Diarios de Futbol
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Spanish Town tanzt Samba - Cucuta stolpert ins Hinspiel-Desaster

63600 Zuschauer in der Arena von Spanish Town erlebten am Donnerstagabend ein Fußballspiel, das alles hatte: Tempo, Tore, Gelbe Karten und den leisen Duft von Chaos. Am Ende jubelte das Heimteam unter Trainer Ioannis Exis verdient über ein 3:1 im Hinspiel der Copa-Libertadores-Qualifikation gegen Atletico Cucuta - und das, obwohl die Gäste statistisch fast gleichauf waren.

Der Beginn: hektisch, hitzig, herzerwärmend für alle, die Zweikämpfe lieben. Schon nach acht Minuten sah Sebastien Leachman Gelb, offenbar um zu zeigen, dass Spanish Town nicht gewillt war, das Feld kampflos zu überlassen. Cucutas Rechtsverteidiger Adriano Xavier ließ sich nicht lumpen und zog in der 16. Minute ebenfalls Gelb - ein frühes Zeichen für das, was auf uns zukam: ein Spiel, in dem Körperkontakt kein Fremdwort war.

In der 22. Minute ging dann die Post ab. Dominique Merz tanzte an der linken Seite zwei Gegenspieler aus, flankte mit chirurgischer Präzision, und Bram Leyn vollstreckte per Direktabnahme zum 1:0. "Ich habe einfach draufgehalten", grinste Leyn später. "Wenn ich nachdenke, geht’s meistens schief." Trainer Exis lobte trocken: "Bram denkt selten - das ist manchmal sein größter Vorteil."

Doch Cucuta antwortete prompt. In der 31. Minute war es Ramon Pacos, der nach feiner Vorarbeit von Silvestre Ruiz zum 1:1 traf. Der Ausgleich war verdient, denn die Kolumbianer hatten zu diesem Zeitpunkt leichte Vorteile im Ballbesitz und zeigten - zumindest bis zum Strafraum - gepflegten Offensivfußball. "Wir haben gut reagiert", meinte Coach Felix Eckball später. "Leider haben wir danach vergessen, dass man auch verteidigen muss."

Nach der Pause kam Spanish Town wie verwandelt aus der Kabine. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff erzielte George Deschanel - bedient von Lewis Stanton - das 2:1. Der Jubel war ohrenbetäubend, und während Exis stoisch an seiner Wasserflasche nippte, sprang seine Ersatzbank kollektiv auf. Keine 120 Sekunden später folgte der nächste Paukenschlag: Jean-Pierre Lujan zog aus der zweiten Reihe ab, der Ball flatterte wie ein Schmetterling und senkte sich unhaltbar unter die Latte - 3:1.

"Da hat er wohl den Ball der Saison getroffen", stöhnte Cucutas Keeper Nael Manu später in der Mixed Zone. "Ich hab nur die Flugbahn gehört."

Ab der 50. Minute war die Partie entschieden, auch wenn Cucuta sich nicht kampflos ergab. Sie warfen alles nach vorne, mit zehn Torschüssen insgesamt sogar einen mehr als Spanish Town, doch es blieb beim Versuch. Corey Hayman, der Mittelstürmer, verzog in der 84. Minute aus aussichtsreicher Position - sinnbildlich für einen Abend, an dem vieles knapp daneben ging.

Trainer Eckball versuchte es noch mit einem Dreifachwechsel: Colosimi, Mascarenhas und Stewart kamen, aber das Spiel blieb zäh. Statt Aufholjagd setzte es noch zwei weitere Gelbe Karten für Pinto (78.) und Ruiz (80.), ehe Pinto in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz musste. "Ein Missverständnis mit dem Schiedsrichter", erklärte Pinto nach dem Abpfiff. "Ich dachte, er wollte mir die Hand geben."

Spanish Town dagegen spielte das Ergebnis souverän nach Hause, fast schon gemütlich. Ein letzter Versuch von Laurent Gady in der 88. Minute ging über das Tor, was Coach Exis nachher mit einem Schulterzucken kommentierte: "Man muss ja nicht immer alles treffen."

So stand am Ende ein 3:1, das sich deutlicher anfühlte, als es die nackten Zahlen zeigen. 51 Prozent Ballbesitz, neun Torschüsse, drei Treffer - das nennt man Effizienz. Cucuta dagegen rannte viel, presste spät, kämpfte hart, aber wirkte am Ende ausgelaugt und ideenlos.

"Das war nicht unser Abend", fasste Felix Eckball zusammen. "Aber zum Glück gibt’s noch ein Rückspiel. Vielleicht schaffen wir es ja diesmal, länger als 45 Minuten wach zu bleiben."

Ioannis Exis dagegen grinste breit: "Ich will nicht übertreiben, aber heute haben wir Fußball gespielt, wie ich ihn mir vorstelle - mit Herz, Witz und ein bisschen Wahnsinn."

Ein bisschen Wahnsinn war in der Tat dabei. Und wenn Spanish Town diesen Schwung mit nach Cucuta nimmt, könnte die Copa-Libertadores-Qualifikation schon entschieden sein, bevor der Rückflug gebucht ist.

Kurz gesagt: Ein Abend mit Sonne, Samba und dem Gefühl, dass Fußball manchmal gerecht sein darf - zumindest für 90 Minuten.

16.12.643993 00:13
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