Diarios de Futbol
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Western Pioneers retten sich spät - 1:1 gegen Bull Bay

Es war ein Abend, an dem 79.500 Zuschauer im "Pioneer Park" in einem Moment jubelten, um im nächsten wieder tief zu seufzen. Die Western Pioneers und Bull Bay trennten sich 1:1 - ein Ergebnis, das beiden Teams wohl nicht so richtig schmeckt, aber wenigstens für Gesprächsstoff sorgte.

Schon vor dem Anpfiff war klar: Bull Bay würde nicht zum Kaffeekränzchen erscheinen. Trainer Sports Mann, ein Name wie aus einem Comic, hatte seine Elf offensiv eingestellt - Flügelstürmer Nani und Manu standen so hoch, dass sie fast im Mittelkreis auf den Linienrichter trafen. Und tatsächlich dauerte es keine elf Minuten, bis die Gäste zuschlugen. Marcio Nani, der flinke Rechtsaußen, vollendete nach feinem Zuspiel von Hugo Manu zum 0:1. "Der Ball hat mich fast selbst überrascht", schmunzelte Nani später, "aber wenn man’s nicht versucht, trifft man auch nicht."

Die Pioneers wirkten kurz geschockt, als hätten sie vergessen, dass Fußball ein Laufsport ist. Doch Trainer Karsten NRW blieb stoisch an der Seitenlinie. "Wir wussten, dass Bull Bay früh Druck macht. Ich hab den Jungs gesagt: ’Lasst sie ruhig rennen - irgendwann werden sie müde.’" Es klang damals wie eine Durchhalteparole, später wie eine Prophezeiung.

Denn nach einer halben Stunde begann der Gastgeber, das Spiel an sich zu reißen. Jens Klaus prüfte Keeper Henri Carriere mehrfach, Manuel Palladino flankte, als wolle er den Ball hypnotisieren. Doch das Tor fiel nicht. Stattdessen sammelte Bull Bays Verteidigung Gelbe Karten wie Briefmarken - Pascal Berthier (21.) und Julian Kaufmann (35.) hielten mit rustikaler Zweikampfführung dagegen, sehr zum Missfallen der Pioneers-Fans.

Mit 0:1 ging’s in die Pause, und auf den Tribünen fragte man sich, ob der Abend wieder einer jener typischen Pioneers-Abende werden würde: viel Ballbesitz (am Ende 53,6 %), viele Chancen (12 Schüsse aufs Tor) - und am Ende nur Schulterzucken.

Doch in der 66. Minute platzte endlich der Knoten. Lewis Boyle, bis dahin eher unauffällig, setzte sich auf der rechten Seite durch und legte flach in die Mitte. Dort stand Jens Klaus, der sich selbst als "Mensch mit eingebautem Torriecher" bezeichnet. Dieses Mal schnupperte er richtig: 1:1! Der Jubel war so laut, dass sogar die Möwen über dem Stadion erschrocken die Richtung wechselten.

"Ich hab einfach draufgehalten", lachte Klaus nach dem Spiel. "Wenn der Ball reingeht, sieht’s immer nach Plan aus. Wenn nicht, war’s halt Pech." Trainer NRW nickte zufrieden: "Das war kein Zufall, das war Jens."

Bull Bay versuchte danach, wieder mehr Kontrolle zu gewinnen, doch die Kräfte schwanden sichtbar. Ein verletzter Bruno Calvente (69.) musste raus, später kam es noch zu kuriosen Wechseln in der Nachspielzeit - offenbar wollte Sports Mann seine Innenverteidiger austauschen, um das Ergebnis zu sichern. "Ich dachte, wir sind hier beim Schach", witzelte ein Zuschauer, "aber er spielt wohl mit Bauern und Türmen gleichzeitig."

Die Pioneers drückten bis zum Schluss. In der 90. Minute kam Vitorino Coluna noch einmal zum Abschluss, doch Carriere hielt glänzend. Kurz darauf wechselte NRW gleich dreifach - Bradshaw, Coluna und Palladino verließen das Feld, während Barclay, Ximenez und Etxeita die letzten Sekunden bestritten. Vielleicht wollte der Coach einfach jedem den Applaus gönnen.

Am Ende blieb’s beim 1:1. Ein gerechtes Resultat? Wahrscheinlich schon. Die Statistik spricht leicht für die Hausherren, aber Bull Bay hatte den besseren Start und verteidigte mit Herz und Härte. "Wir haben auswärts einen Punkt geholt - das ist, als hätte man in einer Westernstadt einen Goldnugget gefunden", grinste Bull-Bay-Stürmer Hugo Manu.

Und was bleibt den Pioneers? Ein Gefühl zwischen Erleichterung und Verdruss. Sieg verpasst, Rückstand gedreht, Moral gezeigt. "Ich bin stolz auf die Jungs", sagte Karsten NRW, "aber ich hätte mich auch über zwei Tore mehr gefreut."

Das Publikum verabschiedete die Mannschaft mit Applaus und einem Hauch Ironie - einer rief: "Bis zum nächsten 1:1, Coach!" NRW drehte sich um, grinste und hob den Daumen.

Vielleicht ist das die wahre Stärke dieser Pioneers: Sie lassen sich von Rückschlägen nicht beirren, nicht einmal von ihren eigenen.

Und wer weiß - vielleicht wird dieses 1:1 irgendwann als der Abend in Erinnerung bleiben, an dem Jens Klaus den ersten Stein legte für etwas Größeres. Vorausgesetzt, die Pioneers treffen beim nächsten Mal einfach zweimal.

29.06.643987 22:40
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Wir hatten viele Verletzte, aber das soll den Sieg der Freiburger in keinster Weise schmeicheln.
Andreas Brehme
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