Diarios de Futbol
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Miami Strikers entführen den Pokal - Bull Bay scheitert im Torrausch

Es war ein Finale, das die 79.500 Zuschauer im ausverkauften Stadion von Bull Bay nicht so schnell vergessen werden. Sie kamen, um einen Triumph ihrer Helden zu sehen - und sahen stattdessen eine furiose 3:4-Niederlage gegen die Miami Strikers, die an diesem Freitagabend in der Amerikaliga-Finalnacht einfach das Quäntchen Cleverness mehr hatten.

Schon in der zehnten Minute begann das Unheil für die Gastgeber: Der junge Spanier Javi de Gogorza, zarte 21 Jahre alt, wurde von Nael Ortega perfekt bedient und vollendete eiskalt zum 0:1. "Ich habe einfach nur den Fuß hingehalten", grinste de Gogorza später, als hätte er gerade ein Trainingsspiel gewonnen. Trainer Ronald Buth dagegen sah das etwas feierlicher: "Das war kein Glück, das war Timing. Javi ist unser kleiner Tornado."

Bull Bay reagierte nervös, schoss viel, aber unpräzise. 12 Torschüsse standen am Ende auf dem Zettel, doch was bringt Ballbesitz (55 Prozent), wenn der Ball lieber das Fangnetz als das Tor sucht? Der Franzose Franck Rochefort hatte in der 16. und 28. Minute gute Gelegenheiten, doch Miami-Keeper Harrison Bosworth parierte mit der Ruhe eines Mannes, der offenbar lieber Sonnencreme als Torwart-Handschuhe trägt - aber es funktionierte.

In Minute 38 platzte dann der Knoten: Marcio Nani traf nach feinem Zuspiel von Alexander MacMillan zum 1:1, und das Stadion bebte. Doch die Freude war von kurzer Dauer. Nur vier Minuten später schlug Miami wieder zu - und wie. Ortega, der schon das erste Tor vorbereitet hatte, zog diesmal selbst ab. 1:2 zur Pause, und die Gesichter im Block G sahen aus, als sei ihnen gerade das Bier ausgegangen.

Trainer Sports Mann (ein Name, wie gemacht für die Plakatwand) blieb gelassen: "Wir spielen weiter nach vorne. Das ist unser Stil." Und tatsächlich: Nach dem Seitenwechsel kam Bull Bay zurück. In der 57. Minute traf MacMillan nach Vorlage von Moritz Jahn - 2:2, Hoffnung keimte auf. Doch kaum hatten sich die Fans wieder hingesetzt, zappelte der Ball erneut im falschen Netz. Miamis Rechtsverteidiger Michel Fournier stürmte nach vorn, bekam den Ball von Jorge de Freitas - und hämmerte ihn in der 62. Minute zum 2:3 unter die Latte.

Sports Mann rang an der Seitenlinie mit der Fassung, während sein Gegenüber Buth die Hände in den Taschen vergrub und aussah, als würde er innerlich schon den Pokal polieren. Aber Bull Bay wäre nicht Bull Bay, wenn sie nicht noch einmal zurückkämen: Nur zwei Minuten später brachte Rochefort das Stadion mit dem 3:3 wieder zum Beben. "Ich dachte, wir drehen das jetzt", sagte er später, "aber Fußball ist manchmal wie ein schlechter Witz - du lachst zu früh."

Und genau so kam es. In der 73. Minute bediente de Freitas erneut den unersättlichen de Gogorza, der das 3:4 markierte - sein zweiter Treffer an diesem Abend und der Todesstoß für Bull Bay. Die restlichen Minuten waren ein wilder Tanz: Wechsel hier, Grätsche da, ein bisschen Hektik und viel Herzblut. In der 89. Minute wechselte Sports Mann sogar seinen Torwart - ein verzweifelter Versuch, noch irgendetwas zu verändern. Andrew Gayheart kam für Amaury Dieguez, aber zu retten war nichts mehr.

Nach Abpfiff lagen einige Bull-Bay-Spieler auf dem Rasen, während die Strikers jubelnd in den Nachthimmel blickten. "Wir haben an uns geglaubt", sagte Trainer Ronald Buth mit einem Grinsen, das kaum in sein Gesicht passte. "Und wir wussten, dass wir treffen können - notfalls auch mit dem Außenverteidiger."

Bull Bay hatte zwar mehr Ballbesitz, mehr Torschüsse und eine Tackling-Quote von 51 Prozent, aber Miami spielte reifer, nutzte die Chancen eiskalt und wurde am Ende verdient Meister der Amerikaliga.

"Das war ein Finale, das man nur mit Humor ertragen kann", meinte Bull-Bay-Coach Sports Mann mit einem bitteren Lächeln. "Vier Gegentore zuhause - das ist wie ein romantisches Dinner mit der Schwiegermutter: unvergesslich, aber schmerzhaft."

Und so endete ein hochklassiges, chaotisches und zugleich herrlich ehrliches Fußballspiel mit einem Ergebnis, das in Miami wohl noch Wochen lang gefeiert wird - und in Bull Bay für schlaflose Nächte sorgt.

Vielleicht tröstet die Erkenntnis: Wer so schön verliert, ist nie ganz besiegt.

18.10.643993 17:19
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Was der Rudi Bommer heute mit seinen 800 Jahren geleistet hat, war schon phänomenal.
Dragoslav Stepanovic
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