Athlitiki Icho
+++ Sportzeitung für Griechenland +++

Ilisiakos feiert späten Doppelschlag - Atromitos geht die Luft aus

21821 Zuschauer hatten sich am Mittwochabend im stimmungsvollen Stadion von Ilisiakos eingefunden, um beim 14. Spieltag der 1. Liga Griechenland Zeuge eines Spiels zu werden, das zunächst ausgeglichen schien, dann aber in den letzten zwanzig Minuten eine klare Richtung nahm: Ilisiakos gewann verdient mit 3:1 gegen Atromitos.

Bereits nach zehn Minuten brandete Jubel auf, als Ktesias Gekas einen sehenswerten Angriff über Jacques Prudhomme mustergültig abschloss. Ein flacher Schuss ins lange Eck - so trocken, dass selbst der Rasen kurz innezuhalten schien. Gekas grinste später: "Ich hab’ gar nicht gesehen, dass er drin war. Ich hab’s nur am Lärm erkannt."

Doch wer glaubte, Atromitos würde sich in Schockstarre begeben, irrte. Elf Minuten später schlug Daniel Celine zurück. Carles Castano setzte sich auf der rechten Seite durch, flankte punktgenau, und Celine köpfte zum 1:1 ein. Trainer Michael Graf drehte sich zur Bank und rief - angeblich mit leichter Ironie - "Na also, geht doch!".

Die erste Halbzeit blieb danach offen. Atromitos hatte etwas mehr Ballbesitz (knapp 53 Prozent) und suchte sein Glück in langen Pässen. Ilisiakos hingegen spielte direkter, zielstrebiger - und kam auf beeindruckende 21 Torschüsse im gesamten Spiel. Dass es mit 1:1 in die Kabine ging, lag vor allem an Jannis Lee, dem Torhüter der Gäste, der mehrfach glänzend parierte.

Die zweite Halbzeit begann dann mit einer Portion Chaos. Heinz Kroll holte sich in der 52. Minute Gelb ab - ein Foul, das man freundlich als "übermotiviert" bezeichnen konnte. Kurz darauf musste Humberto Ferreira verletzt raus, und Graf wirkte an der Seitenlinie plötzlich wie ein Mann, der zu viele Baustellen gleichzeitig hat. "Wir haben den Faden verloren", murmelte er später, "und Ilisiakos hat das eiskalt genutzt."

In der 74. Minute kam der Moment des Abends: Der eingewechselte Marco Pacos schlug einen butterweichen Ball von links in die Mitte, wo Andres Cuadrado lauerte. Der Stürmer nahm Maß und jagte das Leder per Dropkick in die Maschen - 2:1! Das Stadion bebte. Sechs Minuten später war Cuadrado erneut zur Stelle, diesmal nach Vorarbeit von Prudhomme. Ein klassischer Doppelpack, der nicht nur den Spielstand, sondern auch die Stimmung endgültig entschied.

"Das war pure Erleichterung", sagte Cuadrado nach dem Spiel. "Ich hatte vorher drei Chancen liegen lassen - der Trainer hat schon den vierten Espresso geordert." Coach Alex Alex schmunzelte nur: "Ich wollte eigentlich Tee."

Atromitos versuchte in den Schlussminuten noch einmal alles. Trainer Graf stellte auf volles Pressing um, ließ mit langen Bällen agieren - aber die Präzision war dahin. Joseph Cawdor, frisch eingewechselt, schoss in der 85. Minute aus zwölf Metern über das Tor, und kurz vor Schluss zirkelte de Almeida den Ball in die Wolken. Der Frust war greifbar.

Ilisiakos hingegen spielte die Partie souverän zu Ende. Der junge Enrico Vitale, gerade mal 18, durfte sich in den letzten Minuten mehrfach versuchen und brachte das Publikum mit seinen frechen Dribblings zum Raunen. "Er erinnert mich ein bisschen an mich selbst - nur schneller und hübscher", witzelte Routinier Prudhomme nach Abpfiff.

Statistisch gesehen war es ein Lehrbuchbeispiel für Effizienz: 47 Prozent Ballbesitz genügten Ilisiakos, um die klareren Chancen zu kreieren. Atromitos hatte zwar mehr vom Ball, aber weniger vom Spiel. 21:12 lautete die Torschussbilanz - eine Zahl, die am Ende alles sagt.

Trainer Alex fasste es trocken zusammen: "Wir waren heute weniger schön, aber dafür zielstrebig. Und das zählt mehr als Ballbesitzstatistiken."

Die Fans sahen das genauso. Als die Spieler nach Abpfiff noch eine Ehrenrunde drehten, hallte ein vielstimmiges "Ilisiakos!" durch die Nacht, während Atromitos mit hängenden Köpfen in die Kabine verschwand.

Ein Spiel, das zeigte, wie dünn der Grat zwischen Kontrolle und Wirkung sein kann - und dass manchmal nicht der Ball, sondern die Entschlossenheit entscheidet.

Oder, wie es ein älterer Fan auf der Tribüne formulierte, während er seine Sonnenblume auf den Beton stellte: "Die da drüben können den Ball halten, so viel sie wollen - am Ende zählt, wer ihn reinkriegt."

Ein Satz, den man wohl getrost in Stein meißeln könnte - direkt neben das Ergebnis: Ilisiakos 3, Atromitos 1.

18.06.643987 14:13
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Als ich zuletzt Sergio in Eurosport gesehen habe, dachte ich mir auch nur: Das kann er nicht sein, da muss sich einer maskiert haben.
Rainer Calmund
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