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Rampal Juniors feiern einen glänzenden 3:0-Sieg über UD Basanez

Montevideo - Ein lauer Sommerabend, 15.085 Zuschauer im Stadion und ein Heimteam, das von der ersten Minute an keine Zweifel ließ, wer hier das Sagen hat: Die Rampal Juniors zerlegten am 5. Spieltag der 1. Liga Uruguay den Gast UD Basanez mit 3:0 - und das in einer Art und Weise, die fast schon unhöflich souverän wirkte.

Schon nach 120 Sekunden bebte das Stadion. Außenverteidiger Ryan Farnsworth, sonst eher für rustikale Grätschen als für filigrane Abschlüsse bekannt, knallte den Ball aus halbrechter Position ins Netz. "Ich wollte eigentlich flanken", grinste Farnsworth später, "aber manchmal hat der Fußball eben Humor." Die Vorlage kam von Luka Scholz, der an diesem Abend gleich an zwei Treffern beteiligt war und auf der rechten Seite wirbelte, als hätte er drei Lungenflügel.

Basanez, ohnehin nicht als Offensivwunder bekannt, fand kaum ins Spiel. Vier Torschüsse in 90 Minuten sprechen Bände - und selbst die waren mehr symbolischer Natur. Rampal hingegen feuerte aus allen Rohren: 21 Schüsse, 54 Prozent Ballbesitz, dazu eine Zweikampfquote von 56 Prozent. Die Gäste wirkten, als hätten sie vergessen, dass Fußball ein Mannschaftssport ist, und nicht ein ausgedehntes Ball-weg-Gucken.

Kurz vor der Pause dann der zweite Stich: Zentraler Mittelfeldmann Bastiaan Dag zog aus 18 Metern ab - wuchtig, präzise, unhaltbar. Wieder hatte Scholz seine Füße im Spiel. "Ich hab’ ihn gesehen, wie er den Kopf senkte, da wusste ich: Der haut jetzt drauf", erzählte Scholz nach der Partie lachend. Trainer der Juniors, ein gewisser Herr mit Faible für kontrollierte Offensive, kommentierte trocken: "Das war unser Plan: früh treffen, dann weitermachen."

Basanez’ Coach hingegen stand ratlos an der Seitenlinie. Seine Mannschaft spielte zwar "balanced", wie es der taktische Zettel versprach, aber das war wohl eher als Lebensmotto denn als Fußballstrategie gemeint. In der 64. Minute gab’s immerhin eine gelbe Karte für Linksverteidiger Pedro Rielo - das war der leidenschaftlichste Moment der Gäste bis dahin.

Und dann kam Iker Aguas. Der rechte Flügelstürmer, seit Wochen in blendender Form, krönte seine starke Partie in der 65. Minute mit dem 3:0. Nach Vorarbeit von Ezequiel Futre tanzte Aguas erst den Verteidiger aus, dann den Torhüter - und schob locker ein. "Ich hab’ kurz überlegt, ob ich’s spektakulär mache", sagte Aguas mit einem Augenzwinkern, "aber Tore zählen auch ohne Salto."

Die Rampal Juniors spielten die Partie danach mit professioneller Gelassenheit zu Ende. Nur zweimal musste Keeper Andrew Boyd ernsthaft eingreifen, und selbst das tat er mit der Ruhe eines Mannes, der lieber einen Kaffee trinken würde. In der 81. Minute sah Julio Caneira Gelb - wohl aus purer Langeweile, weil sonst nichts mehr passierte.

Was bleibt? Eine eindrucksvolle Demonstration der Heimstärke der Rampal Juniors, die sich mit diesem Sieg in der oberen Tabellenhälfte festsetzen dürften. Basanez hingegen muss sich fragen, ob "balanced" vielleicht doch zu viel Gleichgewicht und zu wenig Leidenschaft bedeutet.

"Wir wollten eigentlich kompakt stehen", erklärte Gästetrainer nach dem Spiel mit leichtem Seufzer, "aber dann haben wir den Ball gesehen - und alles vergessen."

Die Fans der Juniors verabschiedeten ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen, während die Spieler lachend in die Kabine trotteten. Farnsworth soll dort gescherzt haben: "Vielleicht stell’ ich mich nächste Woche als Stürmer auf."

Ein Reporter fragte zum Schluss Trainer Rampal, ob er mit der Leistung zufrieden sei. "Sagen wir so", grinste er, "wenn wir jedes Spiel so anfangen, können wir die Halbzeitpause bald abschaffen."

Ein 3:0, das keine Fragen offen ließ. Die Rampal Juniors spielten Fußball mit Freude, Struktur und einem Schuss Ironie - genau das, was man an einem warmen Januarabend in Uruguay sehen will. Und Basanez? Nun ja, vielleicht hilft ein bisschen weniger Balance und ein bisschen mehr Chaos. Fußball ist schließlich kein Yoga.

28.03.643987 12:48
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