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Cerrense schlägt Capurro Fenix 3:1 - ein Blitzstart mit Nachspielzeit

Primera Division | 34. Spieltag | 14.09.26 | CD Cerrense - Capurro Fenix 3:1

CD Cerrense hat am 34. Spieltag der Primera Division Capurro Fenix mit 3:1 (3:1) besiegt. Vor 30.488 Zuschauern legte die Mannschaft von Trainer Leahcim Gnipeur einen furiosen Start hin und entschied die Partie praktisch schon vor der Pause. Capurro Fenix hatte zwar mehr Ballbesitz, aber Cerrense offenbar die deutlich bessere Gebrauchsanweisung für den Ball.

Die Gäste kamen mit offensiver Ausrichtung und dem klaren Auftrag, bei jeder sich bietenden Gelegenheit abzuschließen. Das tat Capurro Fenix dann auch - manchmal allerdings mit einer Begeisterung, die an das ungeduldige Drücken eines defekten Aufzugknopfs erinnerte. Daniel Vega prüfte Cerrenses Defensive bereits in der dritten Minute, Alexis Sanchez legte sechs Minuten später nach. Tore gab es zunächst trotzdem nur auf der anderen Seite.

In der zehnten Minute schlug Cerrense erstmals zu. Gottfried Van Cortlandt verwertete die Vorarbeit von Friedrich Voss und brachte die Gastgeber in Führung. Lange hielt die Freude nicht, denn Capurro Fenix antwortete praktisch im Gegenzug: Daniel Vega traf in der elften Minute nach Zuspiel von Jozef Skrtel zum 1:1. Das Spiel hatte zu diesem Zeitpunkt mehr Tempo als manche Mannschaft über 90 Minuten.

Cerrense ließ sich vom schnellen Ausgleich nicht beeindrucken. In der 14. Minute stellte Arvid Davidsen den alten Abstand wieder her. Christian Petrizzi bereitete den Treffer vor, und Davidsen vollendete mit der Ruhe eines Mannes, der offenbar schon wusste, dass die Abwehr ihm diesen Moment gönnen würde. "Wir wollten sicher auf gute Chancen warten", lautete die sinngemäße Botschaft von Trainer Gnipeur nach der Partie. "Heute haben wir das Warten allerdings sehr kurz gehalten."

Für zusätzlichen Ärger sorgte bei Cerrense in der 17. Minute eine Verletzung von Silvestre Verdasco. Alejandro Nani musste daraufhin ausgewechselt werden, Verdasco kam für ihn ins Spiel - ein bemerkenswerter Wechsel, der sich auf dem Papier etwas komplizierter liest als auf dem Rasen. Die Zuschauer quittierten die Szene mit besorgtem Raunen, danach aber schnell wieder mit lautstarker Unterstützung.

Capurro Fenix blieb gefährlich, insbesondere über Sanchez und Vega. Doch Cerrense verteidigte aufmerksam und setzte seine eigene offensive Linie fort. In der 33. Minute fiel das 3:1: Marc Hayman traf nach Vorlage von Emilio Albinana. Hayman war zuvor bereits mehrfach auffällig geworden und belohnte seinen nimmermüden Auftritt schließlich mit dem wichtigsten Schuss des Abends - zumindest für die Gastgeber.

Zur Pause führte Cerrense 3:1, obwohl Capurro Fenix mit 53,2 Prozent etwas mehr Ballbesitz hatte. Der Fußball erwies sich damit erneut als jener eigensinnige Sport, in dem man den Ball länger haben kann, ohne ihn deshalb zwingend sinnvoll zu benutzen. Cerrense kam auf 15 Torschüsse, Capurro Fenix auf 11.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste, den Druck zu erhöhen. Peter Bach, Sanchez und Carles Penas suchten den Abschluss, während Cerrense mit großem Einsatz und situativem Pressing dagegenhielt. Friedrich Voss sah in der 49. Minute die Gelbe Karte, Pierre Valentine wurde in der Nachspielzeit verwarnt. Weitere Treffer blieben aus.

Cerrense spielte die Führung souverän herunter, ohne sich vollständig zurückzuziehen. Davidsen, Hayman und Voss blieben angriffslustig, Torhüter Joseba Mendes musste jedoch nicht mehr hinter sich greifen. "Wir hätten gern noch einmal getroffen", hätte Hayman in einer augenzwinkernden, frei erfundenen Kabinenszene sagen können. "Aber irgendwann muss man dem Gegner auch die Illusion lassen, noch im Spiel zu sein."

So blieb es beim 3:1. Capurro Fenix hatte den Ball, Cerrense hatte die Tore - und am Ende, wie es im Fußball gelegentlich vorkommt, auch die Punkte. Ein Abend, an dem die Hausherren früh aufdrehten und die Gäste erst danach merkten, dass das Spiel bereits begonnen hatte.

14.09.2026 22:08
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