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Promotion League A | 28. Spieltag | 08.09.26 | FC Ascona - SC Saviese 3:0 7060 Zuschauer waren um 20.30 Uhr gekommen und mussten nicht lange auf Unterhaltung warten. Bereits nach einer Minute gab Alexandre Auclair den ersten Warnschuss ab. Es folgten Mike Kluge, Jerome Preuss, Loris Degano - Ascona spielte, als hätte jemand vergessen, den Pausenpfiff zu programmieren. Saviese stand zunächst ausgewogen, griff aber weder besonders früh noch besonders energisch an. Das Pressing blieb aus. Eine taktische Entscheidung, die ungefähr so wirkte, als würde man bei einem Feuer höflich um etwas weniger Rauch bitten. In der 13. Minute fiel dann das erste Tor. Nach einer Vorlage von Andre Celine traf Innenverteidiger Jerome Arndt für Ascona. Der 19-Jährige, der zuvor bereits auf das Tor geschossen hatte, bewies damit, dass ein Innenverteidiger nicht zwingend nur für das Verhindern von Toren zuständig ist. "Ich dachte kurz, ich sei zu weit vorne. Dann war der Ball drin - also kann es nicht ganz falsch gewesen sein", soll Arndt später mit einem Grinsen gesagt haben. Nur drei Minuten später erhöhte Marcel Michael auf 2:0. Sascha Picard hatte vorbereitet, und Saviese bekam nun endgültig den Eindruck, dass dieser Abend länger werden könnte als ursprünglich geplant. Die Gäste kamen kaum zu Entlastung. Ihr erster Torschuss durch Aaron Long in der 32. Minute blieb eine seltene Ausnahme in einer ansonsten sehr einseitigen ersten Hälfte. In der 34. Minute schlug Sascha Picard selbst zu. Vorlage: Jerome Arndt. Der Rechtsverteidiger schloss eine weitere druckvolle Aktion zum 3:0 ab. Ascona hatte damit bereits 13 Torschüsse gesammelt, Saviese einen. "Drei Tore sind schön, aber wir wollten eigentlich weiter Fußball spielen", erklärte Trainer Gargano angeblich nach dem Abpfiff. "Die Mannschaft hat nur leider beschlossen, das mit Nachdruck zu tun." Nach dem Seitenwechsel änderte sich am grundsätzlichen Bild wenig. Ascona blieb offensiv ausgerichtet, setzte auf kurze Pässe und erhöhte in der Schlussphase sogar noch den Einsatz. Saviese bemühte sich, blieb aber harmlos. Jens Schütz gab in der 70. Minute den zweiten und letzten Torschuss der Gäste ab. Mehr war nicht: zwei Abschlüsse in 90 Minuten, während Ascona insgesamt 21-mal auf das Tor zielte. Bemerkenswert war, dass die Gastgeber trotz ihrer Dominanz beim Ballbesitz nur knapp vorne lagen: 50,24 Prozent standen 49,76 Prozent für Saviese gegenüber. Die Partie wurde also nicht durch endloses Ballgeschiebe entschieden, sondern durch die deutlich bessere Nutzung der Möglichkeiten. Auch in den Zweikämpfen lag Ascona vorn: 59,15 Prozent erfolgreiche Tacklings gegenüber 40,85 Prozent. Ab der 79. Minute brachte Gargano Pascal Schäfer für Andre Celine, Pascal Pare für Degano und wenig später Valentin Brun für Kluge. Am Ergebnis änderte das nichts mehr. Ascona verwaltete nicht einfach, sondern blieb bis zum Ende aufmerksam. Saviese suchte den Weg zurück ins Spiel - fand ihn aber offenbar nicht auf dem Stadionplan. So blieb es beim 3:0 (3:0). Ascona hatte das Spiel früh entschieden und danach souverän kontrolliert. Saviese kann immerhin behaupten, die zweite Hälfte ohne Gegentor beendet zu haben. Im Fußball gibt es eben für fast alles einen kleinen Trost. 10.09.2026 21:52 |
Sprücheklopfer
Der Schiri kann froh sein, dass ich ihm keine geschmiert habe.
Werner Lorant