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Primera Division | 31. Spieltag | 11.09.26 | Defeder Sporting - CD Cerrense 0:4 Dann allerdings legte CD Cerrense los - und zwar mit der Beharrlichkeit eines Gastes, der nicht nur zum Kaffee gekommen ist. Am Ende gewann die Mannschaft von Trainer Leahcim Gnipeur mit 4:0 bei Defeder Sporting und verwandelte die zweite Halbzeit in eine ziemlich einseitige Angelegenheit. Dabei hatte Cerrense schon vor der Pause deutlich gemacht, wohin die Reise gehen sollte. Salvador Meira prüfte die Defensive früh, zunächst in der 3. und 9. Minute. Domingo Andrade versuchte es ebenfalls, Gottfried Van Cortlandt tauchte gefährlich vor dem Tor auf, Ruben Benitez schaltete sich aus dem Mittelfeld ein. Die Gäste kamen in den ersten 45 Minuten auf zahlreiche Abschlüsse, während Defeder Sporting lediglich damit beschäftigt war, den Abend nicht vollends aus der Hand zu geben. Die Hausherren spielten nominell offensiv und wollten mit ausgewogenem Aufbau nach vorn kommen. Trainer Luis Muriel setzte auf intensive Zweikämpfe und ein Pressing, das vor allem im Rückstand greifen sollte. Das Problem: Der Rückstand kam - und das Pressing offenbar nicht rechtzeitig. Cerrense hatte 56,6 Prozent Ballbesitz, gewann 56,6 Prozent der Zweikämpfe und gab insgesamt 20 Torschüsse ab. Defeder Sporting brachte es auf drei. Die Statistik war damit nicht unhöflich, aber sehr deutlich. In der 32. Minute wurde es für die Gastgeber zusätzlich unübersichtlich. Salvador Cunha wurde in einer hektischen Phase ausgewechselt, Rene Hess kam ins Spiel, verletzte sich jedoch ebenfalls. Das war jener Moment, in dem selbst der Linienrichter kurz so aussah, als würde er gern die taktische Tafel übernehmen. Die Zuschauer quittierten die Szene mit unruhigem Raunen. "Jetzt erst recht!", hätte man sich einen Defeder-Spieler zurufen hören können. Allein: Das Spiel hörte nicht darauf. Nach der Pause fiel der Bann. In der 50. Minute traf Ruben Benitez zum 1:0 für Cerrense. Friedrich Voss hatte die Vorarbeit geliefert, Benitez selbst belohnte den bis dahin enormen Aufwand. Defeder Sporting hatte gerade einen eigenen Abschluss von Domingo Garcia hinter sich, doch der kurze Hoffnungsschimmer verglomm schneller als ein Feuerzeug im Gegenwind. In der 65. Minute erhöhte Gottfried Van Cortlandt auf 2:0, vorbereitet von Inigo Ze Castro. Der junge Mittelstürmer hatte zuvor bereits mehrfach angeklopft - nun öffnete ihm die Abwehr endlich die Tür. "Der war irgendwann einfach fällig", hätte Van Cortlandt nach dem Spiel wohl sagen können; ein offizielles Zitat liegt allerdings nicht vor. Seinen zweiten Treffer erzielte er in der 77. Minute, diesmal nach Zuspiel von Benitez. Dazwischen hatte Arvid Davidsen in der 71. Minute das 3:0 markiert. Defeder Sporting mühte sich. Patrik Sundström und Garcia suchten den Abschluss, doch Torwart Jose Yago musste kaum ernsthaft um seinen Feierabend fürchten. Dario Buljat und Ivan Hasa sahen in der Schlussphase noch Gelb - kleine Randnotizen in einer Partie, deren große Geschichte längst geschrieben war. Trainer Muriel dürfte sich den Abend anders vorgestellt haben. Gnipeur hingegen konnte zufrieden beobachten, wie seine Mannschaft nach der Pause mit starkem Einsatz, kontrolliertem Passspiel und zunehmendem Druck den Gegner auseinandernahm. Vier Tore, 20 Torschüsse, kein Gegentreffer: Cerrense nahm nicht nur drei Punkte mit, sondern auch die Gewissheit, dass Geduld manchmal belohnt wird. Bei Defeder Sporting wird man sich dagegen fragen, ob die Halbzeitpause wirklich 15 Minuten dauerte - oder nur gefühlt. 11.09.2026 22:57 |
Sprücheklopfer
Zu 50 Prozent stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht!
Rudi Völler