La Nacion
+++ Sportzeitung für Paraguay +++

UD 2 de Mayo verspielt späten Sieg - Luqueños späte Magie entscheidet 3:2-Krimi

Es war einer dieser Abende in Pedro Juan Caballero, an denen das Stadion schon vor dem Anpfiff brodelte. 25.453 Zuschauer drängten sich auf den Tribünen, als Schiedsrichter Ortega die Partie des 4. Spieltags der 1. Liga Paraguay zwischen UD 2 de Mayo und Atlético Luqueño anpfiff. Und sie bekamen alles, was der Fußball zu bieten hat: frühe Tore, späte Wendungen, Karten, Dramatik - und am Ende ein bittersüßes Ergebnis aus Sicht der Hausherren.

Schon in der sechsten Minute schockte Diego Jemez die Gastgeber. Der flinke Linksaußen der Gäste nutzte die erste Unsicherheit in der Abwehr eiskalt - links an Keeper Jordi Velez vorbei, 0:1. "Ich hab einfach draufgehalten, die Sonne stand günstig", grinste Jemez später, als hätte er gerade über einen Sonntagsspaziergang gesprochen.

Doch UD 2 de Mayo zeigte Moral. Trainer Nurullah Sahin peitschte seine Jungs von der Seitenlinie an, während die Fans rhythmisch auf die Werbebanden trommelten. In der 27. Minute war es dann Sebastian Hummel, der eine wunderbare Vorlage von Diego Fortun mit einem satten Rechtsschuss zum 1:1 verwandelte. Ein Tor, das den Rasen zum Beben brachte. "Wir wussten, dass wir sie knacken können", erklärte Hummel später, "und ehrlich gesagt: Wir hätten danach nachlegen müssen."

Hätten sie auch - denn Chancen waren da. UD 2 de Mayo hatte knapp mehr Ballbesitz (51,5 Prozent) und 10 Torschüsse, doch die Gäste aus Luqueño zeigten, warum sie als auswärtsstark gelten. Immer wieder tauchten Xavi Longas und Patrik Reimann gefährlich vor dem Tor auf. Besonders Longas betrieb Chancenwucher im Akkord: gleich fünf Mal prüfte er Torhüter Velez - der sich mehrfach auszeichnen konnte.

Kurz nach der Pause drehte Hummel erneut auf. In der 50. Minute schlenzte er einen Pass von Carlos Viqueira in die lange Ecke - 2:1! Sahin sprang an der Seitenlinie so hoch, dass er fast im Mittelkreis landete. "Das war der Moment, in dem ich dachte, wir bringen das nach Hause", sagte er später - und fügte nach einem tiefen Seufzer hinzu: "Tja, Fußball."

Denn Luqueño kam zurück. Erst musste ihr Linksverteidiger Ricardo Lomban in der 67. verletzt vom Platz, ersetzt von Alex de Villota. Statt Bruch im Spiel folgte Aufbruchsstimmung. In der 77. Minute traf Reimann nach feiner Vorarbeit von Pedro Aguas zum 2:2. Reimann, sonst eher stiller Typ, brüllte sein Tor in den Abendhimmel - als wolle er die Sterne mitjubeln lassen.

Dann die 85. Minute: Gelb-Rot für Raúl Meireles nach einem ungestümen Einsteigen - das Publikum tobte, die Bank von UD 2 de Mayo schäumte. "Er sagt, er habe den Ball gespielt. Ich sage, er hat mehr vom Gegner getroffen als vom Ball", kommentierte Sahin trocken. Mit einem Mann weniger wurde es für die Gastgeber zum Überlebenskampf.

Und als alle schon mit einem Unentschieden rechneten, schlug wieder Diego Jemez zu. 88. Minute, Vorlage von Antonio Santos, ein flacher Schuss ins lange Eck - 2:3! Der Gästeblock explodierte, während die Heimfans fassungslos auf der Tribüne verharrten. "Ich wollte eigentlich flanken", witzelte Jemez später mit einem breiten Grinsen, "aber manchmal sagt der Ball halt: Ich mach das selbst."

Die letzten Minuten waren eine Mischung aus Verzweiflung und Hoffnung. Selbst Torhüter Velez rannte in der Nachspielzeit bei einer Ecke nach vorn - ohne Erfolg. Atlético Luqueño verteidigte clever, nüchtern, fast gelangweilt. "Wir haben nie die Ruhe verloren", sagte Kapitän Oskar Kern, "auch wenn mein Puls in der 94. bei 180 war."

Statistisch spiegelt sich der Spielverlauf klar wider: 17 Torschüsse für Luqueño, 10 für die Gastgeber, etwas mehr Ballbesitz für 2 de Mayo, aber die Effektivität lag eindeutig beim Gast. Beide Teams spielten über weite Strecken ausgewogen, taktisch diszipliniert, doch am Ende machte die Kaltschnäuzigkeit des Duos Jemez/Reimann den Unterschied.

Trainer Sahin nahm die Niederlage sportlich: "Wir sind jung, wir lernen. Heute war’s eine Lektion in Sachen Cleverness." Und tatsächlich: Mit einem Durchschnittsalter von kaum über 20 Jahren zeigte seine Elf viel Mut, aber auch, dass Erfahrung manchmal eben doch siegt.

Für Atlético Luqueño hingegen war es ein Auswärtssieg, der Moral und Tabellenplatz stärkt. "Drei Punkte, zwei Tore von Diego, null graue Haare mehr", lachte Coach Paredes nach Abpfiff - und gönnte sich einen kräftigen Schluck Mate-Tee.

Und so blieb es ein Abend, an dem 2 de Mayo lange nach dem Abpfiff noch auf dem Rasen stand, während Luqueño längst jubelnd in der Kabine verschwand. Fußball kann grausam sein - aber selten so schön grausam wie an diesem heißen Januarabend.

22.02.643987 17:39
Login
Emailadresse
Passwort
Sprücheklopfer
Die Alte ist trotzdem unheimlich in Ordnung! Ich habe sie kennengelernt, als ihr Zahnarzt mir das Esszimmer neu tapeziert hat. Kerstin merkte sofort, dass ich bei der Behandlung ein bißchen Schiss hatte. Sie hielt mir ganz lieb das Händchen.
Rudi Assauer über seine neue 24-jährige Lebensgefährtin, die als Zahnarzthelferin arbeitet
NETZWERK
Football Manager
Manager de fútbol
Calcio manager
Football Manager
LINKS
Kostenlos registrieren
Online-Hilfe
Freie Teams
Spieltag & Tabelle
Plattform-News
COMMUNITY
Zeitung
Stammtisch
Chat
ÜBER UNS
Impressum
Kontakt
AGB
Managerspiel Onlinemanager