Elfmeter
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SG Dresden zerlegt Arminia Hannover - ein 4:0 mit Ansage und Augenzwinkern

Wenn ein 4:0 nach Arbeitssieg klingt, war man nicht im Heinz-Steyer-Stadion an diesem frostigen Februarabend. Vor 2962 Zuschauern hat die SG Dresden am 4. Spieltag der Verbandsliga H Arminia Hannover nicht nur geschlagen, sondern filetiert - technisch präzise, taktisch diszipliniert und mit so viel Spielfreude, dass selbst die Flutlichtmasten vor Lachen wackelten.

Schon nach 15 Minuten begann der Tanz. Thomas Schubert, der 32-jährige Linksaußen mit dem Gemüt eines Schachspielers und dem Schuss eines Vorschlaghammers, brachte die Dresdner in Führung. Vorlage: der flinke Youngster Yanik Schultz, 20 Jahre jung, schnell wie ein Gedanke. "Ich hab den Ball einfach reingeworfen - also gefühlt", grinste Schubert später in der Mixed Zone. Trainer Maik Köppe kommentierte trocken: "Das war so nicht im Trainingsplan, aber ich beschwer mich nicht."

Arminia Hannover dagegen wirkte, als hätte man ihnen versehentlich die falsche Gebrauchsanweisung fürs Verteidigen gegeben. Ihr einziger Torschuss in der vierten Minute - ein harmloser Versuch von Filip Durica - war eher eine höfliche Erinnerung an die Existenz des Dresdner Torwarts Jens Kurz. Danach? Schweigen im Strafraum.

Dresden hingegen feuerte aus allen Lagen. 27 Schüsse aufs Tor, 54 Prozent Ballbesitz, eine Zweikampfquote von fast 60 Prozent - Zahlen, die nicht lügen, aber auch nicht erzählen, wie die Gäste in der zweiten Halbzeit nur noch hinterherliefen wie Statisten in einem schlecht getimten Theaterstück.

Das 2:0 fiel in der 52. Minute, wieder durch Schubert, diesmal nach feiner Vorarbeit von Albert Zahinos. Der junge Mittelfeldmotor mit der Nummer 8 hatte ohnehin einen Sahnetag erwischt. "Albert hat heute gespielt, als hätte er zwei Lungenflügel mehr als der Rest", scherzte Köppe.

In der 84. Minute durfte dann Yanik Schultz selbst ran. Max Busch, eigentlich gelernter Linksverteidiger, flankte so präzise, dass man einen Moment lang glaubte, er habe einen Laserpointer im Schuh. Schultz bedankte sich artig - mit dem 3:0.

Doch damit nicht genug. Als die Uhr auf 90 tickte und die Hannoveraner bereits gedanklich beim Abendbrot waren, legte Schultz noch einen nach. Vorlage diesmal von Bernt Stoll, der zuvor mit einem eleganten Außenristpass die gesamte Abwehr entblößt hatte. 4:0 - und das Publikum sang sich in Ekstase.

Arminias Trainer (dessen Name im Protokoll kurioserweise fehlt, vielleicht ein Schutzmechanismus) stand da, Hände in den Taschen, Blick ins Nichts. "Wir waren physisch da, aber geistig wohl in der Straßenbahn", soll er gemurmelt haben.

Die Dresdner Abwehr? Fast arbeitslos. Lediglich einmal in der Anfangsphase musste Torwart Jens Kurz eingreifen. "Ich hatte Zeit, die Flutlichtmasten zu zählen", witzelte er nach dem Spiel. Dass sein Teamkamerad Ralf Fleischer in der Nachspielzeit noch Gelb sah, sorgte höchstens für ein müdes Schulterzucken.

Taktisch blieb die SG über 90 Minuten auffallend ruhig. "Balanced" in jeder Hinsicht - kein Pressing-Wahnsinn, kein Hauruck-Fußball, sondern geduldige Dominanz. Arminia dagegen wirkte zwar nominell ähnlich ausgerichtet, aber in der Praxis wie ein Auto mit angezogener Handbremse.

Nach Abpfiff standen die Spieler der SG in einem Kreis, lachten, klatschten, feierten. Schultz, der Doppeltorschütze, bekam von seinen Kollegen eine symbolische "Krone" aus Tape aufgesetzt. "Wenn das so weitergeht", rief einer, "müssen wir ihm bald einen eigenen Parkplatz am Stadion reservieren!"

Trainer Maik Köppe fasste es dann nüchtern zusammen: "Das war heute kein Zufall. Wir haben in jeder Phase Kontrolle gehabt. Aber - und das sage ich mit Respekt - Arminia hat es uns auch leicht gemacht."

Fazit: SG Dresden spielt, als hätten sie die Verbandsliga satt und das Ziel "Aufstieg" bereits in den Augen. Hannover hingegen sollte dringend die Gebrauchsanweisung für "Verteidigen unter Druck" nachbestellen.

Oder, wie ein Dresdner Fan beim Hinausgehen sagte: "Wenn das so weitergeht, brauchen wir bald ein größeres Stadion - oder einen Gegner mit Helm."

13.07.643990 10:15
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