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Eintracht Völlen fegt Ludwigshafen mit 4:0 vom Platz - Gala in 45 Minuten

Eintracht Völlen hat am 17. Spieltag der 1. Liga Deutschland ein echtes Feuerwerk abgebrannt - und zwar in nur einer Halbzeit. 4:0 hieß es am Ende gegen ein völlig überfordertes Ludwigshafen. 32.547 Zuschauer im Völlener Stadion sahen eine erste Halbzeit, die an ein Trainingsspiel erinnerte - allerdings eines, bei dem nur eine Mannschaft den Ball hatte.

Schon nach 60 Sekunden klingelte es im Kasten der Gäste. Michael MacLachlan, der rechte Wirbelwind, nahm einen Querpass von Juanito Coelho direkt und versenkte den Ball trocken ins rechte Eck. "Ich dachte eigentlich, wir wollten abtasten", grinste Trainer Dennis Hees später, "aber Michael hat anscheinend andere Pläne gehabt."

Von da an rollte Angriff auf Angriff auf das Ludwigshafener Tor. Die Gäste, von Coach Frank Seil mutig mit einer offensiven Grundordnung auf den Platz geschickt, wirkten, als hätten sie vergessen, dass man auch verteidigen darf. Nach 19 Minuten erhöhte Javier Coelho nach herrlicher Vorlage von Zakhar Schitnik auf 2:0. "Da war der Ball schneller als mein Gedanke", murmelte Ludwigshafens Innenverteidiger Xavi Manuel später entnervt.

Die Völlener spielten weiter wie im Rausch, ließen den Ball laufen, kurz, präzise, elegant - 56 Prozent Ballbesitz und 21 Torschüsse sprechen eine deutliche Sprache. Besonders die Flügelzange Coelho und MacLachlan war nicht zu bremsen. Ludwigshafen dagegen brachte es auf ganze vier Schüsse aufs Tor - zwei davon so harmlos, dass der Balljunge schon nach der Fahne griff, bevor der Keeper ihn überhaupt fing.

In der 42. Minute folgte der nächste Streich: Joris Manser zirkelte den Ball nach feiner Vorarbeit von Jakub Licka ins lange Eck - 3:0. Zwei Minuten später war der Arbeitstag für Ludwigshafens Torwart Mattia Plataci endgültig zum Albtraum geworden: Lewis Preston vollendete nach Vorarbeit von MacLachlan zum 4:0. "Ich wusste gar nicht, dass man in 45 Minuten so alt werden kann", stöhnte Plataci hinterher.

Die zweite Halbzeit war dann eher Schaulaufen. Völlen nahm Tempo raus, Ludwigshafen versuchte Schadensbegrenzung - und scheiterte dabei wenigstens nicht noch einmal. Trainer Seil wechselte in der Pause Stürmer Aaron Preston aus, doch auch sein Ersatz Esteban Prieto blieb unsichtbar. Stattdessen sammelten die Gäste Gelbe Karten wie andere Leute Payback-Punkte: Roger Hahn (56.), Joel Fournier (59.) und Abbas Bischara (96.) sahen alle Gelb - sinnbildlich für ein Team, das spät, aber immerhin noch mit Härte reagierte.

Völlen dagegen ließ Ball und Gegner laufen, fast schon zu entspannt. "Wenn du 4:0 führst, willst du nicht noch das fünfte erzwingen und dir die Beine brechen", meinte Hees nach dem Spiel. Gleichzeitig wollte er den Fokus behalten: "Wir wissen, dass wir so eine Halbzeit nicht jede Woche spielen können. Aber heute - das war schon Sahne."

In der 68. Minute gönnte Hees seinem Stammtorhüter Karsten Lange eine Pause - ein Luxus, den man sich nur bei einem derart einseitigen Spiel leisten kann. Josef Tadic übernahm den Platz zwischen den Pfosten und musste keinen einzigen Ball halten. Später kam noch Ivan Bilic (81.) und in der Nachspielzeit Lennard Stoll für den leicht angeschlagenen Licka, der kurz vor Schluss eine Blessur erlitt.

Die Fans feierten jeden Pass, jede Finte, jeden Trick. Als MacLachlan in der 77. Minute noch einmal ansetzte und mit einem Übersteiger seinen Gegenspieler ins Leere laufen ließ, raunte es durchs Stadion wie beim Feuerwerk an Silvester. "Wenn wir so weiterspielen, müssen wir Eintritt verlangen - auch fürs Training", lachte Coelho nach Abpfiff.

Ludwigshafen-Coach Seil hingegen wirkte fassungslos: "Wir wollten offensiv agieren, aber anscheinend haben wir das mit ’offen’ verwechselt." Als dann noch ein Reporter fragte, ob er über personelle Konsequenzen nachdenke, antwortete er trocken: "Ich überlege eher, ob ich morgen überhaupt noch die Videoanalyse ertrage."

Das Publikum verabschiedete die Heimmannschaft mit Standing Ovations. Eintracht Völlen zeigte in 45 Minuten, was passiert, wenn Spielfreude, Präzision und Selbstvertrauen in einer perfekten Melange zusammenkommen. Ludwigshafen dagegen dürfte froh gewesen sein, dass Fußballspiele nicht 180 Minuten dauern.

Ein kleiner Trost für die Gäste: In der zweiten Halbzeit stand immerhin die Null - aber auch nur, weil Völlen es so wollte.

Oder, wie MacLachlan beim Gang in die Kabine augenzwinkernd sagte: "Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit gewonnen. Die zweite war nur noch für die Statistik."

Und die Statistik war eindeutig: 21:4 Torschüsse, 56 Prozent Ballbesitz, 57 Prozent gewonnene Zweikämpfe - kurzum: ein Klassenunterschied in Zahlenform.

Eintracht Völlen darf sich nach dieser Gala berechtigte Hoffnungen auf die obere Tabellenhälfte machen. Und Ludwigshafen? Sollte vielleicht beim nächsten Mal den Bus nicht nur zum Stadion fahren, sondern vor dem Tor parken.

23.07.643987 07:37
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