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Bonner SC tanzt Bad Kleinen aus - 3:1-Heimsieg mit Feuer und Karten

Es war ein Abend, wie ihn die Bonner Fans lieben: Flutlicht, volles Haus und ein Gegner, der sich tapfer wehrte, aber am Ende doch nur die zweite Geige spielte. Vor 33.565 Zuschauern im Sportpark Nord gewann der Bonner SC am 12. Spieltag der 1. Liga Deutschland mit 3:1 gegen Bad Kleinen - und das mit einer Mischung aus Spielfreude, Disziplin (meistens) und einem Hauch von Chaos in der Schlussphase.

Von Beginn an machte Bonns Trainer Lukas Teuber deutlich, dass er die drei Punkte fest eingeplant hatte. "Wir wollten früh zeigen, dass das hier unser Rasen ist", erklärte er später mit einem Grinsen, das irgendwo zwischen Stolz und Erleichterung lag. Und seine Mannschaft folgte der Ansage: Schon nach 15 Minuten zappelte der Ball im Netz. Rechtsverteidiger Mario Baiao, sonst eher der Mann für das rustikale Tackling, traf nach feiner Vorarbeit von Adamantios Manos - ein Treffer, der so viel Eleganz hatte, dass man kurz vergaß, dass er von einem Defensivspieler kam.

Bad Kleinen, trainiert vom geheimnisvoll-nüchtern auftretenden Coach Cw WC, ließ sich davon erst einmal nicht beirren. Die Gäste kamen über die Flügel, vor allem der junge Gustav Hübner sorgte links für Betrieb. Sein Distanzschuss in der 7. Minute zwang Bonns Keeper Amaury Panero zu einer spektakulären Flugeinlage, die das Publikum mit einem "Oooh!" quittierte, das man vermutlich noch bis auf den Marktplatz hörte.

Zur Halbzeit stand es 1:0 für Bonn - verdient, aber keineswegs ungefährdet. Die Gäste hatten mehr vom Ball, als das Ergebnis vermuten ließ (44 Prozent Ballbesitz, 7 Torschüsse), doch die Bonner Defensive hielt, was sie versprach. "Wir haben uns einfach mal gedacht: Warum nicht Beton anrühren, der hält ja auch bei Regen", witzelte Innenverteidiger Daniele Simeri Crichi nach dem Spiel.

Nach dem Seitenwechsel legte der Bonner SC wieder los wie die Feuerwehr. Nur vier Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Charles Catrall auf 2:0, nachdem Cameron Prinsloo die Abwehr mit einem butterweichen Pass aushebelte. "Ich musste nur noch den Fuß hinhalten", sagte Catrall hinterher lachend - was in Fußballerdeutsch bekanntlich "Ich war genial positioniert" bedeutet.

Doch Bad Kleinen steckte nicht auf. In der 64. Minute belohnte sich der auffällige Gustav Hübner für seinen engagierten Auftritt. Nach Vorarbeit von Manuel Semeraro schlenzte er den Ball aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 2:1-Anschlusstreffer - und plötzlich war wieder Spannung in der Bude. Gästetrainer WC schrie seine Jungs nach vorne, fuchtelte mit den Armen und wirkte für einen kurzen Moment lebendiger als in den gesamten 60 Minuten zuvor.

Die Bonner reagierten mit Wut im Bauch - und Cameron Prinsloo mit Gold im Fuß. In der 77. Minute setzte er zum Solo an, tanzte zwei Verteidiger aus und schob den Ball überlegt zum 3:1 ins Tor. Der Jubel war groß, der Sieg greifbar - und dann kam Joao Varela. Der Innenverteidiger, bereits mit Gelb vorbelastet, holte sich in der 81. Minute die Ampelkarte ab, nachdem er offenbar vergessen hatte, dass man Gegenspieler nicht mit einer Umarmung am Trikot festhält. "Ich wollte nur sicherstellen, dass er mich mag", meinte Varela später mit einem Augenzwinkern, während Trainer Teuber die Hände über dem Kopf zusammenschlug.

Trotz Unterzahl brachte Bonn den Vorsprung souverän über die Zeit. Bad Kleinen versuchte es noch einmal mit jugendlichem Elan - Coach WC wechselte gleich dreimal in 10 Minuten, unter anderem den 18-jährigen Benedikt Höwedes ein - aber der große Durchbruch blieb aus. Die Bonner Defensive, jetzt mit Herz und Hektik, ließ nichts mehr anbrennen.

Am Ende standen 11:7 Torschüsse, 55 Prozent Ballbesitz und ein verdienter 3:1-Heimsieg für den Bonner SC. Die Fans feierten ihr Team minutenlang, während Lukas Teuber auf der Pressekonferenz trocken meinte: "Manchmal ist Fußball eben kein Schönheitswettbewerb - aber heute war’s einer."

Gästetrainer WC hingegen blieb seiner Linie treu: "Wir haben gespielt, Bonn hat getroffen. Das ist der Unterschied." Treffender hätte man das Spiel wohl kaum zusammenfassen können.

Und so verlässt der Bonner SC den Platz als lachender Sieger, während Bad Kleinen zurück in den Bus steigt - vermutlich mit der Erkenntnis, dass man in Bonn nicht nur gute Süßigkeiten, sondern auch ziemlich bittere Pillen serviert bekommt.

04.10.643990 11:03
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Klaus Allofs
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