Dagbladet Sport
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Nullnummer mit Stil: Birkerod FF und Lyngby BC teilen sich den Punkt

Birkerod, 13. Januar 2026 - Es gibt Fußballspiele, die brennen sich in die Erinnerung ein wie ein Feuerwerk. Und dann gibt es jene, die eher an ein Kaminfeuer erinnern: warm, gemütlich, aber ohne Funkenflug. Das 0:0 zwischen Birkerod FF und Lyngby BC am 13. Spieltag der 1. Liga Dänemark war genau so ein Spiel - technisch sauber, engagiert geführt, aber ohne den finalen Knall. 12.500 Zuschauer im Birkerod-Stadion sahen 90 Minuten, in denen beide Seiten alles versuchten, nur das Toreschießen blieb ein ungelöstes Rätsel.

Birkerod begann schwungvoll. Schon nach sieben Minuten prüfte Gabriel Ludvigsen den Lyngby-Keeper Joschua Beier mit einem satten Linksschuss. "Ich dachte, der geht rein. Der Ball hat sich aber anders entschieden", grinste Ludvigsen nach dem Spiel. Auch Trainer Andreas Depner nickte anerkennend: "Das war der Start, den ich sehen wollte - nur dass der Ball eben nicht mitspielte."

Lyngby BC brauchte ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden, dann aber wurde es gefährlich. Robert Aagaard, der umtriebige Linksaußen, zog in der 13. Minute einfach mal ab - knapp vorbei. In der 24. Minute versuchte es Innenverteidiger Caio Nene, was Trainer Hans Kellershoff später mit einem Augenzwinkern kommentierte: "Wenn meine Innenverteidiger plötzlich schießen, weiß ich, dass wir dringend ein Tor brauchen."

Das Spiel lebte von Tempo und Einsatz. Birkerod dominierte mit 56 Prozent Ballbesitz, kombinierte geduldig durch die eigenen Reihen, während Lyngby auf Konter lauerte. Die Gäste standen tief, taktisch streng defensiv ausgerichtet, wie es die Taktikdaten zeigten - und doch setzten sie Nadelstiche. Besonders Aagaard blieb gefährlich, seine drei Abschlüsse (13., 43., 51. Minute) zwangen Birkerods Torwart Alfred Toth zu Glanzparaden.

In der 17. Minute flog erstmals der Karton: Lyngbys Abwehrchef Aslaug Marcussen sah Gelb nach einem rustikalen Einsteigen gegen Waldemar Pedersen. "Ich hab den Ball gespielt - zumindest einen Teil davon", verteidigte sich Marcussen mit einem Lächeln, das eher einem Geständnis glich.

Kurz vor der Pause hatten die Gastgeber ihre beste Phase. Cristobal Delgado, der quirlig auf der rechten Seite wirbelte, prüfte Beier in der 37. Minute und gleich nach Wiederanpfiff erneut (50. und 55. Minute). Doch Beier war an diesem Abend unüberwindbar. "Der Junge hat Hände wie Magnetplatten", murmelte ein Zuschauer auf der Tribüne - und lag damit goldrichtig.

Lyngby brachte zur zweiten Halbzeit frische Beine: Bjarke Juul und Stig Buhl kamen in der 54. Minute, und prompt wurde es offensiver. Juul, gerade 20 Jahre jung, sorgte mit seinem Schuss in der 57. Minute für kollektives Aufatmen bei Birkerod - der Ball strich nur Zentimeter am Pfosten vorbei. Später brachte Kellershoff auch Bodil Graversen, der in der 82. Minute aus der Distanz draufhielt - wieder war Toth zur Stelle.

Die Schlussphase gehörte dann wieder Birkerod. Gabriel Ludvigsen versuchte es in der 85. Minute noch einmal mit einem Schlenzer, der den Torschrei auf den Lippen der Fans verhallen ließ. "Wir hätten heute noch zwei Stunden spielen können, und der Ball wäre trotzdem nicht reingegangen", meinte Trainer Depner nach dem Abpfiff trocken.

In den Statistiken spiegelte sich das Bemühen beider Teams wider: 6 Torschüsse für Birkerod, 9 für Lyngby, dazu ein Tackling-Duell, das die Gäste mit 53 Prozent knapp für sich entschieden. Ballbesitz, Passspiel, Laufbereitschaft - alles stimmte. Nur das Entscheidende fehlte.

Hans Kellershoff war nach dem Spiel dennoch zufrieden: "Ein Punkt auswärts, kein Gegentor - das ist etwas, worauf man aufbauen kann. Auch wenn es kein Spektakel war, war es solide." Sein Gegenüber Depner sah es ähnlich, aber mit einem Schuss Selbstironie: "Wenn man so viel Ballbesitz hat und trotzdem kein Tor schießt, dann hat man wenigstens bewiesen, dass man den Ball gut pflegen kann."

So endete ein Abend, an dem der Fußball zwar nicht explodierte, aber seine leisen Töne zeigte: Disziplin, Struktur, Einsatz - und ein paar verpasste Gelegenheiten, die man sich beim nächsten Mal wohl noch lange vorwerfen wird.

Am Ende gingen 12.500 Zuschauer nach Hause, manche gähnend, manche schmunzelnd, und einer rief beim Hinausgehen: "Schönes 0:0 - das war fast schon Kunst!" Vielleicht war es das. Kein Feuerwerk, aber ein handwerklich sauberes Stillleben in Grün.

10.07.643987 14:29
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Wir hatten viele Verletzte, aber das soll den Sieg der Freiburger in keinster Weise schmeicheln.
Andreas Brehme
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