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Bonner SC dreht das Spiel: 4:2-Sieg gegen Merseburg nach furioser Wende

Es war ein Montagabend, wie ihn die Bonner Fans so schnell nicht vergessen werden. Flutlicht, Spannung, Drama - und am Ende Jubel in Blau: Der Bonner SC bezwang den VfB Merseburg mit 4:2 (1:2) und drehte damit ein bereits verloren geglaubtes Spiel in ein kleines Fußballfest. 34.538 Zuschauer im Sportpark Nord sahen, wie sich die Mannschaft von Lukas Teuber nach einem desolaten Start eindrucksvoll zurückmeldete.

Dabei hatte es zunächst gar nicht nach einem Bonner Sieg ausgesehen. Merseburgs Mark Bayer brachte die Gäste in der 23. Minute nach einem blitzsauberen Konter über Rechtsaußen Javi Gutierre in Führung. Nur fünf Minuten später legte Martin Pudil mit einem flachen Schuss ins lange Eck nach - 0:2, und die Bonner Defensive wirkte kurzzeitig wie ein Kartenhaus im Wind. Trainer Teuber raufte sich die Haare, während Merseburgs Coach Dieter Bergmann an der Seitenlinie zufrieden nickte. "Da haben wir gedacht: Heute läuft’s!", grinste Bergmann später - wohlwissend, wie trügerisch dieser Gedanke war.

Denn dann wachte Bonn auf. Antonio Gutierrez, der flinke Linksaußen mit südamerikanischem Temperament, traf in der 34. Minute nach einer butterweichen Flanke von Adamantios Manos zum 1:2. "Ich hab einfach die Augen zugemacht und gehofft, dass der Ball reingeht", lachte Gutierrez nach dem Spiel - und fügte augenzwinkernd hinzu: "Hat ja geklappt."

In der Pause schien Teuber die passenden Worte gefunden zu haben. Oder, wie er es später formulierte: "Ich habe nur ganz ruhig erklärt, dass wir vielleicht mal anfangen sollten, Fußball zu spielen." Das Team nahm sich den Rat zu Herzen. Schon zwei Minuten nach Wiederanpfiff drosch Charles Catrall den Ball nach Vorarbeit von Cameron Prinsloo zum 2:2 in die Maschen - und das Spiel stand plötzlich Kopf.

Von da an war der Bonner SC nicht mehr zu bremsen. Die Hausherren dominierten das Geschehen, hatten am Ende 54 Prozent Ballbesitz und feuerten ganze 17 Torschüsse ab. Merseburg kam nur noch sporadisch vor das Tor, und wenn, dann parierte Bonns Torhüter Amaury Panero sicher. In der 75. Minute belohnte sich Yannick Van Moer für seinen unermüdlichen Einsatz: Nach einer erneuten Vorlage von Prinsloo erzielte der 22-Jährige das 3:2 - ein Tor, das den Sportpark Nord förmlich explodieren ließ.

Der Rest war Schaulaufen. In der 89. Minute setzte Catrall mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt. Fabio Valdes hatte den Ball von rechts flach in den Strafraum gebracht, Catrall drehte sich elegant um seinen Gegenspieler - und vollendete mit der Coolness eines Routiniers. "Ich hab gar nicht gesehen, dass der Torwart noch da war", grinste der 32-Jährige. "Ich hab einfach gemacht."

Merseburgs Cristobal Veloso sorgte in der Nachspielzeit noch für ein unschönes Nachspiel, als er nach einer Gelb-Roten Karte wegen wiederholten Foulspiels das Feld verlassen musste. "Ich hab doch nur den Ball gespielt", rief er noch - allerdings war weit und breit kein Ball zu sehen.

Statistisch gesehen war Bonns Sieg mehr als verdient: 17 zu 9 Schüsse aufs Tor, knapp 54 Prozent Ballbesitz und eine Zweikampfquote von 52,5 Prozent sprechen eine deutliche Sprache. Teuber lobte vor allem den Charakter seiner Mannschaft: "Nach einem 0:2 so zurückzukommen - das zeigt, dass wir mehr als nur gute Fußballer sind. Wir sind ein Team."

Bergmann hingegen suchte Trost in Galgenhumor: "Vielleicht hätten wir nach dem 2:0 einfach das Spiel abpfeifen sollen. Wäre für alle entspannter gewesen."

Als die Bonner Spieler nach dem Schlusspfiff vor der Fankurve tanzten, hallte es laut durch den Abend: "Bonn ist wieder da!" Und irgendwie war das nicht nur ein Gesang, sondern eine Kampfansage an die Liga.

Denn wer ein 0:2 so eindrucksvoll in ein 4:2 verwandelt, darf träumen - zumindest bis zum nächsten Montagabend, wenn die Realität wieder anruft. Doch an diesem Abend gehörte sie ganz allein den Bonnern.

02.06.643993 12:29
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