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Eschborn tanzt Beuel aus - Holz doppelt, Antonio trifft, Aslan fliegt

48358 Zuschauer, Flutlicht, 11. Spieltag der 1. Liga Deutschland - und der 1. FC Eschborn zeigte dem SV Beuel am Dienstagabend eindrucksvoll, dass Heimvorteil manchmal einfach bedeutet: Man darf länger jubeln. Mit 3:1 (2:1) gewann das Team von Trainer Yas Sin gegen die Gäste aus Beuel, die zwar engagiert begannen, aber spätestens nach der Gelb-Roten Karte für Mahir Aslan den Stecker gezogen bekamen.

Die Partie begann flott, fast zu flott für die Abwehrreihen. Bereits in der 8. Minute prüfte Beuels Pascal Charpentier den Eschborner Keeper Logan Cochran - der parierte lässig und grinste danach in Richtung Tribüne, als wolle er sagen: "War das schon alles?" Die Antwort kam in Rot-Schwarz: Tomasz Buchholz und Jacob Holz kombinierten sich in den Strafraum, Holz zielte in der 10. Minute knapp daneben, kündigte aber an, was später folgen sollte.

In der 25. Minute machte es der 28-Jährige besser. Nach einem energischen Vorstoß über Tibor Nyilasi und einer cleveren Ablage zimmerte Holz den Ball rechts oben ins Eck - 1:0. Der Jubel war noch nicht verklungen, da schlug Fernando Antonio vier Minuten später zu. Nach feinem Zuspiel von Bernt Geier schob der Mittelstürmer eiskalt ein - 2:0. "Da war richtig Feuer drin, wir wollten’s wissen", grinste Trainer Yas Sin später und ergänzte süffisant: "Wenn wir schon offensiv aufstellen, dann auch richtig."

Doch Beuel zeigte Moral. Nur vier Minuten nach Antonios Treffer, in der 33. Minute, köpfte Innenverteidiger Javier Albinana nach einer Charpentier-Ecke zum 2:1 ein. Ein klassisches "Jetzt sind wir wieder da"-Tor. SV-Trainer Rene Kuhl gestikulierte wild an der Seitenlinie, die Gäste warfen alles nach vorn - zumindest bis zur Pause.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Gelben für Beuels Abwehrchef Mahir Aslan (48.) - und der schien ab da wie auf rohen Eiern zu stehen. "Ich wollte einfach mal ein Zeichen setzen", erklärte er später mit einem Schulterzucken. Leider setzte er noch eines: In der 80. Minute sah er nach einem taktischen Foul Gelb-Rot. Da lag seine Mannschaft allerdings schon 1:3 hinten.

Das entscheidende Tor fiel in der 63. Minute. Wieder war es Jacob Holz, der nach einem präzisen Pass von Rastislav Harsanyi das Leder mit der Innenseite ins lange Eck schlenzte. "Ich hab einfach den Kopf ausgeschaltet", sagte Holz nach dem Spiel mit einem Schmunzeln. "Vielleicht sollte ich das öfter tun."

Statistisch war’s eine klare Sache: 16 zu 9 Torschüsse, 54,8 % Ballbesitz und eine Zweikampfquote von 53,6 % - die Zahlen spiegelten Eschborns Spiel wider: kontrolliert, entschlossen, manchmal fast verspielt. Beuel dagegen kämpfte, rackerte, fiel aber in der Schlussphase auseinander. Nach Aslans Platzverweis brachte Kuhl noch den jungen Bernt Burger (82.) und später Torsten Behrens (86.), doch das änderte nichts mehr. "Wir haben’s versucht, aber Eschborn war einfach wacher", seufzte Kuhl. "Vielleicht lag’s am Kaffee. Unserer war wohl koffeinfrei."

Eschborns Coach Sin nutzte die Schlussminuten für symbolische Wechsel: Routinier Nevio Dietrich durfte in der 90. Minute noch mal ran, ebenso die Youngster Marvin Wegner (20) und Johannes Nowak (19). Letzterer kam für den ausgepumpten Fernando Antonio und hatte gleich noch einen Kopfballversuch in der Nachspielzeit. "Wenn der reingeht, kauf ich ihm morgen Frühstück", scherzte Sin - Nowak grinste, als hätte er’s ernst genommen.

Beuels Torhüter Jay Reid verhinderte Schlimmeres, hielt gegen Geier (83.) und Kisel (89.) stark, aber am Ende blieb es beim verdienten 3:1. Die Fans feierten ihre Mannschaft minutenlang, während Holz und Antonio Arm in Arm vom Platz gingen. "Das war heute ein Statement", sagte Holz, "nicht laut, aber deutlich."

Fazit? Ein Spiel mit Tempo, Toren und Temperament. Eschborn war reifer, Beuel zu ruppig, Mahir Aslan zu ehrgeizig - und Jacob Holz schlicht zu gut. Wenn der 1. FC Eschborn so weiterspielt, wird man bald nicht nur über seine Offensive reden, sondern auch über seine Chancen auf die oberen Tabellenplätze.

Und irgendwo in der Kabine des SV Beuel dürfte Trainer Rene Kuhl leise gemurmelt haben: "Hauptsache, nächste Woche wird’s nicht wieder so offensiv."

22.09.643990 22:47
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