Wir hatten uns vorgenommen, Eschborn zu ärgern. Am Ende haben wir sie eher unterhalten."

Eschborn dagegen feierte ausgelassen - aber mit Stil. "Es war ein starker Auftritt meiner Jungs", lobte Trainer Yas Sin. "Ich hab ihnen vorher gesagt: Wenn ihr schon so weit fahrt, bringt wenigstens was mit. Sechs Tore sind ein schönes Souvenir."

Statistisch gesehen war das Spiel fast ausgeglichen - zumindest, wenn man die Zahlen falsch liest. Dresden hatte 46 Prozent Ballbesitz, Eschborn 54. Die Gäste gaben acht Torschüsse ab, die Gastgeber drei. Aber während bei Eschborn fast jeder Schuss gefährlich wurde, wirkte Dresden harmlos wie ein Kätzchen ohne Krallen.

In der Kabine von Dinamo herrschte nach dem Abpfiff betretenes Schweigen. Nur einer wagte einen vorsichtigen Witz: "Vielleicht war das ja eine Form von Frühjahrsputz", murmelte Verteidiger Julius Buchholz, "alles Schlechte mal rauslassen." Niemand lachte - zumindest nicht laut.

Für Eschborn geht die Pokalgeschichte weiter, für Dresden bleibt nur die Hoffnung, dass Alpträume irgendwann enden. Und falls Maikma Nauskas nach einer positiven Erkenntnis suchte: Zumindest blieb niemand verletzt.

Oder, wie ein Dresdner Fan beim Hinausgehen trocken sagte: "Manchmal ist Verlieren auch eine Kunst - nur leider keine, die man sich an die Wand hängen möchte."

25.06.643993 11:13
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