Diarios de Futbol
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Greenstars überrollen Taquari - ein Halbfinal-Abend im Rausch

Das war kein Fußballspiel, das war ein Feuerwerk. Greenstars GSC schickt CF Taquari mit einem 5:0 aus dem Halbfinal-Rückspiel der Amerikaliga und lässt die 79.500 Zuschauer im heimischen Stadion in kollektive Euphorie verfallen. Trainer Ostkurve Berlin grinste nach dem Abpfiff nur: "Manchmal läuft einfach jeder Pass, und manchmal läuft auch der Gegner - nur leider hinterher."

Schon nach 60 Sekunden bebte das Stadion. Rechtsverteidiger Henri Monroe, normalerweise eher für rustikale Grätschen als für filigrane Torabschlüsse bekannt, stürmte nach vorn, zog ab - und zimmerte den Ball aus 20 Metern in den Winkel. "Ich wollte eigentlich flanken", gab Monroe später zu, "aber wenn man so trifft, behauptet man natürlich, es war Absicht." 1:0, und Taquari wirkte, als hätte man ihnen den Spielplan verwechselt.

Die Gäste aus Südamerika fanden in der Folge kaum Entlastung. Zwar hatte CF Taquari fast 49 Prozent Ballbesitz, doch die Statistik lügt manchmal: Es war ein Ballbesitz ohne Biss. Zwei Torschüsse in 90 Minuten - das ist in einem Halbfinale ungefähr so gefährlich wie eine Wasserpistole im Gewitter. Greenstars dagegen schossen 13-mal auf den Kasten von Alf Abramson, der trotz fünf Gegentreffern wohl noch der beste Mann seiner Mannschaft war.

Nach der Pause wurde es dann endgültig zum Spektakel. Didier Hoskins, der zentrale Mittelfeldmotor der Greenstars, traf in der 48. Minute nach feiner Vorarbeit von Thierry Maurice. "Thierry hat mir den Ball so serviert, da hätte sogar unser Torwart das Ding gemacht", witzelte Hoskins nach Abpfiff.

Nur neun Minuten später war wieder Jubelzeit. Rene Hartshorn, der Mann mit der Frisur eines Rockstars und dem Fuß eines Präzisionsingenieurs, zog frech aus 18 Metern ab - 3:0. Wieder hatte Maurice den entscheidenden Pass gespielt. Taquaris Trainer Tim Thaler stand derweil ratlos an der Seitenlinie und murmelte in Richtung seines Co-Trainers: "Ich habe gesagt, sie sollen eng stehen, nicht eng schlafen."

In der 62. Minute durfte dann auch Mittelstürmer Julien Prentiss ran. Nach Doppelpass mit Hoskins schob er überlegt ein. 4:0, Spiel entschieden, Zuschauer im Delirium. Bei diesem Tor jubelte selbst Torwart Laurent Boulanger an der Mittellinie mit - sehr zum Unmut seines Trainers, der ihn später scherzhaft rügte: "Wenn du so weit draußen bist, brauchst du bald ein Busticket zur Abwehr."

Doch die Greenstars hatten noch nicht genug. In der 87. Minute setzte Hartshorn mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt, nachdem Monroe - derselbe, der das Spiel eröffnet hatte - elegant von rechts flankte. 5:0, ein Ergebnis wie aus einem Videospiel, nur dass hier niemand auf "leicht" gestellt hatte.

CF Taquari wechselte zur Pause gleich dreimal, aber weder Alessio Visintin noch der junge Jose Enrique Galindo konnten das Ruder herumreißen. Ihr Trainer Thaler war nach dem Spiel ehrlich: "Das war eine Lehrstunde. Wir haben alles versucht - leider auch Dinge, die wir nicht trainiert hatten."

Die Statistik unterstreicht die Dominanz der Greenstars: 57,8 Prozent gewonnene Zweikämpfe, 13 Torschüsse, 50,6 Prozent Ballbesitz, aber gefühlt 90 Prozent Kontrolle über das Geschehen. Die Taktik blieb dabei durchgehend offensiv - Pressing, Passspiel, Schussverhalten: alles auf Angriff gestellt.

In der Kabine soll es anschließend laut geworden sein - allerdings vor Lachen. "Coach Ostkurve hat uns ein altes Mannschaftsfoto gezeigt", erzählte Hartshorn. "Er meinte: ’So sahen wir aus, bevor wir gelernt haben, Fußball zu spielen.’"

Für Greenstars GSC war dieser Abend mehr als nur ein Sieg. Es war ein Statement: Wir gehören ins Finale - und zwar mit Stil. Die Fans sangen noch lange nach dem Abpfiff, während die Spieler von CF Taquari schweigend in der Kabine saßen.

"Fünf Tore, fünf verschiedene Arten von Magie", fasste Trainer Berlin zusammen. "Aber ich will Demut sehen - zumindest bis morgen früh."

Demut oder nicht - nach diesem 5:0 wird in der Stadt wohl eher gefeiert als geschlafen. Und irgendwo in der Nacht, zwischen hupenden Autos und grün-weißen Fahnen, ruft ein Fan ins Dunkel: "Henri Monroe for President!"

Ein Vorschlag, über den man nach so einem Abend durchaus nachdenken könnte.

01.04.643990 21:20
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