El Colombiano
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Les Milionaros feiern ein 7:0 der Extraklasse - Santa Fe im kollektiven Albtraum

Bogotá, 9. Februar 2026 - 42.441 Zuschauer im Estadio Metropolitano erlebten einen dieser Abende, die in die Vereinschronik gemeißelt werden. Les Milionaros zerlegten Real Santa Fe mit 7:0 - und das, obwohl die Gäste mehr Ballbesitz hatten. Fußball kann manchmal so herrlich irrational sein.

Schon nach zehn Minuten begann das Unheil für Santa Fe. Carsten Schmidt, der 33-jährige Flügelspieler mit der Präzision eines Uhrwerks, nahm einen feinen Pass von Dimas Ximenes auf und jagte den Ball aus 20 Metern ins rechte obere Eck. "Ich wollte eigentlich flanken", grinste Schmidt nach Spielende, "aber der Ball hatte wohl andere Pläne." Die Fans hatten jedenfalls nichts dagegen.

Kaum acht Minuten später wiederholte sich das Schauspiel - diesmal war es Rechtsverteidiger Gabri Teixeira, der nach Zuspiel von Ignacio Santos aufrückte und trocken zum 2:0 abschloss. Real Santa Fe wirkte konsterniert - man hatte den Eindruck, sie hielten das Ganze für einen schlechten Scherz.

Die Milionaros spielten danach in einer geradezu unverschämten Leichtigkeit. Die Pässe liefen, die Kombinationen klickten, und in der 35. Minute klingelte es erneut: Alex Vazquez nutzte eine butterweiche Flanke von Ximenes zum 3:0. Vier Minuten später legte Vazquez gleich noch einen drauf, diesmal nach Vorarbeit von Amaury Pacos. Der Halbzeitstand lautete 4:0, und Santa Fe wirkte, als wolle man kollektiv die Heimreise antreten.

"In der Kabine habe ich gesagt: Wir hören nicht auf, bevor der Schiedsrichter das Licht ausmacht", verriet Trainer Rodrigo Rodriguez später. Und seine Jungs hielten sich daran.

Nach der Pause dauerte es kaum sieben Minuten, ehe Pacos sich mit einem Doppelpack (53. und 57. Minute) in die Torschützenliste eintrug. Erst bediente ihn wieder der agile Ximenes, dann legte Santos mustergültig quer. Pacos wirkte nach dem Spiel fast verlegen: "Ich wollte eigentlich noch ein drittes machen, aber dann hat Alex mir den Ball geklaut."

Damit meinte er den letzten Treffer des Abends: Vazquez krönte in der 75. Minute seine Gala mit dem Hattrick - diesmal nach Vorarbeit von Carsten Schmidt. Das Stadion bebte, die Fans sangen, und Santa Fe? Nun, sie standen da wie Figuren in einem Lehrvideo mit dem Titel "Wie man es besser nicht macht".

Interessanterweise hatte Real Santa Fe über 52 Prozent Ballbesitz. Doch was nützt es, wenn der Ball nur in der eigenen Hälfte zirkuliert? Fünf Torschüsse brachten sie zustande - keiner wirklich gefährlich. Les Milionaros dagegen feuerten 17 Mal aufs Tor, sieben davon saßen. Effizienz in Reinform.

Einziger kleiner Makel: Dimas Ximenes sah kurz vor der Pause Gelb - vermutlich, um nicht völlig unauffällig zu bleiben. "Ich wollte halt auch mal in der Statistik auftauchen", witzelte er nach dem Spiel.

In der 77. Minute gönnte sich Trainer Rodriguez sogar den Luxus, Publikumsliebling Carsten Schmidt unter Applaus zu ersetzen und Youngster Mario Veloso ein paar Minuten zu schenken. Acht Minuten vor Schluss durfte dann auch Ersatztorwart Filipe Ronaldo zwischen die Pfosten - ein symbolischer Wechsel, fast wie ein Triumphzug.

Real Santa Fe-Coach, dessen Name man am besten verschweigt, wirkte nach dem Schlusspfiff wie ein Mann, der dringend Urlaub braucht. "Wir hatten den Plan, kompakt zu stehen", murmelte er, "aber anscheinend hat jemand den Plan umgeschrieben."

Während die Fans der Milionaros noch lange nach Abpfiff feierten, stapften die Gäste wortlos in die Kabine. Es war einer dieser Abende, an denen man sich fragt, ob die Fußballgötter vielleicht doch Vereinsmitglied bei Les Milionaros sind.

Rodrigo Rodriguez fasste es trocken zusammen: "Heute war alles perfekt - vielleicht zu perfekt. Ich hoffe, wir haben uns nicht alles Glück für die Saison aufgebraucht."

Vielleicht nicht - aber für diesen 3. Spieltag der kolumbianischen Liga gilt: Wer dabei war, wird noch lange erzählen, wie Les Milionaros an einem warmen Februarabend Real Santa Fe in ihre Einzelteile zerlegten.

Und irgendwo im Stadion murmelte ein Fan beim Verlassen: "7:0 - das ist kein Ergebnis, das ist Kunst."

22.06.643990 01:18
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