Diarios de Futbol
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Wahnsinn in Serena - Zehn Tore, kein Sieger und jede Menge Drama

Wenn ein Spiel mit einem Feuerwerk beginnt, dann war dieses am Samstagabend in Serena ein ganzes Pyrofestival. 43.500 Zuschauer sahen ein 5:5 zwischen Atletico Serena und Les Milionaros, das eher an einen Jahrmarkt erinnerte als an ein Gruppenspiel der Copa Libertadores. "Ich wusste gar nicht mehr, ob ich lachen oder schreien soll", stöhnte Atletico-Trainer Diego Malek nach Abpfiff - und grinste trotzdem.

Schon nach sechs Minuten brannte der Rasen: Linksverteidiger Noe Rzasa, sonst eher stiller Arbeiter, traf nach einem feinen Doppelpass mit Luís Albinana zum 1:0. Kaum hatte das Stadion den Torjubel beendet, drosch Dimas Sa Pint - der Wirbelwind auf Rechtsaußen - den Ball zum 2:0 ins Netz. "Ich dachte, ich träume", meinte ein Zuschauer mit Bier in der Hand, "aber dann fiel gleich das nächste."

Denn Ezequiel Antunez, Seranas bulliger Mittelstürmer, machte in der 15. Minute das 3:0. "Wir waren in einem Rausch", sagte Antunez später, "vielleicht zu sehr." Denn was dann kam, war eine Lektion in Demut.

Les Milionaros, die bis dahin in der Defensive eher den Eindruck erweckten, sie suchten noch den Stadionausgang, wachten plötzlich auf. Rodrigo Rodriguez, ihr Trainer, hatte offenbar das Zauberwort gefunden - oder einfach sehr laut geschrien. "Ich sagte nur: Jungs, ihr dürft auch Tore schießen", erzählte er mit einem Zwinkern.

Und sie folgten der Anweisung brav: Carsten Schmidt verkürzte in der 18. Minute nach Vorarbeit von Dimas Ximenes. Dann kam die große Stunde des 18-jährigen Juan Godinez, der mit zwei Treffern (39. und 40. Minute) die Gastgeber fast noch vor der Pause ins Wanken brachte. Zwischen all dem hatte Sa Pint jedoch erneut zugeschlagen (33.), sodass es zur Halbzeit 4:3 stand - ein Ergebnis, das man sonst eher aus dem Basketball kennt.

Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte: mit offenem Visier, ohne Rücksicht auf taktische Lehrbücher. Sa Pint, der scheinbar auf Autopilot gestellt war, vollendete in der 48. Minute seinen Hattrick - Vorlage wiederum von Javier Botin, der an diesem Abend mehr Pässe in den Strafraum brachte als ein Postbote Briefe. "Ich dachte, er schießt nie wieder daneben", murmelte Les-Milionaros-Keeper Vitor da Costa, der trotz fünf Gegentoren einer der Besten seines Teams war.

Aber wer dachte, das Spiel sei entschieden, kennt Les Milionaros schlecht. Amaury Pacos, der elegante Linksaußen, antwortete mit einem Doppelschlag (61. und 94. Minute). Erst traf er nach einem cleveren Zuspiel von Timofej Switow, dann - in der vierten Minute der Nachspielzeit - riss er mit dem 5:5 den Gästen einen Punkt aus dem Chaos. "Ich habe einfach draufgehalten", grinste Pacos, "und gehofft, dass der Ball nicht wieder im Orbit landet."

Zwischendurch verteilte der Schiedsrichter auch noch zwei Gelbe Karten an Seranas Verteidiger Nevio Costa (71.) und Carl Assis (87.). Es passte zu einem Abend, an dem Defensive offenbar als optional galt. 13 Torschüsse auf Seiten von Serena, 12 bei den Gästen - statistisch nahezu ausgeglichen, gefühlt aber ein Dauerfeuerwerk. Der Ballbesitz? 51 zu 49 Prozent, also praktisch Gleichstand.

Trainer Malek rang nach dem Abpfiff um Fassung: "Wenn man fünf Tore schießt, sollte man gewinnen. Aber vielleicht ist das hier kein Fußball mehr, sondern Kunst." Sein Gegenüber Rodriguez konterte trocken: "Dann waren wir heute beide Künstler - nur mit unterschiedlicher Farbwahl."

Auch die Fans erlebten ein Wechselbad der Gefühle. Einer rief nach dem späten Ausgleich: "Ich will mein Geld zurück!" - nur um Sekunden später zu lachen: "Nein, eigentlich will ich noch eine Verlängerung!"

Taktisch? Beide Teams spielten laut den Daten "offensiv" - der Computer hätte sich das Tippen sparen können. Pressing, Ordnung, Geduld: Fehlanzeige. Dafür Leidenschaft, Risiko und jede Menge Mut zum Wahnsinn.

Am Ende blieb ein Gefühl zwischen Erschöpfung und Begeisterung. "Ich brauche Urlaub - oder wenigstens ein Torwarttraining", witzelte Seranas Keeper Inigo Alonso beim Rausgehen. Und man glaubte ihm jedes Wort.

Fazit: Atletico Serena und Les Milionaros boten ein Spektakel, das keiner je vergessen wird. Zehn Tore, kein Sieger, aber viele Helden - und ein Publikum, das wohl noch lange von diesem Abend erzählen wird.

Vielleicht war es kein Fußballspiel im klassischen Sinne. Vielleicht war es ein Stück Theater mit elf Statisten pro Seite. Aber eines ist sicher: Wer an diesem 11. Januar 2026 im Stadion war, hat Geschichte gesehen - oder zumindest das schönste Chaos der Copa Libertadores.

14.05.643987 15:26
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Die Alte ist trotzdem unheimlich in Ordnung! Ich habe sie kennengelernt, als ihr Zahnarzt mir das Esszimmer neu tapeziert hat. Kerstin merkte sofort, dass ich bei der Behandlung ein bißchen Schiss hatte. Sie hielt mir ganz lieb das Händchen.
Rudi Assauer über seine neue 24-jährige Lebensgefährtin, die als Zahnarzthelferin arbeitet
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