Diarios de Futbol
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Spanish Town verspielt Traumstart - Bull Bay siegt 4:3 nach Verlängerung

Ein Abend zum Haare raufen in der Copa Libertadores: Spanish Town führte zur Pause 2:0, spielte vor 79.500 euphorisierten Fans groß auf - und stand am Ende mit hängenden Köpfen da. Bull Bay drehte das Achtelfinal-Rückspiel in der Verlängerung zu einem 4:3-Sieg. Ein Spiel, das an Dramatik kaum zu überbieten war, an taktischen Wendungen aber einiges bot - und an emotionalen Zitaten auch.

Trainer Ioannis Exis von Spanish Town fasste es nach dem Schlusspfiff lakonisch zusammen: "Wir haben 60 Minuten wie Champions gespielt - und dann wie Statisten zugesehen." Tatsächlich begann alles nach Plan. In der 16. Minute brachte Philippe Benoi die Hausherren nach Vorlage von Dominique Merz in Führung. Ein klassischer Benoi: antäuschen, kurz abstoppen, und dann die Kugel eiskalt ins rechte Eck jagen. Sechs Minuten später legte George Deschanel nach - Kopfball nach einer Ecke von Ricardo Gomes. Das Stadion vibrierte, der Gegner wankte, und Exis grinste an der Seitenlinie zufrieden in den Abendhimmel.

Zur Pause sprach alles für Spanish Town. 52 Prozent Ballbesitz, 16 Torschüsse, die Fans sangen schon vom Viertelfinale. Doch dann kam Bull Bay, und mit ihnen die pure Hartnäckigkeit. "Wir wussten, dass sie müde werden", sagte Bull-Bay-Coach Sports Mann später mit einem süffisanten Lächeln. "Unsere Jungs haben einfach weiter gegraben - wie Terrier im Vorgarten."

Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Göran Ohlson mit einem Distanzschuss auf 3:0 - ein Treffer, der eigentlich hätte alles klar machen müssen. Doch statt Sicherheit machte sich Nervosität breit. In der 59. Minute erzielte Timm Klaus den Anschlusstreffer nach einem feinen Pass von Bruno Calvente. Plötzlich witterte Bull Bay Morgenluft.

Der Druck wuchs, Spanish Town verlor die Ordnung. In der 73. Minute war es Marcio Nani, der nach Vorlage von Robert Broderick den Ball unter die Latte nagelte. Nur noch 3:2 - und das Spiel kippte endgültig. Trainer Mann brüllte von der Seitenlinie: "Weiter, Männer, sie taumeln!"

Die Gastgeber reagierten mit Wechseln - Valentine raus, der junge Mendilibar rein. "Ich wollte frischen Wind", erklärte Exis später, "bekommen habe ich Sturmwarnung." Denn Bull Bay ließ nicht locker. In der Verlängerung drehte das Spiel komplett: Nani traf in der 115. erneut, diesmal nach Vorlage von Calvente. Eine Minute später machte Klaus das 4:3, vorbereitet von Hugo Manu. Das Stadion erstarrte, nur der Block aus Bull Bay tanzte - 500 Fans, aber laut wie 50.000.

"Ich habe einfach geschossen", grinste Nani nach Abpfiff. "Entweder rein oder Trainer schimpft - also lieber rein." Teamkollege Klaus ergänzte trocken: "Ich hatte noch Sprit im Tank. Warum nicht alles riskieren?"

Spanish Town versuchte zu antworten, doch der Glaube war verschwunden. Ein letzter Distanzschuss von George Deschanel in der 108. Minute verfehlte knapp das Ziel. Danach dominierte Frust. Als Bull Bays Van Royen in der 126. Minute noch Rot sah, war die Messe längst gelesen - ein symbolischer Abschluss eines wilden Spiels.

Die Statistiken unterstreichen das Drama: 16 Torschüsse von Spanish Town, 17 von Bull Bay. Der Ballbesitz leicht zugunsten der Gastgeber (52,7 Prozent). Doch was nutzt Kontrolle, wenn der Gegner die Tore macht?

Trainer Mann zog nach dem Spiel eine Zigarette aus der Jacke, zündete sie demonstrativ an (was im Stadion streng verboten war) und sagte nur: "4:3 nach Verlängerung - das ist keine Taktik, das ist Charakter."

Und Exis? Der nickte bitter. "Vielleicht waren wir zu schön, zu verspielt. Fußball ist kein Ballett - leider."

So endet ein epischer Abend, an dem Spanish Town die Kunst des Verlierens neu interpretierte. Bull Bay dagegen zieht ins Viertelfinale ein - mit der unerschütterlichen Moral eines Teams, das selbst nach 0:3 noch an den Sieg glaubt.

Vielleicht das Fazit des Abends: Wer drei Tore schießt, sollte gewinnen. Wer vier schießt, tut es sicher. Und wer wie Bull Bay in der Verlängerung zweimal trifft, darf sich nicht über rote Karten beschweren - sondern über Heldenstatus freuen.

23.10.643987 16:40
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Ja, aber das war kurz nach dem Zweiten Weltkrieg.
Holger Fach auf die Frage, ob er schon einmal vor dem DFB-Sportgericht stand
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