Dagbladet Sport
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Randers FF startet mit spätem Feuerwerk in die Saison

Randers - Wenn man das neue Jahr mit einem Fußballspiel beginnt, in dem alles geboten wird - frühe Tore, verletzte Flügelspieler, taktisches Schach und ein Happy End für die Hausherren - dann weiß man: Die dänische Liga ist zurück. Randers FF besiegte am Neujahrsabend vor 36.326 Zuschauern im heimischen Stadion den Lyngby BC mit 2:1 (1:1) - und das auf durchaus unterhaltsame Weise.

Schon in der 25. Minute bebte die Arena, als Alexander Ward, der junge zentrale Mittelfeldmann der Randers, das erste Tor der neuen Saison markierte. Nach einem feinen Zuspiel des flinken Domingo Gelmirez zog Ward einfach mal ab - und traf. "Ich wollte eigentlich noch einen Pass spielen, aber dann dachte ich: Ach, warum nicht gleich ins neue Jahr ballern", grinste Ward später. Trainer Ole Gunnar kommentierte trocken: "Wenn er das so weitermacht, darf er künftig öfter spontan sein."

Doch die Freude währte nur kurz. Nur vier Minuten später schlug Lyngby zurück - und zwar mit einem ähnlich sehenswerten Angriff. Robert Aagaard, der linke Mittelfeldmann der Gäste, vollendete nach Vorarbeit von John Marshal zum 1:1. "Unsere Reaktion war stark", sagte Lyngby-Coach Hans Kellershoff. "Aber leider haben wir danach zu sehr geglaubt, dass das Spiel von allein kippt."

Tatsächlich war Lyngby in der ersten Halbzeit das etwas aktivere Team, mit 14 Torschüssen insgesamt sogar leicht überlegen gegenüber Randers (12). Die Gäste kombinierten gefällig, hatten aber Mühe, den letzten Pass präzise zu spielen. Besonders der junge Bjarke Juul, der sich mehrfach auf dem linken Flügel durchtankte, blieb glücklos - drei Schüsse in den letzten zehn Minuten, keiner drin. "Ich treffe die Latte, den Pfosten, nur das Tornetz will mich nicht", klagte Juul halb lachend nach Abpfiff.

Randers hingegen zeigte, dass Ballbesitz nicht alles ist - 55,8 Prozent reichten, um das Spiel in der zweiten Hälfte zu kontrollieren. Nach dem Seitenwechsel wurde es zunächst ruhiger, ehe eine Szene in der 43. Minute für Aufregung sorgte: Serge Duchesne, der erfahrene linke Mittelfeldspieler, ging nach einem Zweikampf zu Boden und musste verletzt raus. Für ihn kam Alexandre Bonald, der später noch eine tragende Rolle spielen sollte.

"Da dachte ich schon, das bringt uns aus dem Rhythmus", gab Gunnar zu. Tat es aber nicht. Seine Mannschaft blieb geduldig, ließ Lyngby anlaufen - und wartete auf den Moment. Der kam in der 74. Minute: Bonald setzte sich auf links durch, legte quer auf Gelmirez, der wiederum Tom Van Hoost bediente. Und der drosch den Ball mit links in den Winkel. 2:1 - und das Stadion explodierte. "Ich hab einfach draufgehauen, ehrlich!", lachte Van Hoost. "Wenn du so ein Ding triffst, spürst du’s in der Wade und im Herzen."

Hans Kellershoff, der Lyngby-Trainer, reagierte sofort, brachte mit Stig Buhl und Elias Van Ranst zwei frische Offensivkräfte. Zum Ende hin warf Lyngby alles nach vorn, stellte auf eine offensive Formation um, aggressiv und mit Pressing bis in die letzte Minute. Doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. Torwart Robert Bernier bei Randers hielt, was es zu halten gab, und ein letzter Schuss von Juul in der 86. Minute flog knapp am Pfosten vorbei.

Nach Abpfiff atmete Randers auf. "Es war ein Arbeitssieg, aber ein verdienter", meinte Ole Gunnar, der beim Handschlag mit Kellershoff sogar ein Lächeln übrig hatte. "Ich mag Spiele, die zeigen, dass wir kämpfen können - und dass Tom Van Hoost immer noch ein Zauberbein hat."

Lyngby hingegen verließ das Feld mit hängenden Köpfen, aber auch mit erhobenem Anspruch. "Wir waren dran, wir haben mehr geschossen, aber am Ende zählen Tore", sagte Aagaard. "Vielleicht sollten wir einfach mal weniger zielen und mehr hoffen."

So endete dieser erste Spieltag mit einem typischen Randers-Abend: solide, leidenschaftlich, ein bisschen chaotisch - aber erfolgreich. Und während die Fans in der kalten Januarnacht noch sangen, meinte ein Zuschauer beim Hinausgehen augenzwinkernd: "Wenn der Rest der Saison so wird, dann frier ich gern weiter."

Das neue Jahr hat also kaum begonnen, und schon zeigt sich, dass der Fußball in Randers auch 2026 nichts von seinem Charme verloren hat: ein bisschen Kampf, ein bisschen Glück - und ein Tor, das in die Vereinschronik eingehen dürfte.

23.02.643987 04:13
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