El Colombiano
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Les Milionaros feiern ein 5:2-Spektakel gegen UD Bucaramanga

Bogotá, 28. Februar 2026 - 50.481 Zuschauer im Estadio Azul bekamen an diesem Samstagabend genau das, wofür sie gekommen waren: sieben Tore, Emotionen zwischen Genie und Wahnsinn - und eine zweite Halbzeit, die man wohl noch eine Weile in den Cafés der Hauptstadt diskutieren wird. Les Milionaros zerlegten UD Bucaramanga mit 5:2 (1:1) und festigten damit ihren Ruf als Mannschaft, die in der Liga für Spektakel sorgt.

Dabei hatte alles gar nicht so vielversprechend begonnen. Schon in der 10. Minute schockte Xavier Santos die Heimfans, als er nach feinem Zuspiel von Manfred Hansen eiskalt zum 0:1 einschob. "Ich dachte, das wird unser Abend", grinste Santos später bitter. Es war der letzte Moment, in dem Bucaramanga tatsächlich führte - und der einzige, an dem sie wirklich so aussahen, als hätten sie einen Plan.

Les Milionaros antworteten wütend. Rodrigo Rodriguez, der Heimtrainer, brüllte sich an der Seitenlinie heiser, als wolle er die Schwerkraft selbst überlisten. Und seine Spieler hörten zu: In der 22. Minute nahm Vitor Gallardo eine Vorlage von Juan Dominguez volley und drosch den Ball mit solcher Präzision ins Eck, dass Gästetorhüter Evgenios Giannopoulos nur resigniert die Handschuhe klatschen ließ. 1:1 - der Ausgleich war verdient, der Jubel ohrenbetäubend.

Bis zur Pause blieb’s beim Remis, doch die Statistiken erzählten eine andere Geschichte: 11 Torschüsse für die Hausherren, 53 Prozent Ballbesitz, ein Spiel auf ein Tor. Rodriguez lächelte in der Pause laut eigener Aussage nur "sehr ruhig". "Ich habe ihnen gesagt: Wenn ihr schon so viel tanzt, dann bitte auch treffen."

Gesagt, getan. Kaum war die zweite Hälfte angepfiffen, legten die Milionaros los, als hätten sie Dynamit im Schuhwerk. In der 49. Minute traf Amaury Pacos nach einer butterweichen Flanke von Vitorino Barbosa zur 2:1-Führung. Zwei Minuten später aber wackelte das Stadion erneut - jedoch unter den Schritten der Gäste: Fabio Antonio drückte eine Hansen-Flanke zum 2:2 über die Linie.

Doch das war’s dann für Bucaramanga. Ab Minute 60 begannen die Gastgeber, Fußball zu zelebrieren. Ignacio Santos zog die Fäden im Mittelfeld, Gallardo verteilte Pässe wie ein Croupier Jetons. In der 61. Minute war es wieder Pacos, der einen Pass von Rechtsverteidiger Diego Dominguez aufnahm und cool zum 3:2 einschob. Die Gäste wirkten fortan wie Touristen, die in einem Gewitter den Stadtplan suchen.

Und dann kam Alex Vazquez. Der rechte Flügelstürmer, bis dahin eher unauffällig, drehte plötzlich auf: Erst das 4:2 in der 68. Minute nach Vorarbeit von Ignacio Santos, dann in der 88. Minute der endgültige Knockout - wieder mit Santos als Regisseur, wieder mit der Präzision eines Uhrwerks. "Ich habe einfach gespürt, dass es mein Abend wird", sagte Vazquez hinterher und wischte sich lachend den Schweiß von der Stirn.

Bucaramanga hingegen verlor nicht nur das Spiel, sondern auch die Nerven. Innenverteidiger Emiliano Amendolara sah Gelb, Rechtsverteidiger Lewis Young gleich doppelt - und durfte nach einer Gelb-Roten Karte in der 87. Minute vorzeitig duschen. Trainer Papa Ancelotti war bedient: "Wir haben nach dem 2:2 aufgehört, an Verteidigung zu glauben. Das war wie ein offenes Scheunentor - und Milionaros sind nun mal keine Kühe."

Statistisch blieb den Gästen nicht viel Trost: 13 Torschüsse, 46 Prozent Ballbesitz, aber kaum Struktur. Giannopoulos im Tor verhinderte Schlimmeres, und Fabio Antonio hätte mit seinen späten Versuchen zumindest Ergebniskosmetik betreiben können - doch Vitor da Costa im Milionaros-Kasten war an diesem Abend die Ruhe in Person.

Als Schiedsrichter Reyes nach 93 Minuten abpfiff, lagen sich die Blauen in den Armen, während die Gelb-Grünen von Bucaramanga mit hängenden Köpfen den Rasen verließen. Trainer Rodriguez fasste es trocken zusammen: "Wir spielen offensiv, weil wir glauben, dass Tore schöner sind als Taktik."

Und so war es: ein Abend voller Offensivpower, ein bisschen Chaos und jede Menge Spaß. Les Milionaros bleiben die charmanten Haudegen der Liga - gefährlich, unberechenbar und garantiert nie langweilig. Wer also Fußball mit Herz und Humor sucht, sollte sich den nächsten Heimauftritt vormerken. Denn wenn Milionaros so weitermachen, wird selbst das Stadiondach bald mitjubeln.

27.01.643991 22:12
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